Auteur: Henk Tennekes

  • Due pesticidi possono danneggiare il cervello dei bambini

    Due pesticidi possono danneggiare il cervello dei bambini

    A lanciare l’allarme sono gli esperti di prodotti fitosanitari dell’Autorità europea per la sicurezza alimentare (Efsa) che propongono l’abbassamento dei livelli guida per l’esposizione ammissibile ai due neonicotinoidi tossici per il cervello dei più piccoli: acetamiprid e imidacloprid. Ad avvalorare i possibili rischi per la salute umana è la stessa finalità di questi composti, ovvero quella di paralizzare l’apparato nervoso degli insetti portandoli alla morte. Gli insetticidi in questione, spiegano gli esperti, “possono avere un effetto avverso sullo sviluppo dei neuroni e delle strutture cerebrali associate a funzioni quali l’apprendimento e la memoria”.

    A lanciare l’allarme sono gli esperti di prodotti fitosanitari dell’Autorità europea per la sicurezza alimentare (Efsa) che propongono l’abbassamento dei livelli guida per l’esposizione ammissibile ai due neonicotinoidi tossici per il cervello dei più piccoli: acetamiprid e imidacloprid. Ad avvalorare i possibili rischi per la salute umana è la stessa finalità di questi composti, ovvero quella di paralizzare l’apparato nervoso degli insetti portandoli alla morte. Gli insetticidi in questione, spiegano gli esperti, “possono avere un effetto avverso sullo sviluppo dei neuroni e delle strutture cerebrali associate a funzioni quali l’apprendimento e la memoria”.

    “Alcuni dei livelli guida attuali per l’esposizione ammissibile ai due insetticidi – aggiungo gli esperti – potrebbero non essere sufficienti a salvaguardare dalla neurotossicità nella fase di sviluppo e dovrebbero essere ridotti”.

    I neonicotenoidi accusati di interferire con lo sviluppo del cervello dei bambini sono gli stessi per i quali il 29 aprile scorso gli Stati membri dell’Ue non hanno raggiunto un accordo sulla proposta della Commissione di limitare l’uso agricolo di 3 di questi pesticidi (clothianidin, thiamethoxan e imidacloprid). 15 Stati hanno sostenuto la proposta di divieto, già appoggiata dall’Efsa, l’Autorità europea per la sicurezza alimentare, e da Apenet. Tuttavia altri 8 Stati, compresa l’Italia, hanno votato contro il divieto e 4 si sono astenuti. In assenza di una maggioranza, si è decisa la sospensione temporanea per due anni e la Commissione ha chiesto ulteriori indagini.
    Source: La Perfetta Letizia, 21.12.13
    http://www.laperfettaletizia.com/2013/12/due-pesticidi-possono-danneggiare-il.html

  • Was haben die Hirne von Bienen und Kleinkindern miteinander zu tun? Es sieht so aus, als würden beide durch Neonicotinoide geschädigt

    Was haben die Hirne von Bienen und Kleinkindern miteinander zu tun? Es sieht so aus, als würden beide durch Neonicotinoide geschädigt

    Neonicotinoide sind Pestizide. Pestizide werden vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt, um die Gesundheit von Kulturpflanzen zu erhalten und ihrer Vernichtung durch Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen. Die Neonicotinoide sind ja seit langem Thema im Zusammenhang mit dem Sterben von Bienenvölkern in den letzten Jahren. Es gibt nun eine Untersuchung des Bee Research Laboratory in Beltsville im US-Staat Maryland. Dort wurden die Pollen verschiedener Bienenstöcke analysiert. Danach enthielt eine Pollenprobe im Schnitt neun Pestizide, der Maximalwert waren 21 Pestizide. Insgesamt konnten 35 verschiedene Pestizide festgestellt werden. Herbizide waren in ca. einem Viertel, Insektizide und Fungizide in jeder Probe enthalten. Eine weitere Untersuchung der University of Dundee in Schottland ergab, dass die Neonicotinoide sich auf das Hirn von Bienen auswirken. Frühere Forschungen hatten festgestellt, dass sie die Orientierungsfähigkeit, die Lernfähigkeit und damit den Erfolg beim Pollensammeln beeinträchtigen. In der jetzigen Untersuchung wurden Konzentrationen eingesetzt, die die Bienen in der Natur vorfinden. Und es zeigte sich, dass Nervenzellen lahmgelegt wurden, so dass diese keine Impulse mehr weiterleiten konnten. Und jetzt komme ich zu dem Grund, der mich zu diesem Beitrag veranlasste. Es gibt eine weitere Untersuchung, die sich mit dem Einfluss auf Menschen befasst und zu dem Ergebnis kommt, dass Neonicotinoide das im Wachstum befindliche Hirn von Kindern beeinflussen. Dies haben japanische Forscher in Tierversuchen festgestellt.

    Neonicotinoide sind Pestizide. Pestizide werden vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt, um die Gesundheit von Kulturpflanzen zu erhalten und ihrer Vernichtung durch Krankheiten und Schädlingsbefall vorzubeugen. Die Neonicotinoide sind ja seit langem Thema im Zusammenhang mit dem Sterben von Bienenvölkern in den letzten Jahren. Es gibt nun eine Untersuchung des Bee Research Laboratory in Beltsville im US-Staat Maryland. Dort wurden die Pollen verschiedener Bienenstöcke analysiert. Danach enthielt eine Pollenprobe im Schnitt neun Pestizide, der Maximalwert waren 21 Pestizide. Insgesamt konnten 35 verschiedene Pestizide festgestellt werden. Herbizide waren in ca. einem Viertel, Insektizide und Fungizide in jeder Probe enthalten. Eine weitere Untersuchung der University of Dundee in Schottland ergab, dass die Neonicotinoide sich auf das Hirn von Bienen auswirken. Frühere Forschungen hatten festgestellt, dass sie die Orientierungsfähigkeit, die Lernfähigkeit und damit den Erfolg beim Pollensammeln beeinträchtigen. In der jetzigen Untersuchung wurden Konzentrationen eingesetzt, die die Bienen in der Natur vorfinden. Und es zeigte sich, dass Nervenzellen lahmgelegt wurden, so dass diese keine Impulse mehr weiterleiten konnten. Und jetzt komme ich zu dem Grund, der mich zu diesem Beitrag veranlasste. Es gibt eine weitere Untersuchung, die sich mit dem Einfluss auf Menschen befasst und zu dem Ergebnis kommt, dass Neonicotinoide das im Wachstum befindliche Hirn von Kindern beeinflussen. Dies haben japanische Forscher in Tierversuchen festgestellt.

