Meer dan tien jaar worden in het Cadoelerveld, een privé-natuurterrein tussen Vollenhove en Zwartsluis, vlinders geteld. Het Cadoelerveld aan de Oppen Swolle heeft een oppervlakte van 2,5 hectare. De voormalige weilanden zijn in het voorjaar van 2002 opnieuw ingericht en inmiddels veranderd in vochtig en droog schraalland. Hier zijn 267 soorten planten geteld, 25 soorten dagvlinders waargenomen en 116 soorten vogels. In navolging van het landelijke beeld kent het Cadoelerveld dit jaar een slecht vlinderjaar. Het is volgens eigenaar Wim Temmink zelfs het slechtste vlinderjaar sinds 2005, toen is begonnen met vlinders tellen op een daarvoor uitgezette vaste route. “Vooral het vrijwel ontbreken van het icarusblauwtje heeft bijdragen aan de negatieve score”, aldus Temmink. “Alle voorgaande jaren was het icarusblauwtje de meest getelde vlinder op het Cadoelerveld.” 2013 was een topjaar voor het icarusblauwtje (Polyommatus icarus), toen werden maar liefst 1.250 exemplaren geteld. “In 2016 nog slechts vier! De populatie is dus vrijwel weggevaagd”, betreurt Temmink, die aangeeft dat het aantal sinds het topjaar 2013 terugliep. Vorig jaar werden nog 154 exemplaren geteld.
Bron: De Stentor, 22-11-16
http://www.destentor.nl/regio/steenwijkerland/icarusblauwtje-grote-verliezer-cadoelerveld-1.6669169
Auteur: Henk Tennekes
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Het icarusblauwtje komt nauwelijks meer voor in het Cadoelerveld
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New study reveals alarming decline of Patagonian geese
In the early 20th century, tens of thousands of Ruddy-headed Geese crowded the deserts of Patagonia. Today, they have become a rare sight. However, they still inhabit the Falkland Islands (Malvinas) in large numbers and some argue that these island-dwellers could be the key to one day repopulating the continental. However, in a blow for the future of this species, a new study reveals reintroduction might not be possible. Feeding on stems and leaves in the grasslands, their proximity to agricultural lands landed them into trouble in the 1930s, when the Argentinian government assumed they competed with sheep and cattle stocks for grassland resources. As a result, they were considered a pest, and intense persecution resulted in steep declines in the mainland population. In the meantime, the non-migrant population inhabiting the Falkland Islands (Malvinas) was also being removed – but unlike their migrant continental equivalents, they were able to recover. According to a new study supported by Aves Argentinas (BirdLife Partner), the Ruddy-headed Goose (Chloephaga rubidiceps) has gone from being described as the most abundant goose in the Patagonian steppe to having a population of around 800 individuals, a 90% decrease since the early 20th century. The continental populations face now an uncertain future as the species struggles to make a comeback because their reproductive activity has diminished significantly. Their first successful nesting in Argentinean part of Tierra del Fuego was recorded just last year, after a period of 20 years with no recorded egg-laying.
Source: Birdlife, 22 November 2016
http://www.birdlife.org/americas/news/new-study-reveals-alarming-decline-patagonian-geese -

Versuchskaninchen Mensch: Pestizid-Grenzwerte bieten keine Sicherheit
«Es wurden keine Grenzwerte überschritten.» So steht es in praktisch jeder Untersuchung zu Pestiziden in Lebensmitteln. Alles also kein Problem? Im Gegenteil, wie Greenpeace Schweiz mit einer Studie jetzt zeigt: Grenzwerte werden auf Wunsch der Industrie so festgelegt, dass diese kaum überschritten werden können. Die Gesamtbelastung durch Giftstoffe, denen jeder Mensch täglich ausgesetzt ist, wird dabei auf mehreren Ebenen völlig ausgeblendet. Parkinson, Autoimmunerkrankungen, Lymphdrüsenkrebs, Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) sind Beispiele von Krankheiten, die unter anderem mit Pestiziden