Auteur: Henk Tennekes

  • Viele Arten kämpfen ums Überleben

    Viele Arten kämpfen ums Überleben

    Der 22. Mai war der Internationale Tag der biologischen Vielfalt – doch nach wie vor verschwinden viele Arten. Das von der Europäischen Union gesetzte Ziel, diese Entwicklung bis spätestens 2020 zu stoppen, wurde bislang nicht erreicht: „Es ist eher davon auszugehen, dass wir viele weitere Arten, Lebensräume und genetische Vielfalt bis zum Ende dieser Dekade verlieren werden“, sagt Gernot Segelbacher, Professor für Wildtierökologie und Wildtiermanagement der Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

    Vor allem die Vogelwelt hat in den vergangenen Jahren viele Arten verloren, Laut Angaben des Naturschutzbundes Nabu leben heute in Europa rund 450 Millionen Vögel weniger als noch vor drei Jahrzehnte, die Roten Listen werden immer länger. In Deutschland gibt es vor allem bei den Feldvögeln einen dramatischen Rückgang. „Arten der freien Landschaft, wie zum Beispiel das Rebhuhn, sind in vielen Gebieten mittlerweile ausgestorben“, erklärt Segelbacher. Bundesweit stehen die gedrungenen Vögel mit dem rostroten Kopf deshalb auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

    Auch die einst weit verbreiteten Feldlerchen und Kiebitze kämpfen mittlerweile um ihr Überleben; auch sie sind typische Bewohner offener Felder und Wiesen. So sind zwischen 1990 und 2013 in Deutschland 84 Prozent aller Rebhühner, 80 Prozent der Kiebitze und 35 Prozent der Feldlerchen verschwunden, wie aus einer Anfang des Monats veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht. Eine im August 2016 veröffentliche Studie mehrerer Forschungseinrichtungen und Verbände zu Feldvögeln kam zu dem Schluss, dass die Vogelschutzrichtlinie und Agrar-Umweltprogramme der Europäischen Union den Artenschwund bisher nicht umkehren konnten.

    Die Hauptgründe für den Rückgang der Feldvögel sehen Experten in der seit den 1970er Jahren immer stärker betriebenen industriellen Landwirtschaft, im steigenden Anteil von Mais- und Rapsmonokulturen sowie dem Einsatz von Pestiziden. „Die immer intensivere Landwirtschaft lässt selbst den früher fast überall anzutreffenden Vogelarten der Agrarlandschaft keinen Raum mehr zum Überleben“, erklärt Thomas Tennhardt, Vizepräsident des Nabu.

    „Nutzungsintensivierung und der Einsatz von Pestiziden, Überdüngung und verarmte Fruchtfolgen“ hätten in den letzten Jahrzehnten zu einem „massiven Verlust“ von Lebensräumen in der Agrarlandschaft und zu einer „enormen Belastung“ von Wasser, Böden und Klima geführt – mit der Folge, dass immer mehr Arten verschwunden seien.

    Wildtierökologe Segelbacher von der Universität Freiburg erklärt: „Eine leere Landschaft, die aus reinen Äckern ohne Randstreifen und Hecken besteht, macht es unseren Vögeln auch in einem aufgeräumten Wald schwer, Nahrung zu finden und erfolgreich Jungvögel aufzuziehen.“ Neben dem Verlust an Lebensraum sieht der Wissenschaftler auch im starken Schwund von Insekten eine wichtige Ursache für das „stille Sterben“ der Vögel. Denn die Kerbtiere – denen wiederum Pestizide und das Schwinden blütenreicher Wiesen zum Verhängnis werden – sind für viele Vogelarten eine wichtige Nahrungsquelle.

    So haben Insektenkundler nach Angaben des Nabu in einigen Gegenden Deutschlands in den vergangenen Jahrzehnten einen Rückgang allein der Fluginsekten um bis zu 80 Prozent festgestellt. Zu schaffen macht der Insekten-Exitus im Übrigen nicht alleine jenen Vögeln, die in der freien Landschaft heimisch sind, sondern auch jenen, die sich in unseren Gärten tummeln. Für den Rückgang der Vogelarten auf Feldern und Wiesen macht der Nabu vor allem die gemeinsame Agrarpolitik der EU verantwortlich, „bei der die Förderung größtenteils nach dem Gießkannenprinzip mittels pauschaler Flächenprämien ohne konkrete Natur- und Umweltleistungen für die Gesellschaft erfolgt“, wie es in einer Mittelung der Naturschützer heißt. „Damit muss endlich Schluss sein“, mahnt Thomas Tennhardt.