    Es geht um zwei Stoffe, die die Entwicklung von Neuronen im Gehirn und die Bildung von Hirnstrukturen, die mit Lern- und Gedächtnisfunktionen zu tun haben, negativ beeinflussen.

    Die Lebensmittelbehörde der EU hat daraus bisher den Schluss gezogen, dass die Grenzwerte für diese Stoffe herabgesetzt werden sollen. Sie empfiehlt zum einen weitere Studien und schlägt vor, dass vor der Zulassung neuer Mittel zukünftig Studien vorgelegt werden müssen, ob deren Substanzen die Hirnentwicklung beeinflussen können.

    Die Hersteller der Mittel bestreiten einen möglichen Einfluss auf den Menschen. Aber die Geschichte lehrt leider, dass in vielen Fällen solche Einflüsse zu spät akzeptiert und die daraus folgenden Konsequenzen ebenfalls zu spät gezogen wurden.

    Blog: http://www.freiheitsauge.de/Home
    Quelle: Dieter Scholl, The Huffington Post, 23. Dezember 2013
    http://www.huffingtonpost.de/dieter-scholl/hirne-von-bienen-und-klei_b_4489823.html?utm_hp_ref=politik

  • Endangered Species Act Turns 40: A Look Back At The Landmark Environmental Law’s Successes And Failures

    Endangered Species Act Turns 40: A Look Back At The Landmark Environmental Law’s Successes And Failures

    Saturday, Dec. 28, will be the 40th birthday of one of the most significant pieces of environmental history in the U.S.: the Endangered Species Act. Now, with this landmark legislation entering its middle age, it’s an ideal time to reflect on where it has succeeded – and where it has fallen short. On balance, the ESA’s signature feature, the endangered species list, seems overwhelmingly positive. As of January 2013, the U.S. Fish and Wildlife Service has listed 2,054 species worldwide as endangered or threatened. Some 58 species have been taken off the list: 30 because they’ve recovered, 10 due to extinction, and 18 due to an error found in the original listing data. That might not seem like a resounding success on its face, but rebuilding the populations of species takes time – decades, often. In a 2012 report, the Center for Biological Diversity found that 90 percent of species covered by an ESA plan are recovering their numbers at the expected rate. “Few laws of any kind can boast a 90 percent success rate,” the CBD says.

    Saturday, Dec. 28, will be the 40th birthday of one of the most significant pieces of environmental history in the U.S.: the Endangered Species Act. Now, with this landmark legislation entering its middle age, it’s an ideal time to reflect on where it has succeeded – and where it has fallen short. On balance, the ESA’s signature feature, the endangered species list, seems overwhelmingly positive. As of January 2013, the U.S. Fish and Wildlife Service has listed 2,054 species worldwide as endangered or threatened. Some 58 species have been taken off the list: 30 because they’ve recovered, 10 due to extinction, and 18 due to an error found in the original listing data. That might not seem like a resounding success on its face, but rebuilding the populations of species takes time – decades, often. In a 2012 report, the Center for Biological Diversity found that 90 percent of species covered by an ESA plan are recovering their numbers at the expected rate. “Few laws of any kind can boast a 90 percent success rate,” the CBD says.

    One of the most iconic successes of the ESA is the bald eagle. The bird that graces America’s national seal came near extinction in the 20th century, largely due to widespread use of the pesticide DDT. Eagles ate prey tainted with the pesticide, which then accumulated in the birds’ bodies. This accumulation of pesticide caused the eagles to lay eggs with weak shells, often breaking much too early for the chicks to survive. A ban on DDT and habitat protections helped the bald eagle population in the lower 48 states rebound from a low of around 400 breeding pairs in 1963 to a high of 9,789 pairs today. The bald eagle’s recovery was strong enough to merit it being taken off the endangered species list in 2007.

    But criticisms abound. Getting on the endangered species list is no easy feat, with layer upon layer of bureaucracy and reviews and studies and comments and proposals. Dozens of plants and animals, such as the Amak Island song sparrow, are thought to have gone extinct while their cases were stuck in this legislative limbo. And many frustrated people may wonder why exactly projects that can bring jobs and enrich communities have to be put on hold to protect a stream for the snail darter.

    Still, “the act helps humans more than it hurts,” the Wisconsin State Journal said in an editorial on Thursday. “Protecting the bald eagle, for example, led to a better understanding of and restrictions on the pesticide DDT – benefiting the regal birds as well as humans. An endangered mint [the scrub mint Dicerandra frutescens] has been found to act as a natural insecticide. The anti-cancer drug taxol comes from an endangered tree.”

    (Technically, the Pacific yew, Taxus brevifolia, in which taxol was first discovered, is not endangered. It was thought to be threatened in the early 1990s — before it was found to be useful, the tree was routinely destroyed in logging operations – but the tree was never actually listed as endangered by USFWS. However, other species of yew that have been harvested for taxol have been listed as endangered by the International Union for Conservation of Nature, which keeps a Red List of species separate from the ESA’s list).

    That higher sentiment that man’s fate is intertwined with nature’s is what drove U.S. President Richard M. Nixon to first call for new endangered species protections back in the 1970s.

    “While we share our environmental problems with all the people of the world, our industrial might, which has made us the leader among nations in terms of material well-being, also gives us the responsibility of dealing with environmental problems first among the nations,” President Nixon said in a February 1972 special message to Congress. “We can be proud that our solutions and our performance will become the measure for others climbing the ladder of aspirations and difficulties; we can set our sights on a standard that will lift their expectations of what man can do.”
    Source: International Business Times, 26 December 2013
    http://www.ibtimes.com/endangered-species-act-turns-40-look-back-landmark-environmental-laws-successes-failures-1520646

  • Hiobsbotschaften zum Zustand der Biodiversität in der Schweiz – In den Alpen singen immer weniger Vögel

    Hiobsbotschaften zum Zustand der Biodiversität in der Schweiz – In den Alpen singen immer weniger Vögel

    Feldlerche (Alauda arvensis), Braunkehlchen (Saxicola rubetra), und Baumpieper (Anthus trivialis) verlassen nun auch scharenweise das Engadin, das unter Ornithologen als letzte Hochburg dieser typischen Vertreter des Kulturlands gilt. Diese jüngste Feststellung aus einer langen Liste von Hiobsbotschaften zum Zustand der Biodiversität in der Schweiz stammt von Forschern unter Leitung von Roman Graf von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, die Bestandsaufnahmen aus den Jahren 1987 und 1988 wiederholt haben.

