Auteur: Henk Tennekes

  • British wildlife is in serious trouble

    British wildlife is in serious trouble

    Populations of farmland, woodland and marine birds have all fallen dramatically over the past 50 years, according to new government figures. In all bird species, populations have declined by six per cent since 1970, but some species saw stunning declines over the past five decades, as pesticides, the intensification of farming and the removal of hedgerows wreaked havoc. Bird populations are seen as a key indicator of the health of the natural world as they tend to feed on small insects that are the basis of the food chain. The Royal Society for the Protection of Birds (RSPB) said the figures, produced by the Department for Environment, Food and Rural Affairs (Defra), said that “wildlife is in serious trouble”.

    The figures cover 130 bird species, including turtle doves, corn buntings, willow tits and grey partridges, which have all fallen to less than 10 per cent of the levels in 1970. Birds associated with farmland, which covers 75 per cent of land in the UK, were down by 55 per cent, woodland birds by 21 per cent and seabirds by 20 per cent. On farmland birds, the Defra report said: “The majority of this decline occurred between the late 70s and the 80s largely due to the impact of rapid changes in farmland management during this period. “More recently decline has continued but slowed; the smoothed index decreased by eight per cent between 2009 and 2014.”

    Source: The Independent, 19 May 2017
    http://www.independent.co.uk/environment/uk-bird-numbers-species-declines-british-wildlife-turtle-dove-corn-bunting-willow-tits-farmland-a7744666.html

  • Waterschap Limburg spreekt van grote winst als imidacloprid en/of thiacloprid op alle meetlocaties normoverschrijdend worden aangetroffen

    Waterschap Limburg spreekt van grote winst als imidacloprid en/of thiacloprid op alle meetlocaties normoverschrijdend worden aangetroffen

    Het Waterschap Limburg doet vanaf 2015 (toen nog als Waterschap Peel en Maasvallei) mee met één van de landelijke meetnetten gewasbeschermings-middelen: namelijk het meetnet voor de glastuinbouw. Deze langjarige meetnetten zijn opgesteld per teelt. Voor glastuinbouw is een apart meetnet gemaakt waar zeven waterschappen aan mee doen. Het meetnet loopt door tot 2023.
    Het waterschap meet op 5 locaties (Langevense loop na instroom sloot Aertserf, Belferderbroekbeek na de instroom van de Kuhlergraaf, langs de Elshoutweg, Berendonkse beek Bongaardweide, Krayelse Loop Maasbree de Lange Heide, Rijnbeek nieuwe Rijnstraat) nabij concentratiegebieden van kassen. Het gemeten pakket bevat 66 stoffen die gebruikt worden bij de teelt onder glas. We meten 6 x per jaar, verspreid over het jaar. Het bijgevoegde rapport geeft de opzet van het onderzoek weer en de resultaten voor 2015 en 2016. Geen van de vijf locaties voldoet aan de wettelijke normen voor gewasbeschermingsmiddelen. Van de 60 monsters die we over twee jaar hebben genomen waren er maar 13 waarin geen normoverschrijdingen werden aangetroffen. De Neonicotinoïden imidacloprid (werkzame stof in o.a. het middel Admire) en thiacloprid (o.a. Calypso) vertonen de meeste overschrijdingen. Samen zorgen ze, in twee jaar tijd, voor 42 overschrijdingen (van de totaal 105 gevonden overschrijdingen in de 60 monsters). In elk van de vijf locaties is ofwel imidacloprid of thiacloprid, of zijn beide, overschrijdend aangetroffen. Meerdere overschrijdingen, op meerdere locaties werden ook gevonden voor spinosad (o.a. CONSERVE en TRACER), spiromesifen (OBERON), pirimicarb (O.A. UPL PIRIMICARB en PIRIMOR), en pymetrozine (CHESS en PLENUM).

    Bron:
    Landelijk meetnet gewasbeschermingsmiddelen glastuinbouw
    Resultaten 2015 en 2016, van 5 locaties in Noord-Limburg (bijlage)

  • Nicht nur Bienen sind in ihrer Existenz bedroht, sondern alle Insekten

    Nicht nur Bienen sind in ihrer Existenz bedroht, sondern alle Insekten

    Bereits im Jahr 1962 wurde von Rachel Carson der stumme Frühling vorhergesagt, wenn die Industrialisierung der Landwirtschaft und die Nutzung von Chemikalien auf den Äckern fortschreiten: Ein Frühling ohne das vertraute Summen von Bienen, Hummeln, Fliegen, Käfern und anderen Insekten. Dieses Szenario droht nun Wirklichkeit zu werden, wenn wir nicht sofort handeln.