in Verbindung gebracht werden. Grenzwerte für Pestizide in Lebensmitteln sollten so gesetzt werden, dass die KonsumentInnen vor gesundheitlichen Schäden geschützt werden. In der Praxis sieht es anders aus: In der Studie «Gesetzliche Grenzwerte für Pestizide im Essen. Alles sicher?» (bit.ly/2g9YWdF) zeigt Greenpeace Schweiz jetzt auf, dass die Grenzwert-Festlegung die Interessen der Agrochemie stärker schützt als die Gesundheit der KonsumentInnen. Bereits die Ermittlung der duldbaren täglichen Aufnahmemenge (Acceptable Daily Intake, ADI) ist ein Ratespiel: Dieser wird in der Regel über Tierversuche mit Mäusen und/oder Ratten ermittelt. Zur Ermittlung des Schwellenwertes, ab welcher keine negativen Auswirkungen eines Wirkstoffes mehr gemessen wird, werden die Entwicklungsneurotoxizität und Entwicklungsimmuntoxizität zum Beispiel nicht standardmässig gemessen. Um die unterschiedlichen Empfindlichkeiten zwischen Tier und Mensch sowie innerhalb der Menschen abzubilden, wird der Wert in der Regel einfach durch 100 dividiert, um den ADI für den Menschen zu erhalten. Dabei wurden bereits zwischen verschiedenen Rattentypen Unterschiede in der Empfindlichkeit von über Faktor 800 gemessen. Auch Menschen können sehr unterschiedlich reagieren und gerade empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Kleinkinder werden deshalb nicht ausreichend geschützt. Dass Stoffe, die auf dasselbe Organsystem wirken, sich additiv oder gar potenzierend auswirken können, wird überhaupt nicht berücksichtigt. Auch die Wirkung von Zusatzstoffen ist nicht Gegenstand der Prüfung. Noch fragwürdiger ist der Prozess zur Festlegung eines Pestizid-Grenzwertes in einem Lebensmittel. Hierzu führt der Antragsteller (meist der Hersteller eines Pestizids) acht bis zwölf Feldtests in verschiedenen Anbauregionen mit dem jeweiligen Pestizid in einer bestimmten Kultur durch. Der höchste gemessene Rückstand wird danach als Basis für die Festlegung des Grenzwertes genommen. Die Prüfung, ob dadurch möglicherweise der ADI überschritten werden kann, erfolgt aber nicht mit dem Grenzwert, sondern mit dem Median der gemessenen Rückstände aus den Feldversuchen. Dieser blendet die Hälfte der Messwerte aus und ist im Mittel sieben mal tiefer als der Grenzwert. Dies kann dazu führen, dass die duldbare Aufnahmemenge für gewisse Bevölkerungsgruppen deutlich überschritten wird. Erstaunlich ist auch, wie oft Grenzwerte angepasst werden. Seit dem Juni 2014 hat die EU 42 mal Änderungen an Grenzwerten vorgenommen. Teilweise wurden Werte nach unten angepasst, weil die tägliche Aufnahmemenge überschritten wurde – wie beispielsweise kürzlich bei Chlorpyrifos. In den meisten Fällen werden Grenzwerte jedoch auf Antrag der Hersteller nach oben angepasst, u.a. weil geltende Werte wegen schlechter landwirtschaftlicher Praxis zu oft überschritten wurden. Dies zeigt, dass nicht die Gesundheit der Bevölkerung im Mittelpunkt steht, sondern die Wünsche der Industrie und der Landwirtschaft. Greenpeace-Agrarexperte Philippe Schenkel sagt dazu: «Bei der Risikobewertung sowie der Festlegung von Grenzwerten wird die Hintergrundbelastung der Bevölkerung ausser Acht gelassen. Dabei ist diese neben Pestiziden einer Vielzahl weiterer Chemikalien ausgesetzt, die auf die gleichen Organe wirken können.» So nimmt beispielsweise der grösste Teil der Bevölkerung bereits mehr neurotoxisch wirkendes Blei auf als empfohlen. Die Risikobewertung geht aber davon aus, dass es neben der zu bewertenden Substanz keine weiteren Belastungen gibt. Ein Paradigmenwechsel ist notwendig: An erster Stelle muss die Reduktion der Gesamtbelastung stehen. Generell muss sich die Landwirtschaftspolitik an der besten Praxis orientieren und nicht an den Schadstoffmengen, die eine Mehrzahl der Produzenten erreichen kann beziehungsweise will. Für Pestizide sollte ein Summengrenzwert von 0.01mg/kg eingeführt werden, da es durchaus möglich ist, Lebensmittel ohne Pestizidrückstände zu produzieren.