    Feldlerche (Alauda arvensis), Braunkehlchen (Saxicola rubetra), und Baumpieper (Anthus trivialis) verlassen nun auch scharenweise das Engadin, das unter Ornithologen als letzte Hochburg dieser typischen Vertreter des Kulturlands gilt. Diese jüngste Feststellung aus einer langen Liste von Hiobsbotschaften zum Zustand der Biodiversität in der Schweiz stammt von Forschern unter Leitung von Roman Graf von der Schweizerischen Vogelwarte Sempach, die Bestandsaufnahmen aus den Jahren 1987 und 1988 wiederholt haben.

    Nach etwas mehr als zwei Jahrzehnten hat die Feldlerche auf den 12 Quadratkilometer grossen, repräsentativen Untersuchungsflächen zwischen Silsersee und Tschlin fast zwei Drittel ihres Bestands eingebüsst; beim Braunkehlchen und beim Baumpieper sind es rund die Hälfte. Die gesamte Anzahl an Revieren aller Brutvögel des Kulturlands hat insgesamt um ein Viertel abgenommen.

    Solche Bestandseinbrüche gehen meist mit einer Verschlechterung des Lebensraums einher. Tatsächlich haben im Engadin artenreiche Magerwiesen seit Ende der 1980er Jahre um 55 Prozent abgenommen; 17 Prozent der Feuchtgebiete sind verschwunden. Ein Zehntel der Wiesen wird deutlich intensiver genutzt: künstlich bewässert, stärker gedüngt, früher und oft häufiger gemäht. Dies zerstört die Gelege der drei oben genannten Wiesenbrüter regelmässig und verringert das Futterangebot.

    Das Engadin ist keine Ausnahme. Im ganzen Alpenraum gehe die biologische Vielfalt im Kulturland zurück, sagt Markus Jenny von der Vogelwarte Sempach. Im Berner Oberland und in der Zentralschweiz etwa gibt es vom Braunkehlchen nur noch vereinzelte Brutnachweise. In den Berggebieten der Schweiz finde eine ähnliche Entwicklung statt wie in den 1960er und 1970er Jahren im Mittelland, sagt der Agrarökologe: Die landwirtschaftliche Nutzung werde auf Kosten der Biodiversität intensiviert. Auch im Mittelland halten die Verluste an. Der Swiss-Bird-Index (SBI), der die Situation der Schweizer Brutvögel seit 1990 landesweit dokumentiert, zeigt einen anhaltend negativen Trend für jene Arten, für die die Landwirtschaft eine besondere Verantwortung trägt.

    Manch einer wundert sich angesichts dieser Entwicklung: Ist unsere Landwirtschaft nicht besonders verantwortungsbewusst? Bekommen die Betriebe nicht nur dann Direktzahlungen in Höhe von gesamtschweizerisch fast drei Milliarden Franken, wenn sie einen ökologischen Leistungsnachweis erbringen und mindestens sieben Prozent ökologische Ausgleichsflächen ausweisen?

    Die letzte Evaluation der Ökomassnahmen, die das Bundesamt für Landwirtschaft durchgeführt hat, datiert aus den Jahren 1996 bis 2005. Die gute Nachricht: Die Landwirtschaft hat im Mittelland, wo die ökologischen Defizite besonders gross sind, fast 12 Prozent ökologische Ausgleichsflächen ausgewiesen und damit das quantitative Ziel sogar übertroffen. Dennoch stellen die Forschenden von Agroscope den Flächen ein bescheidenes Zeugnis aus, wie dem Bericht zu entnehmen ist: «Das Ziel, mit dem ökologischen Ausgleich den Rückgang der gefährdeten Arten zu stoppen und ihre Wiederausbreitung zu ermöglichen, wird nicht erreicht.»

    Die Bilanz der ökologischen Ausgleichsmassnahmen blieb deutlich unter den Erwartungen. Was läuft schief? Aufschlussreich ist eine Anfang Jahr publizierte Studie eines Teams unter der Leitung von Thomas Walter von Agroscope zum Anteil qualitativ wertvoller Naturflächen im Kulturland. Im Mittelland liegt dieser Wert zwischen 2,2 und 4 Prozent. Es stellt sich also die Frage, was genau in den 12 Prozent ökologischen Ausgleichsflächen geschützt wird. Offenbar gibt es ein deutliches Defizit in der Qualität der ökologischen Ausgleichsflächen.

    Um den Grossteil der typischen Artenvielfalt des Kulturlandes im Mittelland zu erhalten, müssten je nach Region 60 bis 100 Prozent der ökologischen Ausgleichsflächen von guter ökologischer Qualität sein, das schliesst Walter aus seinen Ergebnissen. Mehr qualitativ hochwertige ökologische Ausgleichsflächen wären dabei durchaus im Sinne des Steuerzahlers, wie Forschende von Agroscope und der Universität Zürich zeigen konnten. Ihre Befragung hat ergeben, dass die Bevölkerung Landschaften mit wertvollen Ausgleichsflächen wie Hecken, Hochstamm-Obstgärten und Blumenwiesen sehr schätzt.

    Aus gewissen Landwirtschaftskreisen hört man jedoch immer wieder, dass es einen Konflikt zwischen Nahrungsmittelproduktion und Biodiversität gebe. Zu Unrecht, wie ein 50-köpfiges internationales Forschungsteam unter Schweizer Beteiligung zeigen konnte. Die in der Fachzeitschrift «Science» publizierten Resultate aus 19 Ländern beleuchten die Bedeutung der Artenvielfalt in Agrarlandschaften für die Sicherung der landwirtschaftlichen Erträge: Wildbienen und andere blütenbesuchende Insekten mit ihrer hohen Bestäubungsleistung sorgen für eine reichere Ernte. Doch diese Leistung der Natur ist weltweit in Gefahr, weil naturnahe Lebensräume im Kulturland zunehmend fehlen. Die Wissenschafter fordern deshalb den Schutz und die Neuanlage von blüten- und strukturreichen Lebensräumen im Kulturland.

    Gerade angelaufen ist das europäische Forschungsprojekt «Quantifizierung von Ökosystemdienstleistungen für eine nachhaltige Landwirtschaft». Ziel des Projekts, an dem auch Agroscope-Forscher beteiligt sind, ist es, den ökonomischen Wert naturnaher Lebensräume zu untersuchen. Im Zentrum stehen neben der Bestäubung auch die Schädlingsregulierung sowie der Schutz vor Bodenerosion und die Anreicherung von Humus im Boden. Bei Agroscope wird mit Blumenstreifen in Ackerkulturen experimentiert. Erste Resultate deuten darauf hin, dass solche «Nützlingsblühstreifen» zur Reduktion des schädlichen Getreidehähnchens in Weizenfeldern beitragen können.