    Seit einigen Jahren wird immer mehr über das Bienensterben berichtet. In den letzten 5 Jahren schwanken die Winterverluste der Honigbienen in Deutschland zwischen 10 und 24%. Dies trifft aber nur auf den Teil der Honigbienen zu, der von Imkern gepflegt wird. Wildlebende Honigbienenvölker gibt es in Europa so gut wie gar nicht mehr. Die Honigbiene ist an sich sehr robust und kann die Auswirkung von Giftstoffen und schlechter Nahrungsversorgung sehr gut abpuffern, indem Nahrungsvorräte gelagert werden, fettbindende Giftstoffe über das Wachs „ausgeschwitzt“ oder die Verluste von Individuen durch extrem viele Nachkommen ausgeglichen werden. Für andere Insekten, die nicht in einem großen Bienenstaat organisiert sind und bei denen jedes einzelne Individuum bei der Fortpflanzung zählt, hat das Sterben eines Individuums viel größere Auswirkungen als bei Honigbienen. Das bedeutet: Wenn es der Honigbiene schlecht geht, können andere sensiblere Insektenarten schon längst nicht mehr überleben. Und es geht der Honigbiene schlecht.

    Der Verlust der Artenvielfalt ist dramatisch hoch. Geschätzte 16.5% der Insekten sind global vom Aussterben bedroht, in einigen Regionen sogar mehr als 30%. Für die Gruppen Bienen und Schmetterlinge sind es sogar mehr als 40%. Dieser Trend nimmt ständig zu. In Wirklichkeit sind diese Werte eher doppelt so hoch, denn zu mehr als der Hälfte der Arten liegen keine ausreichenden Daten für eine Bewertung vor (IPBES 2016).

    Für Deutschland sind genauere Beobachtungsdaten vorhanden. 52,2% aller Wildbienenarten Deutschlands stehen auf der Roten Liste (Binot-Hafke et al. 2011), sind also bestandesgefährdet, extrem selten oder bereits ausgestorben. Bei den Heuschrecken sind es 41,3% (Binot-Hafke et al. 2011), bei den Großschmetterlingen 37,5% (Binot-Hafke et al. 2011). Fast die Hälfte der Populationen aller betrachteten Insektenarten ist in den letzten 20 Jahren geschrumpft.

    Noch dramatischer werden diese Zahlen, wenn man sich detailliert anschaut, um wie viel die Insektenpopulationen geschrumpft sind. Auf europäischer Ebene ist die Bestandsdichte der Bienen um 37% und die der Schmetterlinge um 31% zurückgegangen (IPBES 2016). In Deutschland gibt es lokale Studien, die zeigen, dass in den letzten 20 Jahren die Biomasse (oder auch Individuenzahl) von Insekten um bis zu drei Viertel zurückgegangen ist. Im Zeitraum von 1989 bis 2013 reduzierte sich die Biomasse der Insekten im Naturschutzgebiet Orbroich, Krefeld, um 75% (Sorg et al 2013).

    Man sollte annehmen, dass die letzten Biotope, in denen sich eine hohe Artenvielfalt erhalten kann, die natürlichen Wälder sind. Jedoch zeigt sich, dass selbst der Leipziger Auwald, der noch über eine natürliche Baumartenzusammensetzung und sehr alte Bäume verfügt, nur noch ein Bruchteil der Insekten beherbergt wie vor 14 Jahren. In Zeitraum von 2002 bis 2016 sind dort 49% der Bienen- und Wespenarten verschwunden und ihre Individuenzahl hat sich um 71% verringert (Säring et al. 2016).

    Es gibt nicht nur weniger Arten, sondern die Arten, die übrig bleiben, kommen nur noch mit bedeutend weniger Individuen vor. Selbst Naturschutzgebiete können ihre ursprünglich hohe Artenvielfalt nicht mehr erhalten, denn alles ist miteinander verbunden, und auch sie sind von den Einflüssen der Umgebung abhängig.

    Der Verlust von Insekten hat Auswirkung auf die Vögel, die sich zum größten Teil von Insekten ernähren, auf die Bestäubung und die Artenvielfalt der Blütenpflanzen oder auch auf die Stoffumwandlung im Boden, die im ersten Schritt von Insekten verrichtet wird.

    Gerade für die Gruppe der „Bodenbefruchter“, Insekten und andere wirbellose Tierarten – die für die Fruchtbarkeit der Böden unverzichtbar sind – liegen jedoch keine Daten vor. Es ist davon auszugehen, dass ihr Verlust vermutlich noch höher liegt, da der größte Teil der Insektizide mit dem Regen in den Boden eingetragen wird.

    Eine große Bedeutung haben die Insekten bei der Verwertung von abgestorbenem organischem Material – sowohl auf die Überreste von Pflanzen als auch die Kadaver und die Fäkalien von Tieren. Der Stoffabbau und die Stoffumwandlung ist eine lange Kette von Verwertungsschritten, bei denen das organische Material immer weiter zerkleinert und schließlich von Mikroorganismen in seine einzelnen Moleküle zerlegt wird, um dann wieder von Pflanzen aufgenommen zu werden. Der erste Schritt in diesem Prozess wird von Insekten und wirbellosen Tieren wie Springschwänzen, Käfern, Milben, Motten und Regenwürmern geleistet. Ohne diese Insekten würden wir buchstäblich im Müll ersticken und der Boden würde nicht mehr über ausreichende Nährstoffe für Pflanzenwachstum verfügen.