    Der Nabu fordert deshalb eine „grundlegende Reform der gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020“ und sieht vor allem auch die Bundesregierung in der Pflicht. „Ohne Druck aus Deutschland wird es keine ökologische Agrarreform geben“, sagt Tennhardt.

    Der Nabu sieht sich in seinen Forderungen – die von anderen Umweltverbänden geteilt werden – durch eine Bürgerbefragung der EU-Kommission bestätigt, an der mehr als 320 000 Menschen teilgenommen haben. Das Votum sei „eindeutig“, erklärt Tennhardt: Die Bürger verlangten darin „einen grundsätzlichen Wandel der EU-Agrarpolitik hin zu einer verantwortungsbewussten, fairen, nachhaltigen und gesunden Landwirtschaft für Mensch und Tier“.

    Quelle: Frankfurter Rundschau, 22.05.17
    http://www.fr.de/wissen/klimawandel/umwelt/voegel-viele-arten-kaempfen-ums-ueberleben-a-1283195

  • Wenn Blühstreifen kaum blühen

    Wenn Blühstreifen kaum blühen

    Schmetterlinge sind selten geworden. Auch den leuchtend roten Klatschmohn am Rande eines Ackers findet man kaum noch. Gefühlte Beobachtungen? Oder Realität? Geht es nach Thomas Starkmann von der Biologischen Station des Kreises Steinfurt sind „Ackerränder in der bekannten Form kaum noch sichtbar.“ Die Folgen seien durchaus sichtbar: „Wir beobachten einen großen Rückgang an Insekten. Weiter stellen wir fest, dass Vögel wie die Feldlerche oder der Kiebitz immer mehr Lebensraum verlieren. Das Rebhuhn kann durchaus schon als gefährdet bezeichnet werden.“

    Herbert Piepel, Pflanzenbauberater der Landwirtschaftskammer (Kreisstelle Steinfurt) kennt die Argumente. Piepel räumt ein, dass „eine intensive Landwirtschaft ihren Einfluss“ auf die Veränderungen habe. Gleichwohl gebe es Vorgaben, die die Landwirtschaft nicht zu verantworten habe. So sei etwa vorgeschrieben, dass die Blühstreifen gemulcht werden müssten. „Das organische Material darf nicht abgefahren werden.“ Die Folge: Es komme zu einer Vergrasung der Streifen, die dann wieder für Insekten weniger interessant seien. Wenn sich ein Landwirt entscheide, etwa auch Klatschmohn zu verwenden, entstünden schnell „lückenhafte Bestände“, in denen sich dann Brennnesseln oder Gräser breit machten. Das Programm sei grundsätzlich mit der „Forderung“ aufgelegt worden, „weil es mehr blühen soll.“ Allerdings: „Es ist nicht perfekt.“

    Quelle: Westfälische Nachrichten, 09.06.17
    http://www.wn.de/Muensterland/Kreis-Steinfurt/Greven/2851397-Bluehstreifen-Programm-Wenn-Bluehstreifen-kaum-bluehen

  • Im Wallis nehmen es die Weinbauern mit dem Einsatz von Pestiziden nicht so genau

    Im Wallis nehmen es die Weinbauern mit dem Einsatz von Pestiziden nicht so genau

    Ein Bericht der Denkwerkstatt Vision Landwirtschaft legt offen, dass der Einsatz von Chemieduschen von speziellen Helikoptern in den Rebbergen zwar effizient, aber ungenau ist. Die Pestizide würden nicht nur auf den Reben verteilt werden, sondern auch auf Strassen, an Waldrändern und in Bächen. Der Mindestabstand von 20 Metern würde systematisch missachtet werden, heisst es im Bericht. Der «Kassensturz» von gestern hat sich dieses Themas angenommen. Der Reporter der SRF-Sendung begab sich ins Wallis und fand beim Bach Tsatonire in Savièse Spuren von illegalen Gifteinsätzen. Abgestorbene Pflanzen wiesen unmittelbar beim Gewässer darauf hin, wobei die Reben direkt am Bach standen. Dabei müsste ein drei Meter breiter Grünstreifen frei von Pestiziden sein.