    Um die Qualität von ökologischen Ausgleichsflächen zu erhöhen, versuchen Wissenschafter auch, die Bewirtschaftung bestehender Flächen zu optimieren oder neue Typen von Ausgleichsflächen ins Leben zu rufen. Bei ungedüngten Blumenwiesen etwa hat sich als problematisch erwiesen, dass die einzelnen Flächen komplett und alle fast gleichzeitig gemäht werden. Eine Untersuchung von ETH Zürich und Agroscope hat ergeben, dass nur wenige Insekten die Ernte überleben. Sie plädieren deshalb dafür, ungeschnittene Bereiche als Zufluchtsorte stehen zu lassen. Forschungsresultate zeigen, dass die Heuschreckendichte am Ende der Ernte in den Altgrasflächen zwei- bis dreimal höher war als vorher.

    Qualität und Quantität der einzelnen Ausgleichsfläche sind das eine; genauso wichtig sei aber, dass die Flächen vernetzt seien, sagt Jenny. Untersuchungen der Vogelwarte und der Universität Basel haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Feldgrille oder eine Grosse Goldschrecke anzutreffen, mit der Erreichbarkeit anderer Ausgleichsflächen steigt. Die einzelnen Flächen seien praktisch immer zu klein, um lebensfähige Tier- und Pflanzenpopulationen zu beherbergen. Ihre sinnvolle Anordnung und Vernetzung in der Landschaft ist deshalb unabdingbar.

    Während die Forschung Fakten präsentiert, stellt die Agrarpolitik die Weichen in Bezug auf die Ökologisierung der Landwirtschaft. Doch auch die neue Agrarpolitik 2014–2017 dürfte den Anreiz zu mehr ökologischer Qualität in den Ausgleichsflächen nur leicht verstärken, so Jenny. Der Wissenschafter weist allerdings darauf hin, dass bereits unter dem heutigen Agrarsystem viel möglich ist, wenn Landwirte motiviert und gut beraten sind.

    Im Rahmen einer Studie des Forschungsinstituts für biologischen Landbau und der Vogelwarte konnte in mehreren Fallbeispielen gezeigt werden, dass nach einer gesamtbetrieblichen Beratung der Anteil an wertvollen Ausgleichsflächen von 3,3 auf 8,5 Prozent stieg – ohne negative Auswirkungen auf die Produktion. Im Gegenteil: Das landwirtschaftliche Einkommen erhöhte sich dank den ökologischen Massnahmen gar um durchschnittlich 3500 Franken pro Betrieb und Jahr.

    Den Vorwurf, dass die ökologischen Ausgleichsflächen die Nahrungsmittelproduktion konkurrenzieren, hält Jenny für ein Scheingefecht. Auf den meisten Ausgleichsflächen wie Wiesen, Weiden und Ackerschonstreifen werden standortgerecht und nachhaltig tierische oder pflanzliche Nahrungsmittel produziert. Brachen, Säume und Hecken, die nur der Biodiversitätserhaltung dienen, machen lediglich 1,3 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus. Die dadurch verursachten Verluste an Lebensmitteln sollten laut Jenny im Verhältnis zur allgemeinen Verschwendung gesehen werden: Ein Drittel aller Lebensmittel wird nämlich weggeworfen.

    Verbesserungen erhoffen sich die Forscher von der Agrarpolitik 2018–2022. Die Diskussionen dazu sind bereits eröffnet. Immerhin soll der Erfolg oder Misserfolg in Zukunft messbar sein. Die Bundesämter für Umwelt und Landwirtschaft haben Agroscope beauftragt, ein Langzeit-Monitoringprogramm «Arten und Lebensräume Landwirtschaft» zu entwickeln (siehe Agrarbericht, Seite 95). Ziel ist es, alle fünf Jahre den Zustand der Artenvielfalt in der Kulturlandschaft und den Ausgleichsflächen zu erheben. Im kommenden Jahr wird der Routinebetrieb getestet. Dieser sollte 2015 beginnen, so dass 2020 eine erste Bilanz gezogen werden kann.

    Damit es keinen «stummen Frühling» gibt, hat die Gemeinde Tschlin im Engadin bereits reagiert: Zusammen mit engagierten Landwirten hat sie das erste Schutzgebiet für wiesenbrütende Vogelarten eingerichtet.

    Quelle: NZZ, 27.11.2013
    http://www.nzz.ch/wissenschaft/uebersicht/dem-kulturland-gehen-die-arten-aus-1.18192095

  • Grauammer droht auszusterben

    Grauammer droht auszusterben

    Die Grauammer (Emberiza calandra, Syn. Miliaria calandra), ein unauffällig grau-braun gestreifter Singvogel, ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht. Nur noch rund 100 Paare brüten hier. In den 1990er Jahren gab es noch 500 Brutpaare in der Schweiz, obwohl schon damals die Verbreitung der Grauammer im Vergleich mit den 1970er Jahren um die Hälfte geschrumpft war, wie der SVS/BirdLife Schweiz am Donnerstag mitteilte. Grund für den Rückgang des Bestands ist vor allem die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft.

    Die Grauammer (Emberiza calandra, Syn. Miliaria calandra), ein unauffällig grau-braun gestreifter Singvogel, ist in der Schweiz vom Aussterben bedroht. Nur noch rund 100 Paare brüten hier. In den 1990er Jahren gab es noch 500 Brutpaare in der Schweiz, obwohl schon damals die Verbreitung der Grauammer im Vergleich mit den 1970er Jahren um die Hälfte geschrumpft war, wie der SVS/BirdLife Schweiz am Donnerstag mitteilte. Grund für den Rückgang des Bestands ist vor allem die Intensivierung und Industrialisierung der Landwirtschaft.

    Im Rahmen des Programms «Artenförderung Vögel Schweiz» will der SVS/BirdLife Schweiz gemeinsam mit der Schweizerischen Vogelwarte und mit Unterstützung des Bundesamts für Umwelt den rund 18 Zentimeter grossen Vogel besser schützen. Kernstück der Projekte ist die Anlage von Buntbrachen mit einheimischen Wildkräutern.

    Solche Buntbrachen sind ökologisch sehr wertvoll, machen aber aktuell weniger als 0,5 Prozent der offenen Ackerfläche aus, wie es in der Mitteilung heisst. Die Grauammer bewohnt offene Lebensräume und ernährt sich die meiste Zeit des Jahres von Körnern. Während der Brutzeit ist sie auf wirbellose Tiere angewiesen, vor allem Insekten.