    Die Abwesenheit von tierischen Bestäubern würde die Ernte unserer Nahrungsmittel um rund ein Drittel reduzieren. Lediglich die Ernten von windbestäubten Pflanzen wie Reis, Getreide, Trauben und Mais werden nicht von den Bestäubern beeinflusst. Einige Länder wie Libyen, Chile, Iran oder Neuseeland wären davon besonders betroffen.

    Die Bestäubungsleistung der Insekten sollte jedoch nicht nur als Nutzen für den Menschen betrachtet werden. Sie sorgt auch für die Fortpflanzung tausender Pflanzenarten und sichert somit die Vielfalt und Blütenpracht der Landschaft und die Nahrungsgrundlage für Vögel, andere Insekten und viele weitere Tierarten.

    Das Verschwinden der Pflanzenvielfalt hat zahlreiche Ursachen. Durch verbesserte Saatgutreinigung werden die Wildkräuter auf Ackerflächen immer seltener. Viele Nahrungspflanzen für Insekten werden in der modernen Landwirtschaft als Unkräuter bekämpft und mit dem Herbizid Glyphosat (das als RoundUp vermarktet wird) totgespritzt. Auch durch Überdüngung finden viele Arten keine passenden Lebensbedingungen mehr. Düngemittel und Herbizide werden durch Wind- und Wassererosion von den Feldern in die anliegenden Lebensräume übertragen. Mit dem Regenwasser werden Sie auch ins Grundwasser gespült und von dort fast überall hin. Viele Pflanzenarten sind angepasst an nährstoffarme Bedingungen. Durch Düngemittel steigt der Nährstoffgehalt der Böden an und nun sind es andere Pflanzenarten, die diese Bedingungen besser nutzen können, schneller wachsen und die ursprüngliche Pflanze kann dort nicht mehr überleben.

    m Jahr 1962 erschien das Buch “Der stumme Frühling” von Rachel Carson und lenkte das erste Mal die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit auf chemische Gifte, die in der Landwirtschaft gegen Schädlinge und Unkräuter eingesetzt werden. Das Buch führte in vielen Ländern zum Verbot des auch für Menschen hochgiftigen Insektizids DDT. 1981 folgte dann „Der Kreislauf des Giftes“ von David Weir und Mark Shapiro. Sie zeigten auf, dass Pestizide, die in den Industrienationen verboten waren, weiterhin in Entwicklungsländern angewendet werden. Es dauerte noch einmal 23 Jahre bis die Rotterdamer Konvention im Jahr 2004 beschloss, dass Forschungsergebnisse über die Gefahren von Pestiziden öffentlich gemacht werden müssen, um einen wirksamen Schutz zu ermöglichen. Außerdem trat im gleichen Jahr die Stockholmer Konvention in Kraft, nach der 8 Insektizide (DDT, Aldrin, Chlordan, Dieldrin, Endrin, Heptachlor, Mirex und Toxaphen), das Fungizid HCB und weitere Industriechemikalien international verboten wurden. (Markus 2014)

    Doch mit dem Verbot von bestimmten Stoffen, begann die Entwicklung anderer Stoffe, die oft noch toxischer waren. Die Auswirkungen lassen sich, wie die Erfahrung zeigt, nicht sicher während der Zulassungsprüfung abschätzen, sondern äußern sich leider erst, nachdem die Gifte schon einige Jahre verwendet werden. Das Neonikotinoid Imidacloprid ist nachweislich für die Ausrottung der Hummelart Bombus muscorum in großen Gebieten Hollands verantwortlich und wurde dort im Jahr 2007 in Gewässern mit Konzentrationen gemessen, die bis auf das 4770-fache der als unbedenklich eingestuften Menge erhöht waren (Tennekes 2010). Im Frühjahr 2008 starben am Oberrhein in Deutschland auf einen Schlag 11.500 Bienenvölker durch das Beizmittel Chlotianidin. In Schottland reduzierte sich die Anzahl von Hummelköniginnen innerhalb von 6 Wochen um 85%, wenn sie mit Imidacloprid belastet waren (Whitehorn 2012). Selbst in kleinen Mengen führen die Neonikotinoide zu Entwicklungsschäden und zu Gedächtnis- und Orientierungsverlusten bei Bienen und anderen Insekten (Tirado et al. 2013).
    Im Jahr 2013 wurden nach dieser belastenden Beweislage drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide (Imidacloprid, Clothianidin und Thiametoxam) aufgrund des Vorsorgeprinzips verboten. Dieses gilt solange, bis deren Unschädlichkeit gegenüber Nicht-Ziel-Organismen – also Lebewesen, die vom Insektizid nicht primär getötet werden sollen – bewiesen ist. Die Hersteller Bayer, BASF und Monsanto klagen gegen diesen Entscheid vor dem Gerichtshof der Europäischen Union auf Schadensersatz. Sie fechten damit das grundlegende Vorsorgeprinzip an. Noch ist kein endgültiges Urteil gefallen.