    «Dass hier übermässig Pestizide eingesetzt werden, bestätigt auch ein Bericht des eidgenössischen Wasserforschungsinstituts Eawag», berichtete der «Kassensturz». Das Institut habe die Tsatonire ein halbes Jahr lang untersucht und 64 unterschiedliche Pestizide gefunden. Einige in Konzentrationen, die sogar über dem gesetzlich zugelassenen Höchstwert liegen würden.

    Ein Weinbauer wurde auf die Pestizideinsätze angesprochen. Dass diese in den Bach gelangen würden, fände er «nicht gut, überhaupt nicht gut; aber es ist halt so». Eine Alternative zum Chemieeinsatz sähe er nicht. Entweder müsse er die Reben entlang des Baches ausreissen oder auf die Chemie verzichten.

    Vision Landwirtschaft kritisiert diese Gesetzesverstösse seit vier Jahren, geändert hat sich kaum etwas. In der TV-Sendung räumte Stéphane Emery von der Dienststelle für Landwirtschaft des Kantons Wallis ein, dass auf verschiedenen Parzellen in Rebbergen die Schutzstreifen zu Bächen fehlten und Pestizide illegal angewandt würden. Er sagte zudem, dass die Kontrollen nicht genügen würden. «Zurzeit werden die Kontrollen von einer externen Stelle ausgeführt. Wir müssen leider feststellen, dass diese Kontrollen nicht reichen, um auf diese illegalen Praktiken aufmerksam zu machen.» Emery versprach Verbesserung: Man wolle die Parzellen entlang der Bäche besonders genau kontrollieren. Im Falle eines Verstosses sollen Sanktionen ergriffen werden. Diese würden in diesem Jahr oder spätestens 2018 durchgeführt.

    Das Problem mit dem Gifteinsatz betrifft aber nicht nur das Wallis. So hält ein Bericht der Eawag fest, dass im Eschelisbach bei Güttingen TG am Bodensee 89 verschiedene Pestizide gefunden wurden. Roman Wiget, Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Wasserwerke Bodensee-Rhein, sorgt sich um die Schweizer Gewässer: «Die Pestizidbelastung des Trinkwassers durch die Landwirtschaft gehört zurzeit zu den grössten Bedrohungen des Trinkwassers.»

    Eine Karte des Bundesamtes für Umwelt fasst die kritischen Befunde zusammen. Rund 70 Prozent der Messstellen im landwirtschaftlich intensiv genutzten Mittelland hätten Rückstände von Pestizidabbauprodukten in Konzentrationen über dem Anforderungswert von Pestiziden, hiess es in der SRF-Sendung. «Die Situation ist darum auch aus unserer Sicht alarmierend und verlangt ein grundsätzliches Umdenken in der Landwirtschaft», erklärte Wiget.

    Zwar seien nach heutigem Stand die gemessenen Stoffe nicht gefährlich, meinte Kurt Seiler, Kantonschemiker des interkantonalen Labors Schaffhausen. «Aber sie kommen doch in recht hohen Konzentrationen vor, und sie sind sicher unerwünscht im Trinkwasser.» Problematisch sei ausserdem die Tatsache, dass sich diese Abbauprodukte im Boden anreichern. Selbst wenn man jetzt auf diese Wirkstoffe verzichten würde, hätte man noch während Jahren und Jahrzehnten Auswaschungen ins Grundwasser, gab Seiler zu bedenken.

    Quelle: 20 Minuten, 07.06.17
    http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Winzer-vergiften-Baeche–ndash–die-Behoerde-schaut-weg-14475814

  • Besorgniserregende Pestizid-Werte in Schweizer Gewässern

    Besorgniserregende Pestizid-Werte in Schweizer Gewässern

    Der Gemüse- oder Obstanbau kommt in der Schweiz kaum ohne Pestizid-Einsatz aus. Auch Obstbauer Roland Müller aus dem Kanton Thurgau setzt auf seiner Apfelkultur bei Bedarf Chemie ein. Er setzt die Mittel ganz korrekt ein, so wie es die Vorschriften vorsehen. Warum sich im Eschelisbach, gleich neben seinen Plantagen, trotzdem mehr als 80 Pestizide nachweisen liessen, kann er sich nicht erklären: «Wir bringen die Pestizide nach den Regeln aus, die uns vorgegeben sind. Wir halten die nötigen Abstände ein. Wir halten die Mittelwahl ein. Wie genau die Stoffe in den Bach kommen, ist mir ein Rätsel.»