    Laut SVS/BirdLife Schweiz gibt es Anlass zur Hoffnung. So konnte die Grauammer in beispielhaften Schutzprojekten lokal gefördert werden. Ausserdem ist sie in Frankreich und Deutschland noch nicht so selten geworden wie in der Schweiz, so könnten sich Zuwanderer aus den Nachbarländern hier niederlassen, wenn ihre Lebensräume wieder hergestellt worden sind.

    Quelle: Schweizerbauer, 19.12.2013
    http://www.schweizerbauer.ch/tiere/uebrige-tiere/grauammer-droht-auszusterben-13714.html

  • Sag mir, wo die Amseln sind

    Sag mir, wo die Amseln sind

    Manfred Siering erinnert sich genau. “Früher, da hatten wir das ganze Jahr über wenigstens drei bis vier Amseln im Garten”, sagt der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern, “wir haben einige alte Eiben, da sind sie abends immer zum Schlafen reingeflitzt.” Und jetzt? “Jetzt ist nur noch ein altes Amsel-Weibchen da, alle anderen sind weg”, sagt Siering. “Ich kenne keine Vogelart, die so einen Schwund erlebt wie die Amsel.” Siering ist mit seiner Beobachtung nicht alleine. Überall aus Bayern erreichen den Vogelschutzbund LBV Meldungen, dass es immer weniger Amseln gibt.

    Manfred Siering erinnert sich genau. “Früher, da hatten wir das ganze Jahr über wenigstens drei bis vier Amseln im Garten”, sagt der Vorsitzende der Ornithologischen Gesellschaft in Bayern, “wir haben einige alte Eiben, da sind sie abends immer zum Schlafen reingeflitzt.” Und jetzt? “Jetzt ist nur noch ein altes Amsel-Weibchen da, alle anderen sind weg”, sagt Siering. “Ich kenne keine Vogelart, die so einen Schwund erlebt wie die Amsel.” Siering ist mit seiner Beobachtung nicht alleine. Überall aus Bayern erreichen den Vogelschutzbund LBV Meldungen, dass es immer weniger Amseln gibt.

    Ausgerechnet die Amsel (Turdus merula), möchte man ausrufen. Die Amsel ist doch der Allerweltsvogel schlechthin. In jedem Innenhof, in jeder Anlage, auf jedem Platz und erst recht in jedem Garten tummeln sich die schwarzgefiederten Vögel mit dem markanten gelben Schnabel und dem flötenden Gesang. In den Rankings der häufigsten Vögel in Bayern rangierten die Amseln mit den Kohlmeisen und Spatzen regelmäßig auf den Rängen eins bis drei. Doch nun ist alles anders.
    Nicht dass die Amsel plötzlich eine gefährdete Vogelart ist. Aber ob es die “Stunde der Wintervögel” oder andere Zählaktionen sind: Die Amsel kommt nicht mehr über Rang sechs hinaus – schon seit einigen Jahren. Nun sind die Vogelschützer gespannt, was die nächste “Stunde der Wintervögel” erbringt. Von 3. bis 6. Januar sind alle Vogelfreunde in Bayern aufgerufen, in ihren Gärten, in Innenhöfen, in Anlagen, an Futterhäuschen und auf Plätzen eine Stunde lang Vögel zu zählen und die Ergebnisse dem LBV zu melden. Besonderes Augenmerk sollen sie auf die Amseln legen.

    Es kommt immer wieder vor, dass eine Vogelart einen dramatischen Rückgang erlebt. Infektionen raffen mitunter Abertausende Tiere dahin. Das Usutu-Virus zum Beispiel, das durch Stechmücken übertragen wird und Vögel, Säugetiere und Menschen befällt, kam bis vor wenigen Jahren nur in Afrika vor. Im Zuge des Klimawandels hat es sich nach Norden ausgebreitet. Bei Menschen verläuft eine Infektion glimpflich, die Symptome ähneln denen einer Sommergrippe.

    Für Vögel ist sie tödlich. Im Sommer 2011 wurde das Virus erstmals im Drei-Länder-Eck Baden Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen an toten Amseln nachgewiesen. Zugleich berichteten Vogelfreunde, dass sie auffällig wenig Amseln beobachtet hätten.

    Auch ein so nasses und eiskaltes Frühjahr wie 2013 tut den Amseln nicht gut. “Da geht der Nachwuchs in den Nestern zugrunde, bevor er flügge ist”, sagt LBV-Chef Ludwig Sothmann. 2012 war es andersherum. Da war das Frühjahr so warm und so trocken, dass es kaum Regenwürmer im Boden gab. “Aber die sind die Hauptnahrung der Amseln”, sagt Sothmann. “Gibt es in der Brutzeit wenig Regenwürmer, fehlt auch der Nachwuchs.”

    Und dann ist da noch die Sache mit den Stadt- und den Waldamseln. Amseln waren durch die Jahrhunderte hinweg Zugvögel. Sie flogen in der kalten Jahreszeit gen Süden und überwinterten dort. Mit der Industrialisierung und der Urbanisierung folgten die Amseln den Menschen in die Städte und akklimatisierten sich im wahrsten Sinne des Wortes. “In den Städten ist es winters im Schnitt zwei, drei Grad wärmer als auf dem Land, außerdem ist das Nahrungsangebot besser”, sagt Sothmann. “Seit Anfang des 20. Jahrhunderts überwintern die Stadtamseln hier bei uns.”

    Die Waldamseln hingegen ziehen nach wie vor gen Süden. Das ist nicht der einzige Unterschied. Vogelexperten wie Siering wollen beobachtet haben, dass es nur die Stadtamseln sind, deren Zahl dramatisch schwindet. “Die Waldamseln sind offenbar deutlich vitaler.”

    Wie auch immer, beim LBV sind sie in großer Sorge. “Für gewöhnlich haben unsere Vogelarten ja eine so hohe Reproduktionskraft, dass sie massive Ausfälle binnen Jahresfrist wettmachen”, sagt Sothmann. “Dass die Amsel auf so niedrigem Level stagniert, ist nicht normal.” Sollte die “Stunde der Wintervögel” den Negativtrend bestätigen, wird der LBV dem Schwund wissenschaftlich auf den Grund gehen. “Dann starten wir ein Forschungsprojekt”, sagt Sothmann. “Die Amsel kennt ein jeder, sie ist der Vogel schlechthin. Wir dürfen nicht zusehen, wie sie immer seltener wird.”
    Quelle: Süddeutsche, 26.12.2013
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/weniger-singvoegel-sag-mir-wo-die-amseln-sind-1.1850247

  • Twee landbouwbestrijdingsmiddelen uit de familie der neonicotinoïden zijn mogelijk schadelijk voor ongeboren kinderen