    Trotz diesem Entscheid wurde nicht die gesamte Gruppe der Neonikotinoide verboten. Es sind weiterhin andere Wirkstoffe dieser Gruppe zugelassen und werden noch immer in großem Umfang verwendet.

    Es gehört heute zum Standard, dass Getreide bereits vor der Aussaat mit Giften behandelt wird. Bei dieser sogenannten Beizung wird der Samen mit dem Insektizid ummantelt, das Insekten tötet, die bei der Keimung oder später zum Problem werden könnten. Das Gift wird vorbeugend mitgeliefert, selbst wenn nicht bekannt ist, ob überhaupt die Gefahr für einen Schädlingsbefall besteht. Es gibt oft nur ein einziges Insekt, dass für die Feldfrucht zum Problem werden könnte. Das verwendete Gift wirkt jedoch immer auch giftig für andere Insekten, die sogenannten Nicht-Ziel-Organismen. Sie leiden trotzdem darunter, selbst wenn es Nützlinge wie die Bienen sind, die dringende benötigt werden.

    Die Arbeitsgruppe BEAD (Biological and Economic Analysis Division) der Umweltbehörde der Vereinigten Staaten von Amerika (Myers et al. 2014) kam zu dem Schluss, „dass diese Saat-Behandlungen für die Soja-Produktion in den meisten Fällen einen vernachlässigbaren Gesamtnutzen haben. Die veröffentlichten Daten ergeben, dass meistens kein Unterschied bezüglich der Sojabohnen-Ernte besteht, wenn die Sojabohnen-Saat mit Neonikotinoiden behandelt wurde im Gegensatz zu keiner Behandlung zur Insektenbekämpfung.” Das bedeutet, diese Gifte zeigen nicht einmal einen wirtschaftlichen Nutzen bei ihrer Anwendung. Die Landwirtschaft ist nicht von ihnen abhängig.
    Verbote für einzelne Pestizidgruppen oder ein Nutzungsverbot auf einzelnen Flächen wird das Problem nicht lösen. Die Gifte gelangen durch Boden, Grundwasser und die Nahrungskette in das gesamte Ökosystem und werden langsamer abgebaut als sie sich neu anreichern. Es braucht eine Rückbesinnung in der Landwirtschaft auf die wirksame Zusammenarbeit von Mensch und Natur, bei der die Nutzung von Giften nicht notwendig ist. Die ökologische Landwirtschaft zeigt, wie man Insekten und Kräuter, die als ungebetene Gäste auf Agrarflächen durch eine Überpopulation zum Problem werden, auch ohne Gifte kontrollieren kann.

    Ein Insekt kann nur zum Schädling werden, weil wir ihm ein unnatürlich großes Nahrungsangebot liefern und bereits die Ursache für eine Disharmonie in der Natur legen. Dem kann entgegengewirkt werden, indem man kleinere Ackerflächen mit abwechselnder Feldfrucht nutzt. Sollte es dennoch zu einem Problem durch übermäßigen Insektenfraß kommen, kann das zu einem Teil bereits durch die natürlichen Feinde, meistens Vögel, gelöst werden. Vögel brauchen jedoch Hecken und Bäume zum brüten – Strukturen, die wir leider mehr und mehr abgeschafft haben und die es gilt wieder anzulegen. Neben Vögeln lassen sich auch zusätzliche natürliche Feinde ausbringen. Vielen Insekten haben andere Insekten, die Jagd auf sie machen. Marienkäfer machen Jagd auf Blattläuse. Gegen Weiße Fliegen in Tomaten- und Gurkenkulturen lässt sich die Wespe Eucarsia formosa einsetzen, gegen den Kohlweißling in Kohlplantagen kann man die Wespe Apanteles glomeratus einsetzen.

    Auch Bakterien wie Bacillus thuringiensis können eingesetzt werden, um die Raupen von bestimmten Motten zu bekämpfen. Andere Bakterien werden gegen Schildläuse oder Kartoffelkäfer eingesetzt. Pheromone und Sexuallockstoffe können genutzt werden, um gezielt bestimmte Insektenarten in Fallen zu locken. Borkenkäfer, die in Wäldern zum Problem werden, können mit solchen Fallen aus Entfernungen von 5 km angelockt werden (Markus 2014). Die Liste der alternativen biologischen Schädlingsbekämpfung ist noch länger und listet auch Viren, Pilze und Fadenwürmer.