    Auch wenn nicht alle Bauern so korrekt wie Roland Müller spritzen, erstaunt es dennoch, dass Gewässer derart belastet sind. Untersuchungen des EAWAG (Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz) haben gezeigt, dass Bäche in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten wahre Giftcocktails enthalten. Liegt es also an den Vorschriften, wie Pestizide ausgebracht werden? Reichen sie nicht aus, um die Gewässer zu schützen?

    Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) ist die Zulassungsbehörde für Pestizide in der Landwirtschaft. Die Behörde berechnet für jedes Pestizid das Giftrisiko. Das heisst, in welcher Konzentration das Pestizid in Gewässern zu erwarten ist. Das ist ein rein theoretischer Wert. «Kassensturz» liegen die Risiko-Berechnungen von zwölf Stoffen vor, welche die EAWAG in zu hohen Konzentrationen in verschiedenen Gewässern gefunden hat. Diese Werte, welche das BLW erstmals offengelegt hat, sind brisant. Denn sie liegen weit über den maximal zulässigen Werten. Damit gefährden sie Wasserorganismen.

    Zwei Beispiele: Für das Insektizid Chlorpyrifos-methyl beträgt der maximal zulässige Wert 0,05 Mikrogramm pro Liter. Das berechnete Risiko des BLW liegt aber bei 0,1 Mikrogramm pro Liter. Doppelt so hoch wie zulässig. Ein krasses Missverhältnis zwischen Grenzwert und berechnetem Risiko zeigt das Mittel Diuron. Zulässig wären nur 1,83 Mikrogramm pro Liter. Die vorhergesagte Konzentration beträgt jedoch 37,8 Mikrogramm pro Liter. Das Risiko, die Wasserorganismen zu schädigen, ist riesig.

    «Kassensturz» legt die Zahlen den Wasserexperten der EAWAG vor. Christian Stamm und sein Team haben den Vergleich studiert und kommen zum Schluss: «Wenn man diese beiden Werte vergleicht, ist das ein klarer Hinweis, dass diese Substanzen möglicherweise mit Risiko für die Gewässer zugelassen worden sind.» Diese Zulassungspraxis der Behörde erstaunt Stamm: «Ich ging bisher davon aus, dass Mittel nicht zugelassen werden, wenn die vorhergesagten Konzentrationen zu hoch sind.»

    Die Zulassungsbehörde bewilligt Pestizide mit einem hohen Risiko für Gewässerorganismen. Die Analyse der Daten zeigt, dass diese Pestizide dann auch tatsächlich Gewässerorganismen gefährden. Bei genauer Betrachtung der Daten fällt Stamm auf: «Die Substanzen, bei denen der berechnete Wert höher ist als der zulässige, sind genau jene, die man in den Gewässern in zu hoher Konzentration findet.»

    Warum lässt das BLW Pestizide zu, bei denen es aufgrund der Risiko-Berechnung weiss, dass sie den Grenzwert überschreiten werden? Eva Reinhard, stellvertretende Direktorin des BLW, verteidigt die Zulassungspraxis. «Wir wissen nicht, dass diese Stoffe den Grenzwert überschreiten werden. Das ist auch nicht immer der Fall. Wir wissen, dass das Potenzial dazu relativ hoch ist. Und dass wir hier in einem Risiko-Bereich sind, wo man zwei Mal hinschauen muss.» Es gebe auch Stoffe, die tatsächlich nicht zugelassen würden, so Reinhard. Bei anderen wäge man ab. «Da schauen wir, welche Konsequenzen es hätte, wenn wir den Stoff der Landwirtschaft nicht zur Verfügung stellen würden. Und da geht es natürlich vor allem um Ertragssicherheit. Wir wollen unsere eigenen Obst- und Gemüsekulturen, und das ist sehr schwierig ohne Pflanzenschutzmittel.»