Quelle: Greenpeace Schweiz, 23.11.16
Internet: http://www.greenpeace.org/switzerland/de/ -

Health Canada proposes ban of bee-killing neonicotinoid pesticide
Health Canada is proposing a ban on almost all uses of a controversial neonicotinoid pesticide called imidacloprid, saying it is seeping into Canadian waterways at levels that can harm insects and the ecosystem. Neonicotinoid pesticides, the most widely used class of insecticides in the world, have faced increasing restrictions because of the risk they pose to bees, but have been allowed in Canada for agricultural and cosmetic purposes. Today, Health Canada released its draft risk assessment for imidacloprid for public comment. “Based on currently available information, the continued high-volume use of imidacloprid in agricultural areas is not sustainable,” the assessment states.It proposes phasing out all agricultural uses of imidacloprid, and a majority of other uses, over the next three to five years.
“I’m really surprised,” said Mark Winston, a professor of apiculture at Simon Fraser University and senior fellow at the university’s Centre for Dialogue. “To take an action to phase out a chemical that is so ubiquitous, and for which there is so much lobbying pressure from industry, I think that’s a really bold move.”
Imidacloprid is a broad-spectrum insecticide that works by interfering with the nerve impulses of insects, killing them. It’s used to control pests on a large number of agricultural crops, from cereals and grains to Christmas trees and ornamentals, says Health Canada. Some homeowners also use it kill chafer beetle larvae and other grubs that destroy their lawns.
The chemical’s toxicity to bees and other insects is not in scientific dispute, though regulators worldwide have wrestled with the question of whether it could be used at times, or at low enough concentrations, to mitigate those risks given its usefulness to agriculture. Based on its findings for imidacloprid, Health Canada is launching “special reviews” of two other widely used neonicotinoids: clothiandin and thiamethoxam.
Health Canada’s review found imidacloprid is getting into the environment, through run-off and drifting spray, and is “being detected frequently in Canadian surface and groundwater.” Imidacloprid has been found, in rare cases, in concentrations as high as 11.9 parts per billion, more than 290 times the level considered concerning based on scientific evidence, Health Canada said.
In areas of “intense agricultural activity” in Ontario and Quebec, the agency found the chemical “frequently in surface water at levels well above concentrations that may result in toxic effects to insects.” Those insects, including mayflies and midges, are important to the ecosystem as food for fish, birds and other animals. The review also found a risk to soil-dwelling organisms. It did not find a risk to human health from exposure to the chemical.
Bayer, which developed imidacloprid in the 1980s and is still a key manufacturer of products using it, said it was “extremely disappointed” with Health Canada’s announcement.
“We will conduct a thorough review of their proposal and supporting data, and provide input into the consultation process,” Bayer responded in a statement. “Canadian growers value imidacloprid due to its efficacy, safety to applicators and favourable environmental profile, when used according to label instructions.”
Source: CBC, November 23rd, 2016
http://www.cbc.ca/news/canada/british-columbia/health-canada-imidacloprid-neonicotinoid-1.3864450 -

Europees Hof van Justitie oordeelt dat het Ctgb inzage moet geven in de door Bayer uitgevoerde milieustudies met imidacloprid
Het Europese Hof van Justitie heeft geoordeeld dat instanties inzage moeten geven in informatie over de milieurisico’s van het vrijkomen van een pesticide. Het argument dat hierdoor vertrouwelijke commerciële informatie op straat komt te liggen werd door de rechters verworpen. De uitspraak is gebaseerd op twee zaken. Greenpeace procedeerde samen met Pesticide Action Network EU tegen de Europese Commissie voor opening van zaken over het toelatingsdossier van het omstreden onkruidgif glyfosaat. De Bijenstichting wilde documenten inzien over imidacloprid, een voor bijen gevaarlijk insecticide dat extreme normoverschrijdingen in het Nederlandse oppervlaktewater heeft veroorzaakt. De Nederlandse toezichthouder Ctgb had dat geweigerd. Er loopt een procedure van de Bijenstichting bij het College voor het Beroep van het Bedrijfsleven. Nu het Hof van Justitie de prejudiciële vragen heeft beantwoord, zal het College voor het Beroep van het Bedrijfsleven beslissen welke studies en tests precies openbaar moeten worden gemaakt.
“Veiligheidstesten die uitgevoerd worden door de industrie op hun eigen producten is een duidelijke vorm van belangenverstrengeling”, zegt Herman van Bekkem van Greenpeace. “Met deze uitspraak kunnen de onderzoeken, waarop het toelatingsbeleid gebaseerd wordt, gecontroleerd worden door onafhankelijke wetenschappers.” Volgens Greenpeace zal de uitspraak leiden tot een strenger bestrijdingsmiddelenbeleid.