    Auch ohne natürlich Feinde kann man einige Schädlinge mit der sogenannten Push-pull-Technologie kontrollieren. Man pflanzt innerhalb der Kultur eine Pflanze, die auf den Schädling abstoßend wirkt (push) und um das Feld herum eine Pflanze, die der Schädling noch lieber fressen mag als die eigentliche Feldfrucht (pull). Der Schädling zieht dann in den Feldmantel um. Die Methode zeigt sich in Ostafrika bei Maiszünsler-Motten sehr erfolgreich (Markus 2014).

    Die Metaanalysen von Jane Bengtsson und David Hole kamen nach der Auswertung von zusammen genommen 193 Studien zu dem Ergebnis, dass die Artenvielfalt auf ökologisch bewirtschafteten Agrarflächen im Durchschnitt um 30% erhöht ist und die Populationen von Schmetterlingen, Spinnen, Wanzen, Ameisen und Käfern deutliche erhöht sind (Bengtsson et al. 2005, Hole et al. 2005). Zugleich konnte eine Abnahme der Schädlinge beobachtet werden. Das kann mit der Anwesenheit der zahlreichen Nützlinge erklärt werden. Nützlinge, wie z.B. räuberische Insekten, vermehren sich bei ausreichendem Nahrungsangebot immer schneller als ihre Beute, die gleichzeitig dezimiert wird (Markus 2014). Durch diesen Vorteil setzen sich die Nützlinge auf Dauer durch. Man muss den Nützlingen jedoch durch den Verzicht auf Insektizide auch die Chance geben, sich überhaupt etablieren zu können.

    Pestizide sind nicht die alleinige Ursache für das Insektensterben, aber sie sind eine Ursache, die wir von heute auf morgen sofort abschaffen können – und wir sollten es tun.

    Die ökologische Landwirtschaft schafft es auch auf Herbizide wie Glyphosat zu verzichten. Durch die Nutzung angepasster Fruchtfolgen können sich Unkräuter nur schwierig auf dem Acker etablieren. Spezielle Maschinenhacken und Striegel werden erfolgreich eingesetzt um aufkeimende Unkräuter mechanisch zu beseitigen.

    Eine gewisse Verunkrautung unterhalb der Schadensschwelle tritt in der Regel als normale Begleiterscheinung des Pflanzenbaus auf, weshalb oft auch nicht von Unkraut sondern von Ackerbegleitflora gesprochen wird. Die zweifellos höhere Dichte und Vielfalt an Wildkräutern auf Bio-Flächen hat eine wesentliche Bedeutung für die Stabilität des Agrarökosystems sowie für die Erhaltung der Artenvielfalt. Von den Wildkräutern sind wiederum tausende Tier-, Insekten- und Mikroorganismenarten abhängig, die ebenfalls wichtige Funktionen im Naturhaushalt und im Boden erfüllen. Daneben verringern Unkräuter die Wind- und Wassererosion sowie die Auswaschung von Nährstoffen ins Grundwasser.

    Die Insekten sind Teil unserer Natur und ihre Aufgaben können nicht ersetzt werden. Wenn man sich der Welt der Insekten nähert, entdeckt man schon bald eine Intelligenz, Schönheit und Farbenpracht, wie man sie nur bei wenigen Tiergruppen findet. Insekten können wunderschön sein und haben schon so manche Hochkultur spirituell und künstlerisch inspiriert. Wir haben bereits viel von ihnen gelernt und uns wichtige technische, chemische und medizinische Lösungen von ihnen abgeschaut. Und es gibt noch viel mehr zu entdecken.

    Wir benötigen eine komplette Agrarwende hin zum ökologischen Landbau ohne synthetische Gifte, um unsere Umwelt zu erhalten, die Insekten zu retten und gesunde Nahrungsmittel zu produzieren. Wir können die Lösung dieses Problems nicht mehr allein der Politik und der Landwirtschaft überlassen. Die Insekten brauchen jetzt unsere Unterstützung. Und diese fängt zum Beispiel auf dem Teller an.

    Text: Sebastian Lars Hausmann (Doktorand Biologie, M.Sc. Biodiversität, Evolution und Ökologie; Mellifera Regionalgruppe Berlin)

    REFERENZEN

    Aizen, M A, L A Garibaldi, S A Cunningham & A M Klein (2009): How much does agriculture depend on pollinators? Lessons from long-term trends in crop production. Ann Bot 103:1579-1588.

    Bengtsson J, J Ahnström & A-C Weibull (2005): The effects of organic agriculture on biodiversity and abundance: A meta-analysis, Journal of Applied Ecology 42 (2005) 261–269

    Binot-Hafke M, S Balzer, N Becker, H Gruttke, H Haupt, N Hofbauer, G Ludwig, G Matzke-Hajek & M Strauch (Red.) (2011): Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands. Band 3: Wirbellose Tiere (Teil 1). Bundesamt für Naturschutz, Bonn-Bad Godesberg. – Naturschutz und Biologische Vielfalt 70 (3), 716 S., Euro 49,95. ISBN 978-3-7843-5231-2

    Bundesamt für Naturschutz – BfN (2012): Pressemitteilung zur Roten Liste, Band 3 – Wirbellose Tiere (Teil 1), bundesamt für Naturschutz, Bonn, August 2012

    Carson R (1990): Der stumme Frühling, Beck’sche Reihe, München, Erstausgabe 1962

    FAOSTAT – Food and Agriculture Organization of the United Nations. 2013. http://faostat3.fao.org/home/E; accessed November 2014.