    Mit anderen Worten: Die Behörde macht eine Abwägung zwischen Gewässerschutz und Landwirtschaft. Das BLW erkennt aber auch Defizite, so soll das Zulassungsverfahren für Pestizide transparenter werden. Falls man feststelle, dass ein Stoff nicht tragbar sei, werde das BLW wieder aktiv. So würden zurzeit die Auflagen im Bereich Abschwemmung – die Auswaschung von Pestiziden durch Regen in Bäche – erhöht.

    Bei drei der von «Kassensturz» kritisierten Stoffen wird das BLW bis Mitte 2018 die Zulassung wieder entziehen, bestätigt Reinhard. «Diese werden dann nicht mehr erhältlich sein»

    Quelle: SRF, 13.06.17
    https://www.srf.ch/news/schweiz/pestizide-im-wasser-behoerden-nehmen-hohes-risiko-in-kauf

  • Latijns-Amerika verliest de strijd tegen de woestijnvorming

    Latijns-Amerika verliest de strijd tegen de woestijnvorming

    Bijna 70 procent van de bewerkbare Zuid-Amerikaanse bodem kampt met erosie. Wereldwijd kampt 80 procent van de landbouwgrond met een matig tot ernstige vorm van erosie en 10 procent met lichte erosie. Slechts een tiende van de landbouwgrond op onze planeet is dus gezond. In Brazilië lijdt ruim de helft van de enorm uitgestrekte regio Nordeste (1,6 miljoen vierkante kilometer, één tiende van de totale oppervlakte van Brazilië of 2.5 maal de oppervlakte van Frankrijk) onder woestijnvorming. Dat heeft belangrijke gevolgen voor de maïs- en bonenteelt, twee basisvoedselgewassen van het land. In Argentinië, Mexico en Paraguay zijn er op meer dan de helft van het grondgebied problemen met bodemdegradatie en woestijnvorming. In Bolivia, Ecuador en Peru kampt tussen 27 en 43 procent van de oppervlakte met woestijnvorming. In Bolivia wonen zes miljoen mensen, drie kwart van de bevolking, in gebieden met bodemproblemen. In Chili bijvoorbeeld kampt 49 procent van het grondgebied met erosie en 62 procent met woestijnvorming.

    Volgens de Bodematlas van de VN-voedsel- en Landbouworganisatie (FAO) lijdt drie kwart van de bodem in El Salvador onder watererosie, terwijl in Guatemala 12 procent bedreigd wordt door woestijnvorming. De FAO benadrukt dat 95 procent van de voedingsproducten die de wereldbevolking eet, afkomstig is van grond die steeds meer uitgeput raakt. “Zonder een oplossing op lange termijn treffen woestijnvorming en bodemdegradatie niet alleen de voedselbevoorrading, maar leiden ze ook tot toenemende migratie, die de stabiliteit van veel landen en regio’s in gevaar brengt”, zei VN-secretaris-generaal Ban Ki-moon naar aanleiding van de problematiek.

    “Iedereen beseft hoe belangrijk water is, maar niet iedereen ziet in dat de bodem meer is dan iets waarop we lopen”, zegt Pilar Román van het Zuid-Amerikaanse kantoor van de FAO. “De bodem geeft ons voedsel, vezels, materialen om te bouwen, we halen er water uit, slaan er CO2 in op.” Er is eveneens een nauw verband tussen armoede, woestijnvorming en bodemdegradatie, zegt ze.

    Bron: De Wereld van Morgen, 15-06-16
    http://www.dewereldmorgen.be/artikel/2016/06/15/woestijnvorming-neemt-toe-in-latijns-amerika

  • Disturbing decline in silkworm and sphinx moth populations across northeastern North America

    Disturbing decline in silkworm and sphinx moth populations across northeastern North America

    With 165,000 described species worldwide, moths are among the most diverse and successful organisms on Earth. Let’s begin by distinguishing moths from butterflies. Butterflies have club-like knobs on the ends of their antennae and usually perch with their wings held upwards. Moths, on the other hand, tend to perch with their wings outspread and have antennae that closely resemble bird feathers. Both moths and butterflies make a protective covering for the pupal stage of development. Moths, however, make a cocoon, which is wrapped in a covering of silk, while butterflies make a chrysalis, which is hard, smooth and has no silk covering. Unlike their sun-loving cousins, most moths are nocturnal.