Jaap Molenaar van de Bijenstichting zegt “ontzettend blij” te zijn met de uitspraak. “We verzetten ons al zes jaar tegen de toelating van imidacloprid. Allerlei dossiers van de producent kregen we niet te zien, onder het mom van ‘bedrijfsgeheim’. Nu kunnen we een aantal rechtszaken opnieuw beginnen met de inzage in de bedrijfsdossiers, die we nu kunnen afdwingen.”
Bronnen: Persbericht Bijenstichting, 23 november 2016
NOS, 23 november 2016
http://nos.nl/artikel/2144692-europees-hof-studies-pesticides-moeten-openbaar.html -

Connecticut’s native birds are suffering slow, steady population declines
Many of Connecticut’s native birds “are suffering slow, steady population declines” and at least one species appears headed for extinction, according to a new report released Monday by the Connecticut Audubon Society. Avian experts are forecasting that the Saltmarsh Sparrow is facing “likely extinction” during next half century. Blue-winged warblers, Brown Thrashers, Fields Sparrows, Clapper Rails and other species are losing an estimated 5 percent of their Connecticut populations each year, the report warned. The report’s most dire warnings concern the Saltmarsh Sparrow, a bird that recent studies indicate has seen population declines of about 9 percent a year throughout its range in the past decade. “This is the equivalent to losing three out of every four Saltmarsh Sparrows since the 1990s,”Chris S. Elphick, a conservation biologist with the University of Connecticut, wrote in one of the articles in the new State of the Birds report.
Source: Hartford Courant, November 21, 2016
http://www.courant.com/news/connecticut/hc-ct-birds-future-mostly-gloomy-20161121-story.html -

Argentinische WissenschaftlerInnen berichten zu Gesundheits- und Umweltfolgen von Gensoja
Die argentinische Wissenschaftlerin Alicia Massarini von der Universität von Buenos Aires zeichnete in Mexiko ein verheerendes Bild von 20 Jahren Gensoja in ihrem Land. Auf dem Forum „Wissenschaft, Technologie und Macht“, veranstaltet von der Organisation ETC und der Vereinigung Gesellschaftlich Engagierter Wissenschaftler*innen UCCS (Unión de Científicos Comprometidos con la Sociedad), beschrieb sie die Folgen für Umwelt, Ernährungsproduktion und Beschäftigung. Der Anbau von Gensoja, der auf einer Fläche von 1 Million Hektar begann, beanspruche inzwischen 22 Millionen Hektar.
Anbau von Gensoja: kurzfristig rentabel – mit langfristigen Folgen
Der großflächige Anbau benötige nur wenige Arbeitskräfte und habe zum Sterben kleiner und mittlerer landwirtschaftlicher Betriebe beigetragen. 300 Dörfer auf dem Land seien aufgrund weggefallener Arbeitsplätze aufgegeben worden. Die Nahrungsmittelproduktion würde verdrängt, da die ausschließlich für den Export bestimmte Gensoja rentabler sei. Der Soja-Boom weite auch die Agrargrenze zu Lasten des Waldes und andere Ökosysteme aus. „Bald werden diesen Böden nicht mehr für die Landwirtschaft taugen und die Wälder sind verloren.“
Jahr für Jahr gehe der Anbau der Gensoja mit dem Versprühen von 250 Millionen Litern von Agrargiften, vor allem von Glyphosat, einher. Der Boden werde so erschöpft, die Menge der Nährstoffe nehme ab. Gleichzeitig produzierten die Agrargifte starke Gesundheitsprobleme im Zentrum Argentiniens, wo 12 Millionen Menschen leben. Glyphosat und andere Gifte würden praktisch über der Landbevölkerung, nur wenige Meter von den Wohnstätten entfernt, versprüht. Die Krebsrate betrage das Dreifache des nationalen Durchschnitts.