    Hole D G, A J Perkins, J D Wilson, I H Alexander, P V Grice & A D Evans (2005): Does organic farming benefit biodiversity?, Biological Conservation 122 (2005) 113–130

    IPBES (2016): Summary for policymakers of the assessment report of the intergovernmental science-policy platform on biodiversity and ecosystem services (ipbes) on pollinators, pollination and food production, Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, ISBN: 978-92-807-3568-0

    Krebs A & F Amiet (2012): Bienen Mitteleuropas – Gattungen, Lebensweise, Beobachtung. Haupt Verlag, Bern, Stuttgart, Wien, 1. Auflage 2012, 423 p.

    Markus M (2014): Unsere Welt ohne Insekten? Ein Teil der Natur verschwindet. Frankh-Kosmos Verlag, Stuttgart, 2014, ISBN 978-3-440-14336-0

    Myers C, E Hill, A Jones, T Kiely (2014): Benefits of Neonicotinoid Seed Treatments to Soybean Production. The Biological and Economic Analysis Division (BEAD). United States Environmental Protection Agency. Office of Chemical Safety and Pollution Prevention. Peer Review Date: October 3, 2014

    Pimm S L & P Raven (2000): Biodiversity. Extinction by numbers. Nature, 403, 843–845. http://doi.org/10.1038/35002708

    Säring F, S Schaffer, R Richter, R Wolf & D Bernhard (2016): Untersuchung zum Vorkommen der Aculeata (Hymenoptera) im Kronenraum des Leipziger Auwaldes.

    Sorg M, H Schwan, W Stenmans A Müller (2013): Ermittlung der Biomassen flugaktiver Insekten im Naturschutzgebiet Orbroicher Bruch mit Malaise Fallen in den Jahren 1989 und 2013. Mitteilungen aus dem Entomologischen Verein Krefeld, Vol. 1 (2013), pp. 1-5

    Tennekes H (2010): The systemic insecticides: A disaster in the making, ETS Nederland BV, Zutphen, Niederlande (2010)

    Tirado R, G Simon & P Johnston (2013): Bye bye Biene? Das Bienensterben und die Risiken für die Landwirtschaft in Europa. Greenpeace Research Laboratories/Universität Exeter (England) 2013.

    Weir D & M Shapiro (1981): Circle of Poison: Pesticides and People in a Hungry World. Food First Books; First Edition (1981). ISBN 978-0935028096

    Whitehorn P R, S O’Connor, F L Wackers & D Goulson (2012): Neonicotinoid Pesticide Reduces Bumble Bee Colony Growth and Queen Production. Science, 336(6079), 351–352. http://doi.org/10.1126/science.1215025

  • No Sign of Swifts in May’s Britain

    No Sign of Swifts in May’s Britain

    Normally my first sighting of swifts – the dark, scythe-winged birds that scream over our summer rooftops – is on voting day in May. I can’t blame them this year. If I’d spent the past few months swooping over the Congo and Mozambique, I’d have shunned the cold grey mizzle that greeted voters yesterday. Swifts (Apus apus) are among the last summer visitors to arrive and the first to leave, flying south as soon as they have raised their young. They were made for flying and only touch down to nest. This year’s young may not return to breed for four years by which time they will have flown 300,000 miles non-stop. Swifts eat, sleep and even mate on the wing – the closest the bird world comes to Casanovas swinging from the chandeliers. The male will fly up behind the female, cling to her back and then mate as they glide through the sky. Don’t try this at home. As insect-eaters go they are kings, eating more different types of insect and spider – more than 300 – than any other UK bird. Swifts are also well named. Their streamlined build lets them nudge 70mph in open flight. Only a peregrine falcon is faster, hitting 200mph when it uses gravity to dive out of the sky on to a pigeon. This speed helps swifts fly about 500 miles a day in pursuit of food. They like to fly just ahead of weather fronts feeding on the updraft of insects but this can take them far from their nests. Happily they can leave their eggs to chill without harm for a few days while they range as far as Germany to avoid bad weather or find food. The oldest known swift was about 18 years old and must have flown about four million miles or the equivalent of eight round trips to the Moon. But swifts are in trouble so the RSPB wants your sightings. They have suffered a 47 per cent decline in 20 years. So when you see their aerobatics enjoy them while they last.