    Giant silkworm moths take their collective name both from their impressive size and from the fine silk they use to spin their cocoons. (Note: Commercial silk comes from the silkworm moth, which belongs to a different family.) They can turn up just about anywhere and are most active on warm, still nights after 10 pm. One of the best places to look for them is on large buildings with bright lights that shine onto walls.

    A group that warrants special attention from spring through fall is the sphinx and hawk moths (sphingids). Sphingids are often brown or grey in colour, moderate to large in size, and have narrow wings and sleek abdomens. This makes them fast flyers. Many have an impressively long proboscis for feeding on nectar. Although most Sphingids are either nocturnal or crepuscular (active at dusk and dawn), some species fly during the day. These include the gallium sphinx and the hummingbird clearwing moth. Night-flying sphingids are often attracted to tube-shaped white flowers with a strong scent.

    Unlike birds and mammals, there are still large gaps in our knowledge of Ontario’s moths. It is for this reason that the Toronto Entomologists’ Association (TEA) recently launched the Ontario Silk Moth and Sphinx Moth Atlas to gather data on their distribution, abundance and seasonal patterns. The TEA is asking people to contribute photo records of silk and sphinx moth sightings, including those needing an ID, to inaturalist.ca/projects/moths-of-ontario. The atlas already contains about 4,200 silk observations -many of them from older databases. It can be seen online at ontarioinsects.org/moth/. The hope is that the moth atlas will evolve into a rich dataset like the Ontario Butterfly Atlas, which can be seen at ontarioinsects.org/atlas.

    Researchers are seeing a disturbing decline in silkworm and sphinx moth populations across northeastern North America. This has been especially notable in species like the io moth and great ash sphinx.

    Source: The Peterborough Examiner, June 8, 2017
    http://www.thepeterboroughexaminer.com/2017/06/08/the-wonder-of-moths-many-to-see-and-study-in-peterborough-and-area

  • Mosquito Pesticide Sprayed All Over Miami Linked to Autism in Kids

    Mosquito Pesticide Sprayed All Over Miami Linked to Autism in Kids

    Every year toward the beginning of rainy season, dense clouds of black salt marsh mosquitoes begin rising from the Everglades and coastal wetlands and descending upon Miami. For years, Miami and the Keys have fought back with a powerful tool: permethrin, a pesticide effective at killing the insects before they can make life miserable for South Florida.

    But a new study suggests that chemicals like permethrin are also dangerous to humans. The peer-reviewed research looked at a small area in New York subjected to regular aerial spraying and found an association between the pesticide use and the development of autism in children who live nearby.

    The new research, published in Frontiers in Pediatrics, comes in a study headed by Steven D. Hicks, a medical researcher at Penn State University. Although researchers for years have suspected connections between autism and other developmental delays and pesticide, proving that tie has been difficult. Hicks and his team concentrated on Onondaga County in central New York, where the county government every year sprays pyrethroid pesticides — the class to which permethrin belongs — over a four-zip-code area called the Cicero Swamp to fight West Nile virus-carrying mosquitoes.

    His team obtained permission to review medical records from SUNY Upstate, the only regional children’s hospital in an 80-mile radius — meaning they could separate young people who lived in the pesticide application area from those who didn’t. When they compared autism diagnoses rates, the results were striking. “Zip codes with aerial pyrethroid exposure were 37 percent more likely to have higher rates of ASD/DD,” the authors write. “To our knowledge, this is the first study to show a relationship between the route of pesticide exposure and rates of neurodevelopmental delay. It raises intriguing questions about the safety of pesticide use in our society and how the manner in which those pesticides are applied might affect brain development in children.