    Twee landbouwbestrijdingsmiddelen uit de familie der neonicotinoïden zijn mogelijk schadelijk voor ongeboren kinderen

    Daarvoor waarschuwt het Europese Agentschap voor Voedselveiligheid (EFSA). De instantie vermoedt dat de middelen imidacloprid en acetamiprid de hersenontwikkeling schaden als zwangere vrouwen eraan blootgesteld worden. ‘Ze hebben mogelijk een negatief effect op de ontwikkeling van neuronen en hersenstructuren met leer- en geheugenfuncties’, aldus het onlangs gepubliceerde adviesrapport. Eerder wetenschappelijk onderzoek heeft een uitgebreide database met resultaten opgeleverd, aldus het rapport van de EFSA, maar nader onderzoek is nodig om de exacte effecten in kaart te brengen. Er is steeds meer bewijs voor de schadelijkheid van neonicotinoïden voor bloembezoekende insecten als honingbijen en vlinders. De Europese Commissie heeft een moratorium uitgevaardigd op de drie neonicotinoïden clothiadinin, imidacloprid en thiamethoxam. Ze worden veelal toegepast in bestrijdingsmiddelen waarin de zaden van onder meer maïs en veel groentesoorten gedompeld worden. Het middel verspreidt zich door de hele plant, inclusief nectar en stuifmeel. Zo zijn de middelen niet alleen dodelijk voor insecten als ritnaald, maar ook voor onschadelijke bestuivers.

    Daarvoor waarschuwt het Europese Agentschap voor Voedselveiligheid (EFSA). De instantie vermoedt dat de middelen imidacloprid en acetamiprid de hersenontwikkeling schaden als zwangere vrouwen eraan blootgesteld worden. ‘Ze hebben mogelijk een negatief effect op de ontwikkeling van neuronen en hersenstructuren met leer- en geheugenfuncties’, aldus het onlangs gepubliceerde adviesrapport. Eerder wetenschappelijk onderzoek heeft een uitgebreide database met resultaten opgeleverd, aldus het rapport van de EFSA, maar nader onderzoek is nodig om de exacte effecten in kaart te brengen. Er is steeds meer bewijs voor de schadelijkheid van neonicotinoïden voor bloembezoekende insecten als honingbijen en vlinders. De Europese Commissie heeft een moratorium uitgevaardigd op de drie neonicotinoïden clothiadinin, imidacloprid en thiamethoxam. Ze worden veelal toegepast in bestrijdingsmiddelen waarin de zaden van onder meer maïs en veel groentesoorten gedompeld worden. Het middel verspreidt zich door de hele plant, inclusief nectar en stuifmeel. Zo zijn de middelen niet alleen dodelijk voor insecten als ritnaald, maar ook voor onschadelijke bestuivers.

    Neonicotinoïden zijn neurotoxines die het zenuwstelsel van insecten aantasten. Eerder onderzoek met ratten wees al op de schadelijkheid ervan voor de ontwikkeling van hersenen van zoogdierfoetussen. Pasgeboren dieren die waren blootgesteld aan de pesticiden vertoonden onder meer kleinere hersenen, minder neurologische activiteit en een lager gewicht. Nu adviseert de EFSA dus om nader te onderzoeken wat de exacte gevolgen bij welke doses zijn, omdat ze vermoedt dat er een verband is met ontwikkelingsstoornissen bij ongeboren baby’s.
    Het agentschap adviseert de Europese Commissie om in elk geval de toegestane drempelwaarden voor de stoffen, de ‘aanvaardbare dagelijkse inname’ met twee derde te verminderen.

    Het rapport: www.efsa.europa.eu/en/efsajournal/pub/3471.htm

    Auteur: Wybe Fraanje. Friesch Dagblad, 24-12-2013

  • Das rätselhafte Verschwinden der Fasane – Sind Insektizide die Ursache?

    Das rätselhafte Verschwinden der Fasane – Sind Insektizide die Ursache?

    Wenn Werner Deitmar sich erinnert, dann schwärmt der Jäger von den einst großen Jagden auf Hase und Fasan (Phasianus colchicus) in seinem Revier in Hohenholte, Kreis Coesfeld. In langen Strecken wurden die erbeuteten Tiere einst aufgereiht. Seit 40 Jahren kennt der heute 64-Jährige das Revier. “100 und mehr Fasanenhähne haben wir in guten Jahren geschossen”, sagt Deitmar. Die weiten Felder des Münsterlandes waren ein Dorado für Niederwild. Doch die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Nicht einmal 20 Tiere hat er dieses Jahr erlegt. Er versucht es oft gar nicht, um die wenigen Fasane zu schonen. Zu den Treibjagden lädt er kaum noch Jagdfreunde ein. Schwankungen beim Fasanenbestand habe es immer gegeben, aber die seien vor allem durch die Witterung beeinflusst. Aber jetzt rätselt der Jäger, er hat keine Erklärung für das Fasanensterben.

    Wenn Werner Deitmar sich erinnert, dann schwärmt der Jäger von den einst großen Jagden auf Hase und Fasan (Phasianus colchicus) in seinem Revier in Hohenholte, Kreis Coesfeld. In langen Strecken wurden die erbeuteten Tiere einst aufgereiht. Seit 40 Jahren kennt der heute 64-Jährige das Revier. “100 und mehr Fasanenhähne haben wir in guten Jahren geschossen”, sagt Deitmar. Die weiten Felder des Münsterlandes waren ein Dorado für Niederwild. Doch die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Nicht einmal 20 Tiere hat er dieses Jahr erlegt. Er versucht es oft gar nicht, um die wenigen Fasane zu schonen. Zu den Treibjagden lädt er kaum noch Jagdfreunde ein. Schwankungen beim Fasanenbestand habe es immer gegeben, aber die seien vor allem durch die Witterung beeinflusst. Aber jetzt rätselt der Jäger, er hat keine Erklärung für das Fasanensterben.

    Deitmars Beobachtungen sind symptomatisch für die Niederwildreviere in NRW. Der Landesjagdverband hat seine Mitglieder jetzt in einer Blitzumfrage nach ihren Erfahrungen mit dem aktuellen Fasanenbesatz gefragt, und das Ergebnis ist alarmierend. “Es ist eine Katastrophe”, schreibt der Dürener Kreisjagdberater Hans Willi Dahmen. “Fasan stark rückläufig” heißt es aus Viersen. Gleiches hört man vom Hasen, die Meldungen aus Borken, Paderborn, Kleve, Coesfeld, sie klingen alle gleich. In einigen Revieren im Kreis Coesfeld äußerten die Jäger bereits die Befürchtung, “dass der Fasan in unserer Münsterländer Niederwildregion für immer verloren geht”. Eine sehr große Anzahl von Treibjagden wurde abgesagt – weil es einfach nichts zum Erlegen gibt. Fasan und Hase sind auf dem Rückzug, aber warum?