Argentinische Studie von Damián Verzeñassi kritisiert Glyphosat-Anwendung
Auf dem erwähnten Forum wurde zum Thema Gesundheitsfolgen auch eine Studie des Arztes und Forschers Damián Verzeñassi von der Universität von Rosario vorgestellt. Sein Team interviewte etwa 100.000 Personen an 26 Orten in der zentralen Sojaregion Argentiniens, die die Provinzen Santa Fe, Córdoba, Entre Ríos und Teile von Buenos Aires umfasst. Dabei stießen sie auf gehäufte Erkrankungen der Schilddrüse, Atmungsprobleme und Fehlgeburten über die in nationalen Statistiken laut Studie so nicht berichtet wird. Das Forscher*innenteam sieht die massive Anwendung von Glyphosat in der Region als wahrscheinliche Ursache für die gehäuften Krankheitsbilder an.
Bereits vor Jahren hatte der 2014 verstorbene argentinische Molekularbiologe Andrés Carrasco auf die Gesundheitsgefahren von Glyphosat und anderer Pestizide aufmerksam gemacht. Wie damals Carrasco wird auch Verzeñassi für seine Forschungen und seinen Aktivismus angefeindet. Als er Mitte Oktober nach einem Auftritt beim in Den Haag durchgeführten „Monsanto-Tribunal“ nach Argentinien zurückkehrte, fand er seine Büroräume an der Universität von Rosario mit einer Kette verschlossen vor. Zudem sah er sich einem Verfahren gegenüber, mit dem sein Dekan offenbar seine Entlassung erreichen wollte. Es gab eine internationale Solidaritätsaktion. Der Rektor der Universität wies den Dekan vor wenigen Tagen an, jegliche Maßnahmen gegen Verzeñassi einzustellen.
Mexiko: Behörden genehmigten Anbau von Gensoja – Maya-Gemeinden wehren sich
Der Vorfall hinderte den Arzt jedoch daran, persönlich nach Mexiko zu kommen. In Mexiko wird seit Jahren kontrovers über den Anbau von Gensoja und die damit einhergehende massive Anwendung von Glyphosat diskutiert. Die Regierungsbehörden hatten 2011 den kommerziellen Gensoja-Anbau in sieben Bundesstaaten auf einer Gesamtfläche von 253.500 Hektar genehmigt. Besonders auf der Halbinsel Yucatán mit den drei Bundesstaaten Yucatán, Campeche und Quitana Roo wehren sich die Maya-Bevölkerung und zahlreiche Organisation aber bisher erfolgreich gegen das Vorhaben.
Quelle: Nachrichtenpool Latein-Amerika, 21.11.16
Argentinische Wissenschaftler*innen berichten zu Gesundheits- und Umweltfolgen von Gensoja
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Verschmutzung von Chinas Böden erreicht dramatisches Niveau
Experten haben am Samstag vor einer zunehmenden Verschmutzung von Chinas Ackerland gewarnt. Die Kontamination fruchtbarer Erdböden habe bereits große Ausmaße erreicht. Auch Gesundheitsschäden für die Bevölkerung und Auswirkung auf die Wirtschaft des Landes seien nicht mehr auszuschließen. China stellt 22 Prozent der Weltbevölkerung, doch nur neun Prozent der Landesfläche sind landwirtschaftlich nutzbar. Die zunehmende Verseuchung der Böden stellt auch die Nahrungsmittelsicherheit vor Probleme.
Gao Guilin, Forscher an der Capital University of Economics and Business, stellte auf einer Konferenz die Folgen heraus: Im Jahr 2013 waren 12 Millionen Tonnen der Gesamternte mit Schwermetallen belastet. Dadurch würden Schäden von etwa drei Milliarden US-Dollar pro Jahr entstehen.
Wenn Schwermetalle, Pestizide und Antibiotika in die Nahrungskette gelangten, sei die Gesundheit der Bevölkerung in Gefahr, führte Gao weiter aus. Im Jahr 2013 hatte die Food and Drug Administration von Guangzhou Proben an Reisernten vorgenommen. Fast die Hälfte des überprüften Getreides wies stark überhöhte Spuren von krebserregenden Schwermetallen auf.
Schadstoffe können Jahrzehnte im Boden verbleiben und haben auch Auswirkungen auf Pflanzen und Gewässer. So werde die Bekämpfung der Verseuchung noch schwieriger, warnte Sheng Guangyao von der Chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften am Montag in der Global Times. Die Regierung habe das Problem jahrelang geleugnet, doch nun drohten der Bevölkerung ernsthafte Gefahren. Die Regierung müsse mehr zum Schutz landwirtschaftlicher Nutzungsflächen beitragen.