    Source: John Ingham in the Daily Express, 5 May 2017
    http://www.express.co.uk/comment/columnists/john-ingham/800567/Swifts-birds-sightings-spring-return-insect-eaters-decline-RSPB

  • Study finds link between neonic pesticides and decline of bumblebee queens

    Study finds link between neonic pesticides and decline of bumblebee queens

    A widely used pesticide harms bumblebee queens’ abilities to feed and reproduce, reducing the survival prospects for the pollinators that play a key role in food production, a new study co-authored by a University of Guelph professor shows. The research is the first on how queen bumblebees react to neonicotinoids, a class of insecticide used in agriculture, horticulture and flea treatment for pets. Declines in insect pollinators, including bees and butterflies, have been linked to neonicotinoids, in addition to loss of habitat, disease and climate change. The use of neonics, as they are known, is being phased out or restricted in several countries, including Canada. The new study adds to a growing pile of research that shows pollinators are under pressure at a time agricultural production is rising to meet increasing populations and a shift in appetites toward red meat and other land-intensive farm products. “Almost nothing’s been done on queen bees and we wanted to understand what the impacts of neonics might be on queen behaviour and queen reproduction,” said Nigel Raine, co-author of the study published in the biological research journal of the London-based Royal Society. “We’re moving toward an increased reliance on these pollinators and evidence suggests pollinators in most cases are declining,” said Dr. Raine, a professor at the University of Guelph. “So at some point, supply is going to fall below demand. …That’s obviously a concern from a food-production and food-security standpoint.” According to the United Nations’ Food and Agriculture Organization, bees pollinate 71 of the 100 crops that provide 90 per cent of our food. Much of this pollination, researchers say, is provided by wild, native bees, including bumblebees. Bumblebees pollinate several fruits and vegetables, including tomatoes, peppers and cucumbers. Their fat, fuzzy bodies make them well adapted to cool spring weather, said Sheila Colla, an assistant professor of environmental studies at Toronto’s York University, who has studied bumblebees for 10 years.
    Source: The Globe and Mail, May 2, 2017
    https://www.theglobeandmail.com/news/national/study-finds-link-between-neonic-pesticides-and-decline-of-bumblebee-queens/article34881017/

  • Bird populations in steep decline in North America

    Bird populations in steep decline in North America

    North America has more than a billion fewer birds than it did 40 years ago, with the snowy owl (Bubo scandiacus) and the chimney swift (Chaetura pelagica) just two of the better-known species in dramatic decline across the continent, a recent survey has found. The total number of continental landbirds stands at about 10 billion, down from about 11.5 billion in 1970. The study’s authors – a range of academic, activist and government bodies in Canada and the United States – list 86 of North America’s roughly 450 breeding species as vulnerable, with some populations expected to be halved in a matter of decades. Dozens of species lost more than 50 per cent of their populations between 1970 and 2014, from the obscure Sprague’s pipit (Anthus spragueii), the oak titmouse (Baeolophus inornatus), the bobolink (Dolichonyx oryzivorus)) to the familiar. Snowy owl populations, for example, fell 64 per cent in that time. Even relatively abundant birds are dwindling in number, the report says. Chimney swifts, field sparrows (Spizella pusilla) and short-eared owls (Asio flammeus) are among the common species that have lost more than half of their populations since 1970 and are expected to lose half of their current level in 40 years or less. Two groups of birds have been especially affected: grasslands species, which have been hurt by the conversion of their habitat into farmland, and insect eaters such as swallows and flycatchers, whose decline is less obvious but may be a result of falling insect populations related to pesticide use.

    Source: The Globe and Mail, September 14, 2016
    https://www.theglobeandmail.com/technology/science/report-finds-north-american-skies-quieter-by-15-billion-fewer-birds/article31876053/

  • Dem Maikäfer geht es „erbärmlich“

    Dem Maikäfer geht es „erbärmlich“

    Maikäfer (Melolontha) fliegen noch – aber auch in Brandenburg immer seltener. Naturschützer warnen: Geht der Bestand der nützlichen Käfer weiter zurück, sind viele Vögel vom Hungertod bedroht. Aber nicht nur als Vogelfutter braucht die Natur den Maikäfer. Die meisten Menschen kennen den Käfer mit den harten brauen Flügeln höchstens noch aus Wilhelm Buschs „Max und Moritz“ oder als Sumsemann in „Peterchens Mondfahrt“. An Massenvorkommen des Maikäfers kann sich vielerorts nur noch die heutige Großelterngeneration erinnern.

    „Ich freue mich inzwischen über jeden Maikäfer, den ich sehe“, sagt Werner Kratz, Landes-Vize des Naturschutzbunds (Nabu). Die Situation des Maikäfers sei heutzutage „erbärmlich“, weil man den Insekten vor allem mit dem Pestizid DDT in den 50-er und 60-er Jahren fast vollständig den Garaus gemacht habe. Plötzlich war der Käfer so gut wie ausgerottet – was sich bis in die heutige Zeit auswirkt. „Wir haben große Sorgen, dass der Maikäfer nicht mehr seine ökologische Funktion erfüllen kann“, erklärt Kratz.