    Source: Miami New Times, June 12, 2017

    Mosquito Pesticide Sprayed All Over Miami Linked to Autism in Kids

  • Bestrijdingsmiddelen bedreigen het bodemvoedselweb en dragen bij aan bodemdegradatie

    Bestrijdingsmiddelen bedreigen het bodemvoedselweb en dragen bij aan bodemdegradatie

    Volgens de Voedsel- en Landbouworganisatie van de Verenigde Naties (FAO) zijn gezonde bodems van cruciaal belang voor het verzekeren van voedselzekerheid, voldoende voedsel voor iedereen. Wereldwijd worden gezonde bodems echter bedreigd door ontbossing, groeiende steden, vervuiling, en onverantwoord landgebruik. De FAO stelt dat door het huidige tempo van bodemdegradatie de eerste levensbehoeftes voor toekomstige generaties in gevaar komen. De bodemdegradatie is een mondiaal probleem, maar ook in Nederland is het probleem onzichtbaar maar nijpend. Ooit was de Flevopolder, land gewonnen van de zee, de vruchtbaarste grond van Europa. In enkele decennia heeft Nederland echter “de mooiste tuin van Europa verknoeid”, zo stelt het jongste rapport van de Raad voor Integrale Duurzame Landbouw en Voeding (RIDV). Door onverantwoord bodemgebruik, gericht op hoge productie en korte termijn winst, zo staat in het rapport, is de vruchtbare bodem er in één generatie vrijwel doorheen gejaagd.

    Een gezonde bodem is een levende bodem. Het samenspel van microben, wormen, bacteriën en schimmels onttrekt zich aan het menselijk oog. De organismen in het bodemvoedselweb zorgen voor levering van nutriënten, afbraak van organisch materiaal, en draagt bij aan een goede bodemstructuur. Bodembiodiversiteit levert dus belangrijke ecosysteemdiensten.

    Door hun grote aantallen vormen bacteriën in veel gronden de grootste biomassa aan bodemleven. Bacteriën voeden zich met makkelijk afbreekbare organische stof. Ze zijn vervolgens prooi voor verschillende jagers die hoger staan in het bodemvoedselweb. Hierbij worden nutriënten vastgelegd en vrijgemaakt.

    Regenwormen worden onderverdeeld in drie functionele groepen: bodembewoners, strooiselbewoners en pendelaars. Strooiselbewoners leven dicht bij de oppervlakte en zetten plantenresten en mest om. Ze dragen weinig bij aan de bodemstructuur. Pendelaars graven blijvende verticale gangen in de bouwvoor en dragen daarmee bij aan goede waterinfiltratie en zuurstofvoorziening. Bodembewoners eten zich door de grond en dragen zo bij aan een goede bodemstructuur. Ze komen zelden aan de oppervlakte. Regenwormen hebben baat bij een voldoende vochtige grond en voldoende voedsel.

    Aaltjes (nematoden) kunnen worden ingedeeld aan de hand van de voornaamste voedselbron: plantenetende aaltjes, bacterie-eters, schimmeleters, roofaaltjes (die zich voeden met andere aaltjes en protozoën) en alleseters. Plantenetende aaltjes kunnen schade toebrengen aan gewassen. Dat is de reden waarom aaltjes in sommige teelten (bijvoorbeeld de lelieteelt) met aggressieve bestrijdingsmiddelen, zoals metam-natrium, worden bestreden. Dat terwijl ook andere maatregelen genomen kunnen worden, bijvoorbeeld een voldoende ruime vruchtwisseling. Andere aaltjes dragen juist bij aan ziektewerendheid.

    Schimmels vormen draden waarmee ze tussen bodemdeeltjes doorgroeien en dragen zo bij aan het aan elkaar kitten van bodemdeeltjes (aggregaatvorming). In tegenstelling tot bacteriën zijn schimmels in staat koolstofrijk organisch materiaal af te breken.

    Mycorrhizaschimmels leven in symbiose met plantenwortels. De plant levert energie aan de schimmel, en in ruil daarvoor levert de schimmel voedingsstoffen en water aan de plant. Met behulp van mycorrhizaschimmels kunnen planten een veel groter bodemvolume gebruiken voor de opname van bijvoorbeeld fosfaat. Ook kunnen mycorrhiza’s bijdragen aan ziektewerendheid. Vooral op schrale gronden hebben planten en mycorrhiza’s baat bij samenwerking. Het moge duidelijk zijn dat fungiciden een negatief effect hebben op bodemschimmels.