Nach einem Bericht des Umweltschutzministeriums sind 16,1 Prozent des Ackerlandes in China mit Schwermetallen wie Cadmium, Arsen, Blei und Quecksilber verseucht. Im vergangenen Jahr hatte die Zentralregierung 2,8 Milliarden Yuan bewilligt, um die Folgen der Verschmutzung zu bekämpfen. Experten halten dies für nicht ausreichend.
Gao Chengda, ein Experte der Chinesischen Akademie für Forstwirtschaft, sagte am Montag in der Global Times, Umweltschutzmaßnahmen seien sehr schwierig durchzuführen. „Der Prozess ist komplex. Es wird mehrere Generationen dauern, bis das Problem gelöst werden kann“.
Quelle: German.China.org, 22.11.16
http://german.china.org.cn/txt/2016-11/22/content_39760547.htm -

Nederlands bloemenbedrijf vergiftigt Ugandese werkneemsters met Metam natrium
Het Nederlandse bloemenbedrijf Royal van Zanten hangt een rechtszaak boven het hoofd, nadat meer dan honderd Ugandese werkneemsters van het bedrijf ziek zijn geworden van het omstreden ontmettingsmiddel metam-natrium dat in de kassen wordt gebruikt. Sommigen vielen flauw. Anderen hadden last van duizeligheid, buikpijn, hoofdpijn, diarree en jeuk. Momenteel, ruim drie weken na het voorval, liggen nog steeds vier vrouwen in het ziekenhuis. In combinatie met bodemvocht wordt metam-natrium omgezet in het schadelijke gas methylisothiocyanaat (MITC). De ziekteverschijnselen bij de werkneemsters komen overeen met de door het California Pesticide Illness Surveillance Program gerapporteerde symptomen na blootstelling aan MITC: Huid – verschillende gradaties van irritatie; Ogen – Waterige, brandende en jeukende ogen; Luchtwegen – irritatie van neus en keel, hoesten en kortademigheid; Algemene klachten- nausea, pijn in de borst, hoofdpijn, diarree, gevoel van zwakte, duizeligheid, algeheel malaise, salivatie en braken.
Gebruikte bron: One World, 15-11-16
https://www.oneworld.nl/honderd-ugandese-vrouwen-ziek-door-nederlands-bloemenbedrijf -

De grutto sterft uit in het Wormer- en Jisperveld door verontreiniging van het gebied met imidacloprid
Bijna alle weidevogelsoorten die in Nederland voorkomen, broeden in het Wormer- en Jisperveld, een veenweidegebied van ca. 2000 ha, liggend tussen Wormer, De Rijp, Purmerend en Wormerveer. Vooral voor de grutto is dit gebied van levensbelang. In zijn boek “Disaster in the Making” (2010) beschrijft de toxicoloog Henk Tennekes de achteruitgang van de grutto in het Wormer- en Jisperveld, die hij toeschrijft aan verontreiniging van het landschap met neonicotinoïden, met name imidacloprid. Tussen 1980 en 2001 was het aantal broedparen gruttos min of meer constant. Van 2001 tot 2004 is de daling ingezet met ca 1 % per jaar. In de periode daarop, van 2004 tot 2006 loopt de daling op naar bijna 5 % echter in 2007 is er een achteruitgang van meer dan 22% gemeten. Sinds 2008 worden verontreinigingen van het oppervlaktewater met bestrijdingsmiddelen ook gemeten in de Jispersluissloot door het Hoogheemraadschap Hollands Noorderkwartier. Uit de bestrijdingsmiddelenatlas kan worden opgemaakt dat in 2011 en 2015 op dit meetpunt de norm voor imidacloprid (8,3 nanogram per liter) meer dan vijf keer werd overschreden. In 2011 werd een concentratie van 60 nanogram per liter gemeten. De gegevens van 2015 zijn nog niet bekend gemaakt op het Waterkwaliteitsportaal. Zeker is nu wel dat imidacloprid een doorslaggevende rol speelt bij het falend broedsucces van de grutto in het Wormer- en Jisperveld. Imidacloprid is ook in zeer geringe concentraties een dodelijk gif voor insecten; een drempelwaarde bestaat niet. Grutto kuikens eten in de eerste week van hun leven insecten van alle groottes. Naarmate ze ouder worden neemt hun voedselbehoefte snel toe, zowel in aantal individuen als in grootte van een individueel insect. Dan zijn met name insecten groter dan 4 mm favoriet als voedsel. Een gruttokuiken eet per dag zo’n 10.000 insecten.