    Der Naturschützer warnt deshalb davor, den Maikäfer ausschließlich als Schädling zu betrachten, der die Blätter der Bäume kahl frisst. Die Art sei unter ökologischen Gesichtspunkten sehr nützlich, weil sich ihre Käferlarve im Erdreich bewege. „Die Maikäfer sind Ingenieure im Boden – sie graben wie der Regenwurm Erde um“, erklärt der stellvertretende Nabu-Landesvorsitzende.

    Die Maikäfer gehören zur Familie der Blatthornkäfer, so genannt nach der Gestalt der Fühler, deren letzte Glieder blattförmig verbreiterte Lamellen aufweisen. Die als Engerlinge bekannten, bis fünf Zentimeter großen Maikäferlarven entwickeln sich meist vier Jahre lang vollständig im Boden und ernähren sich von Pflanzenwurzeln. „Die Schäden können ein Problem für Jungbäume sein“, sagt Kratz. Die meisten kahl gefressenen Bäume erholen sich wieder und bilden mit dem so genannten Johannistrieb im Juni noch einmal neue Blätter. Die Larven überwintern bis zu einen Meter tief im Erdreich und schlüpfen dann etwa Ende April – daher ihr Name Maikäfer.

    In Brandenburg flirren die braunen Käfer seit ein paar Jahrzehnten nur noch selten umher, auch wenn chemische Maikäfer-Bekämpfungsmittel in Deutschland nicht mehr zugelassen sind. „Der Maikäfer ist kein Thema mehr“, sagt Kratz. Dies habe weitreichende Folgen für die Nahrungskette. „Den meisten Vogelarten geht es schlecht, weil kein Futter da ist.“

    Quelle: Märkische Allgemeine, 17.05.17
    http://www.maz-online.de/Brandenburg/Dem-Maikaefer-geht-es-erbaermlich

  • Insektensterben und die Folgen

    Insektensterben und die Folgen

    Die Folgen des Insektensterbens sind schon heute zu spüren. Ein europäisches Forschungsprojekt zeigt, dass viele Wildblumenarten vom Aussterben bedroht sind. Denn fast 90 Prozent der Wildblumen sind von der Bestäubung durch Insekten abhängig. Weltweit könnten sich 75 Prozent unserer Nutzpflanzen ohne Bestäubung durch Insekten nicht fortpflanzen. Ohne Insekten fehlt zudem ein wichtiger Bestandteil der Nahrungskette für Fische und Vögel. Der Vogelforscher Hans Günther Bauer hat in Gegenden rund um den Bodensee festgestellt, dass Vogelarten, die sich von Großinsekten ernähren, stark abnehmen.

    ARD-Sendung über Insektensterben:
    http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/faszination-wissen/insektensterben-blumen-pflanzen-video-100.html
    Quelle: ARD, 17.05.17
    http://programm.ard.de/?sendung=28107115428759

  • Gartenvögel auf dem Rückzug in Münster

    Gartenvögel auf dem Rückzug in Münster

    Drastischer Rückgang der Gartenvögel. Die jüngste Gartenvogelzählung, die der Naturschutzbund ( Nabu) am Wochenende mit vielen Freiwilligen durchführte in Münster, brachte jede Menge Minuspunkte. Gegenüber dem Vorjahr weisen die populärsten Gartenvögel teils drastische Rückgänge aus. Der Haussperling (Passer domesticus) – minus 47 Prozent. Die Kohlmeise (Parus major) – minus 10 Prozent. Die Dohle (Corvus monedula) – minus 44 Prozent.

    Quelle: Westfälische Nachrichten, 16.05.2017
    http://www.wn.de/Muenster/2807718-Das-Schweigen-der-Voegel-Nabu-Zaehlung-Gartenvoegel-auf-dem-Rueckzug

  • Pesticides affect pheasant abundance in California

    Pesticides affect pheasant abundance in California

    Based on count data compiled from Breeding Bird Survey (BBS) from 1974 to 2012, Christmas Bird Count (CBC) collected from 1914 to 2013, and hunter data from Annual Game Take Survey (AGTS) for years 1948–2010, ring-necked pheasants (Phasianus colchicus) in California have experienced substantial declines in agricultural environments. An additional analysis using a restricted data set (1990–2013) indicated recent negative impacts on pheasant numbers associated with land use practices were also associated with relatively high levels of pesticide application. The use of insecticides such as organophosphates and neonicotinoids is pervasive in both agricultural and residential areas across California. Organophosphates affect functioning of nervous system bodies of insects and other organisms, and systemic insecticides such as neonicotinoids are absorbed by plants and transferred through the vascular system, making plants toxic to species that forage on them. Pheasant chicks depend on forbs and insects as forage and brood sizes have been shown to be significantly lower on plots sprayed with pesticides than control plots. Furthermore, spraying can result in overall food loss because considerable mortality of nontarget arthropods beneficial to farmland birds has been shown to occur following pesticide application.

    Source: Coates PS et al. Ecology and Evolation 2016
    http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/ece3.2675/epdf