    Schießen die Jäger trotz niedriger Wildzahlen zu viele Tiere? “Nein”, sagt ausgerechnet Josef Tumbrinck, Vorsitzender des Naturschutzbundes NRW. “Ich würde ja vor zu hohen Abschüssen warnen, aber die Jäger haben schon selbst erkannt, dass es an der Zeit ist, weniger dieser Tiere zu jagen”, sagt Tumbrinck. Diese Diskussion ist bei den Jägern bereits entbrannt. So schreibt etwa Franz-Josef Schulze Thier, Landwirt und Vorsitzender der Kreisjägerschaft Coesfeld, in einer Jagdzeitung: “In vielen Revieren ist man sich einig – und dafür plädiere ich auch –, ganz auf die Bejagung des Fasans zu verzichten.” Es sei denn, die Tiere würden für die Erforschung der Ursachen zur Verfügung gestellt. “Wo kaum Wild ist, sollte man auch nicht jagen”, heißt es von der Kreisjägerschaft im Rheinkreis Neuss. So denken viele Jäger.
    Der Präsident des Landesjagdverbandes, Ralph Müller-Schallenberg, warnt davor, einer Seite die Schuld an der Niederwildmisere zu geben, und fordert eine wissenschaftliche Untersuchung des Artensterbens. Er fordert die Landesregierung auf, die Fallenjagd auf Marder und Co., also die natürlichen Feinde vieler Feldtiere, nicht immer weiter einzuschränken.

    Wildbiologen stehen beim Fasanensterben vor einem Rätsel. So konnten weder Chemikalien noch natürliche Feinde als eindeutige Ursache ausgemacht werden. “Alle Fachleute tappen im Dunkeln”, sagt Thomas Gehle, Referent für Niederwild bei der landeseigenen Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung in Bonn. Allerdings konnte gezeigt werden, dass die Rückgänge in optimalen Lebensräumen deutlich langsamer und gedämpfter ablaufen. Optimal, das sind aus Fasanensicht vor allem Flächen, auf denen es zur Brutzeit Deckung vor Feinden gibt, Hecken und weniger intensiv genutzte Äcker und Wiesen.

    So sieht das auch Jäger Werner Deitmar. Als es mehr Hecken, Brachflächen und ähnliches gab, sei sein Revier reich an Wild gewesen. Besonders in der Zeit, als der Staat Geld für die Teil-Stilllegung von Äckern zahlte, sei der Bestand an Fasanen besonders hoch gewesen. Doch heute werde jede Ecke und jeder Streifen Ackerland intensiv genutzt, etwa für Maisanbau, Grünroggen und Produkte für die Gewinnung von Biogas. Verständnis hat der Jäger für die Landwirte und deren wirtschaftlichen Druck, tragisch sei das Verschwinden des Niederwildes trotzdem

    Fieberhaft wird von vielen Seiten nach der Ursache des Fasanen- und Hasensterbens gesucht. Naturschützer Tumbrinck sieht die Schuld bei den Landwirten. “Die Zahl der Insekten sinkt durch den Einsatz von Chemikalien, dadurch fehlt den Fasanen die Nahrung”, sagt Tumbrinck und ergänzt: “Eine einzige Lösung aber gibt es sicher nicht – es gibt mehrere Möglichkeiten.”

    Auch Rolf Eversheim, Geschäftsführer der Jägerstiftung “Natur und Mensch”, gibt den Insektiziden eine Mitschuld am Rückgang der Fasane. “Die chemische Industrie, die solche Mittel herstellt, sollte sich an der Ursachenforschung finanziell beteiligen. Das macht sie aber seit Jahren nicht mehr, ein seltsames Zeichen”, sagt Eversheim. Er hat aber noch andere Vorschläge. “Jäger sollten in ihren Revieren Rabenvögel und Marder intensiver bejagen”, sagt Evers-heim. Während Hase und Fasan rückläufig seien, würde die Population dieser Tiere stetig steigen. “Außerdem schlagen wir vor, verstärkt Grasstreifen am Rand von Feldern stehen zu lassen.”

    Quelle: RP Online, 22.12.2013
    http://www.rp-online.de/nrw/das-raetselhafte-verschwinden-der-fasane-aid-1.3898367

  • Terwijl de bezorgdheid over de risico’s toeneemt, breidt het Ctgb de toepassingen van glyfosaat uit

    Terwijl de bezorgdheid over de risico’s toeneemt, breidt het Ctgb de toepassingen van glyfosaat uit

    Het College voor de toelating van gewasbeschermingsmiddelen en biociden (Ctgb) heeft tijdens de vergadering van 18 december 2013 besloten tot de toelating van vier nieuwe gewasbeschermingsmiddelen. Het Ctgb besloot ook tot uitbreiding van de toelating voor Panic Free, een middel op basis van de werkzame stof glyfosaat. De uitbreiding betreft het gebruik als onkruidbestrijdingsmiddel met de behandeling van de zwarte strook in de teelt van de steenvruchten. De nieuwe middelen met een toelating zijn Narita (een schimmelbestrijdingsmiddel op basis van de werkzame stof difenoconazool dat wordt toegelaten voor gewasbehandelingen in aardappelen), Balear 720 SC (een schimmelbestrijdingsmiddel op basis van de werkzame stof chloorthalonil dat wordt toegelaten in de teelt van wintertarwe, wintergerst, zomertarwe en zomergerst), Abringo (een schimmelbestrijdingsmiddel op basis van de werkzame stof chloorthalonil dat wordt toegelaten in de teelt van wintertarwe en zomertarwe) en Regalis Plus (een middel op basis van de werkzame stof prohexadion-calcium dat wordt toegelaten als groeiregulator in appel en peer. Het middel wordt tevens toegepast als kleine toepassing in druif).

    Het College voor de toelating van gewasbeschermingsmiddelen en biociden (Ctgb) heeft tijdens de vergadering van 18 december 2013 besloten tot de toelating van vier nieuwe gewasbeschermingsmiddelen. Het Ctgb besloot ook tot uitbreiding van de toelating voor Panic Free, een middel op basis van de werkzame stof glyfosaat. De uitbreiding betreft het gebruik als onkruidbestrijdingsmiddel met de behandeling van de zwarte strook in de teelt van de steenvruchten. De nieuwe middelen met een toelating zijn Narita (een schimmelbestrijdingsmiddel op basis van de werkzame stof difenoconazool dat wordt toegelaten voor gewasbehandelingen in aardappelen), Balear 720 SC (een schimmelbestrijdingsmiddel op basis van de werkzame stof chloorthalonil dat wordt toegelaten in de teelt van wintertarwe, wintergerst, zomertarwe en zomergerst), Abringo (een schimmelbestrijdingsmiddel op basis van de werkzame stof chloorthalonil dat wordt toegelaten in de teelt van wintertarwe en zomertarwe) en Regalis Plus (een middel op basis van de werkzame stof prohexadion-calcium dat wordt toegelaten als groeiregulator in appel en peer. Het middel wordt tevens toegepast als kleine toepassing in druif).