    Bodemorganismen maken deel uit van een voedselketen: het bodemvoedselweb. Schimmels en bacteriën staan onderaan deze keten en eten dood en/of levend plantenmateriaal. Bodemorganismen zoals protozoën, springstaarten, mijten , aaltjes en voeden zich met schimmels en/of bacteriën. Potwormen en regenwormen eten daarnaast ook dode plantenresten. Aan de top van het bodemvoedselweb staan predatoren zoals springstaarten, mijten en aaltjes die andere soorten springstaarten, mijten en aaltjes eten.

    Het rapport illustreert het verhaal van de geschiedenis van de landbouw in Europa. Door de industrialisatie van de landbouw is de aandacht voor de bodem drastisch afgenomen. Met de introductie van het industriële denken in de landbouw werd te veel aandacht gegeven aan wat meetbaar en zichtbaar is: een plant groeit ook prima op een mengsel van stikstof, fosfor en kalium (N, P, K). Voor het gemak werden de functies van de rest van het bodemleven buiten beschouwing gelaten. Schadelijke effecten van persistente bestrijdingsmiddelen op het bodemvoedselweb werden genegeerd (zie bijgevoegde publicatie).

    Bronnen:
    Dagblad Trouw, 26 april 2015
    https://www.trouw.nl/home/hoe-we-in-een-generatie-onze-vruchtbaarste-grond-vergalden~a750fbc7/
    Bodemacademie
    http://bodemacademie.nl/bodemkwaliteit/biologisch/ondergrondse-biodiversiteit/

  • Besmettelijke ziekte treft Drentse bijen

    Besmettelijke ziekte treft Drentse bijen

    Bij verschillende bijenvolken die onder het beheer vallen van één imker in Drenthe is volgens het ministerie van Economische Zaken de besmettelijk ziekte Amerikaans vuilbroed vastgesteld. Vanwege het besmettingsgevaar voor andere bijen zijn de volken geruimd. De besmette bijenvolken stonden op korte afstand van elkaar op twee locaties, in de gemeente Emmen en de gemeente Borger-Odoorn. In een straal van drie kilometer rond de bijenkasten is een vervoersverbod afgekondigd door het ministerie dat dertig dagen gaat duren. Amerikaans vuilbroed is een ziekte onder larven van de Europese honingbij. Besmette bijenvolken sterven langzaam uit omdat de jongste broed sterft. Imkers mogen geen honing afnemen van besmette bijen en mogen ook niet bestuiven. Voor mensen is de ziekte ongevaarlijk.
    Bron: RTV Drenthe, 09-06-17
    http://www.rtvdrenthe.nl/nieuws/122708/Besmettelijke-ziekte-treft-Drentse-bijen

  • Fischereiverband kämpft gegen Pestizide

    Fischereiverband kämpft gegen Pestizide

    Der Schweizerische Fischereiverband verlangt, dass weniger Pestizide aus der Landwirtschaft in Flüsse und Seen gelangen. Die gesetzlichen Grundlagen seien klar, liess sich SP-Ständerat und Fischerei-Verbands-Zentralpräsident Roberto Zanetti in einer Mitteilung vom Montag zitieren. Es gebe Abstandsvorschriften für den Einsatz von Pestiziden und Herbiziden. Doch trotz Kritik der Fischer unternähmen die Behörden nichts gegen Missbräuche. In einer von der Delegiertenversammlung verabschiedeten Resolution fordert der Schweizerische Fischerei-Verband Bund und Kantone auf, zu kontrollieren, ob die Bauern sich an die Abstandsvorschriften halten. Sei dies nicht der Fall, müssten Sanktionen ausgesprochen werden. Es gehe nicht an, dass die Landwirtschaft Milliarden an öffentlichen Geldern kassiere und gleichzeitig die Umwelt systematisch kaputt mache und damit Mensch und Tier gefährde, halten die Fischer fest.

    Der Verband unterstützt zudem zwei Volksinitiativen, für die zurzeit Unterschriften gesammelt werden. Eine ist die «Trinkwasser-Initiative», die Subventionen nur noch für Bauern zulassen will, die auf Pestizide und das vorbeugende Verabreichen auf Antibiotika verzichten. Die zweite fordert ein Verbot von synthetischen Pestiziden in der Landwirtschaft.

    Quelle: Tierwelt, 12.06.17
    http://www.tierwelt.ch/?rub=4495&id=44545