    Bron: Agri Holland Nieuws, 20-12-13
    http://www.agriholland.nl/nieuws/artikel.html?id=154904

  • Bladderpod to be listed as protected species on federal lands

    Bladderpod to be listed as protected species on federal lands

    Mid-Columbia farmers and private landowners won’t be expected to protect the White Bluffs bladderpod, a plant species the federal government will list as being threatened. A federal designation of critical habitat goes into effect today , but only on federal land, officials said. The U.S. Fish and Wildlife Service proposed extending protection last year to the plant’s habitat on 315 acres of private land in Franklin County, mostly farms, and 66 state-owned acres. However, Franklin County farmers and public officials were critical of the agency’s proposal and the process. They threatened legal action and hired University of Idaho DNA researcher Cort Anderson, who disagreed with Fish and Wildlife’s view that the plant is a distinct subspecies. But in its report, Fish and Wildlife said Anderson studied only three samples of White Bluffs bladderpod, not enough to change a peer review group’s opinion. “The results from that peer review were unanimous,” said Bridget Moran, Fish and Wildlife’s consultation and conservation planning division manager. The agency didn’t see the need to do its own DNA study and didn’t have the funding for it, Moran said.

    Mid-Columbia farmers and private landowners won’t be expected to protect the White Bluffs bladderpod, a plant species the federal government will list as being threatened. A federal designation of critical habitat goes into effect today , but only on federal land, officials said. The U.S. Fish and Wildlife Service proposed extending protection last year to the plant’s habitat on 315 acres of private land in Franklin County, mostly farms, and 66 state-owned acres. However, Franklin County farmers and public officials were critical of the agency’s proposal and the process. They threatened legal action and hired University of Idaho DNA researcher Cort Anderson, who disagreed with Fish and Wildlife’s view that the plant is a distinct subspecies. But in its report, Fish and Wildlife said Anderson studied only three samples of White Bluffs bladderpod, not enough to change a peer review group’s opinion. “The results from that peer review were unanimous,” said Bridget Moran, Fish and Wildlife’s consultation and conservation planning division manager. The agency didn’t see the need to do its own DNA study and didn’t have the funding for it, Moran said.

    McMullen said Fish and Wildlife has budgeted more than $600,000 on protecting the bladderpod this year, which makes him wonder why it can’t afford to do the research. The test cost the farmers $25,000.

    ‘Nothing was going to stop them’

    U.S. Rep. Doc Hastings, R-Pasco, is encouraged that Fish and Wildlife backed off its plan to designate private land as critical habitat, but still has serious concerns about how the decision was reached, he said.

    Hastings, chairman of the House Natural Resources Committee, held hearings on the bladderpod and other endangered species issues in Washington, D.C.

    “The service agreed, behind closed doors, to a deadline with litigious groups to list the bladderpod this year as part of its ‘mega-settlement’ of numerous lawsuits and it’s clear that nothing — not even new, contradictory independent science — was going to stop them,” he said in a statement.

    Fish and Wildlife’s refusal to use the DNA evidence that showed a 100-percent match with other bladderpod plants raises questions about the agency’s implementation of the Endangered Species Act, Hastings said. It likely means that the issue will be headed for the courts instead of using “common sense” and “best available science.”

    “Today’s decision is a concrete example of how the 40-year-old Endangered Species Act is in need of reform,” he said. “I will insist on an explanation and transparency relating to the service’s decision on the bladderpod, and as chairman of the Natural Resources Committee, I look forward to considering common sense reforms to the ESA in the months ahead.”

    Noah Greenwald, endangered species director with the Center for Biological Diversity’s Portland office, said his group’s settlement with Fish and Wildlife only required that the federal agency make decisions on plants and animals being considered for endangered species protection.

    Hastings is only interested in opposing endangered species protection, while Fish and Wildlife worked to accommodate all viewpoints, Greenwald said.

    “I think the fact that the Fish and Wildlife Service extended the comment period and delayed protection for eight months to take comments and testimony, just highlights the emptiness of his claims,” he said. “This provided ample opportunity for states, counties and private business.”

    Federal officials said new aerial photography surveying the plant’s habitat and visits with landowners led them to remove state and private lands from the protection plan.

    The change in critical habitat designation likely happened because the private land had been disturbed since Fish and Wildlife did its last aerial survey in the late 1990s, making it unsuitable for the bladderpod to grow, Greenwald said. That likely eliminated some of the already small area in which the yellow flowering plant can blossom.

    “It really highlights to me the fact that we need to protect these plants as quickly as we can,” he said.

    Fish and Wildlife also affirmed its decision to list the Umtanum desert buckwheat as threatened. It is believed to grow exclusively on federally owned land along the Columbia River in Benton County.

    McMullen is chairman of the Franklin County Natural Resources Advisory Committee, which advises county commissioners on environmental and agricultural issues. The group plans to meet early next year to come up with its next step, he said.

    Officials fear Fish and Wildlife could see pesticide spraying or landslides caused by irrigation as threats to the bladderpod. That could lead it to prevent agriculture within a buffer zone around the 2,033 acres of critical habitat it now has in the federally owned Hanford Reach National Monument.

    “It becomes a large amount of acres that are not available for agriculture,” commission Chairman Rick Miller said.

    Fish and Wildlife’s decision could leave little choice but to seek litigation, McMullen said.

    “In my view, seeing what U.S. Fish and Wildlife has done is rather an empty gesture, because at any time they can impact agriculture with a buffer,” he said.

    But McMullen hopes to talk with Fish and Wildlife about seeing if the White Bluffs bladderpod will indeed grow in other areas, possibly making it less threatened, he said.

    The critical habitat will have no impact on private landowners, Moran said. Any changes to the critical habitat would require another notification and comment period.

    She thanks private landowners for their help in letting agency officials see their property so they could cut back the critical habitat.

    “That information was not available to us without the opportunity to partner with them,” she said

    Read more here: http://www.bellinghamherald.com/2013/12/19/3382147/bladderpod-to-be-listed-as-protected.html#storylink=cpy