Auteur: Henk Tennekes

  • Vulture populations are currently collapsing across Africa and the Middle East

    Vulture populations are currently collapsing across Africa and the Middle East

    Vultures are one of the most threatened families of birds in the entire world and their decline has been shockingly rapid. Some species in Africa and the Indian subcontinent have declined by over 95% in the last few decades, a rate faster than even that of the Passenger Pigeon or Dodo. Many old world vultures are now Critically Endangered – meaning they are at risk of going extinct in our lifetimes. And while vultures may not be the most sympathetic-looking of birds, these efficient scavengers are vital in preventing the spread of disease, locating and picking clean carcasses before disease spores can develop. Thus, their demise leads to economic, social and environmental problems.

    Vulture populations are currently collapsing at an unsustainable rate across Africa and the Middle East. Their decline mirrors that of an earlier decline of vultures on the Indian subcontinent, which occurred due to widespread use of a veterinary drug, diclofenac, which proved toxic to vultures. What subsequently happened in the Indian subcontinent should serve as a reminder to humanity of the importance of vultures to the ecosystem.

    In this region, poisoning saw vulture numbers plummet from approximately 40 million in the nineties to up to about 10,000 individuals in 2003, which led to an increase in poverty and unemployment in India, where villagers used to clean the bones by feeding bone tissue to vultures, then grinding them and selling them once again as Calcium powder for the agriculture industry.

    In addition to this, the disappearance of the vultures led to health problems due to an increase in the numbers of stray dogs, which moved in to take the place vacated by vultures in the food chain.

    A study has estimated that the numbers of stray dogs surged by 5.5 million between 1992 and 2003. This rise in numbers led to a spread of rabies in rural areas until it became one of the most deadly diseases in India in recent years, with the number of dog bite casualties reaching about 40 million cases between 1992 and 2006. This in turn led to the increase of funds spent on covering health and social problems.

    It is estimated that the associated health costs absorbed by the Indian government as a result of the decline of vultures between 1993 and 2006 amounts to US$34 billion.

    In Saudi Arabia and the Middle East, the number of vultures have declined significantly. Of the five species recorded in the region, all are threatened; some at a local level, the rest on a global scale.

    Source: Bird Life, 21 December 2016
    http://www.birdlife.org/middle-east/news/saving-vultures-saudi-arabia

  • Wyoming sage grouse population expected to decline in 2017

    Wyoming sage grouse population expected to decline in 2017

    New data on the Wyoming sage grouse (Centrocercus urophasianus) population reveals bird numbers will likely decline in the coming year based on an analysis of sage grouse wings provided by hunters. In 2016, there were 0.9 chicks per hen, down from 1.7-1.8 documented in 2014 and 2015. This ratio is near the low of 0.8 chicks per hen noted in 2012. The 10-year average, from 2006-2015, was 1.2 chicks per hen. Grouse numbers declined in most of those years. Researchers following radio-marked sage grouse across the state also reported low nest success and chick survival in 2016. Hunters contribute to the management of sage grouse by assisting the Wyoming Game and Fish Department in the data collection through legal, regulated hunting. Wing data is gathered from hunters who voluntarily deposit wings in barrels scattered across central and southwest Wyoming. Over 2,000 wings were deposited in 2016.
    Source: KGWN, December 20, 2016
    http://www.kgwn.tv/content/news/Wyoming-sage-grouse-population-expected-to-decline-in-2017-407637335.html

  • Insektensterben: Offener Brief an den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg

    Insektensterben: Offener Brief an den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg

    O F F E N E R B R I E F
    an den Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Herrn Winfried Kretschmann sowie an die zuständigen Minister der Landesregierung
    aus Anlass des drastischen Rückgangs unserer Insektenpopulationen

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
    sehr geehrter Herr Minister Hauk, sehr geehrter Herr Minister Untersteller,

    wir haben mit Freude gehört, wie Sie, Herr Ministerpräsident, anlässlich des Parteitages der Grünen in Schwäbisch Gmünd am 19. November so engagierte und deutliche Worte zum Thema „Insektensterben“ gefunden haben. Dieses Problem war vor einigen Monaten in den Medien präsenter, mittlerweile ist es um das Thema wieder ziemlich still geworden. Es kann aber keinen Zweifel geben, dass das „Insektensterben“ von großer Tragweite ist, für die Landwirtschaft, für die Ökosysteme und die Biodiversität in unserem Land, und nicht zuletzt für uns alle, die sich einen Frühling ohne Schmetterlinge nicht vorstellen können.

    Als mit der Tierwelt unserer Heimat vertraute Naturinteressierte und Fachentomologen registrieren auch wir seit einigen Jahren mit Sorge einen auffälligen Rückgang von Insekten und insektenfressenden Wirbeltieren in Südwestdeutschland. Wir nehmen daher die im Januar 2017 bei der EU-Kommission bevorstehende Prüfung der Wiederzulassung der drei Neonikotinoid-Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam zum Anlass, uns mit der Bitte an Sie und an die zuständigen Minister zu wenden, sich im Rahmen Ihrer politischen Möglichkeiten gegen die Wiederzulassung dieser Stoffe einzusetzen. Aus Sicht zahlreicher kompetenter Wissenschaftler sind die zuvor genannten Insektizide ein wesentlicher Grund für den derzeitigen alarmierenden, ja beängstigenden Rückgang vieler Insektenarten.

    Wie Sie wissen, wurde durch gründliche Untersuchungen und Beobachtungen in Deutschland und anderen Ländern festgestellt (1, 2), dass binnen weniger Jahre ein erheblicher Einbruch in den Populationen zahlreicher Insektenarten zu verzeichnen ist. Das betrifft Blüten besuchende wie auch andere Arten der verschiedensten Insektengruppen, am auffälligsten wohl die Honigbiene (3). Die Naturschutzverbände NABU und BUND rechnen mit Einbußen von bis zu 80 % der Biomasse an Insekten in den letzten Jahren (4). Als Hauptgrund für dieses “Verschwinden” wird jeweils der Einsatz von systemischen Insektiziden, namentlich der o. g. Stoffe vermutet. Diese Stoffe wirken auf das Nervensystem und somit auf den Orientierungssinn und das Verhalten von Insekten und anderen Gliedertieren. Darüber hinaus weisen diese Stoffe lange Halbwertszeiten auf – je nach Umweltbedingungen bis zu mehreren Jahren – wodurch sie im Boden wie auch im Grundwasser persistieren und wirksam bleiben (5).

    Dem Rückgang der Artenvielfalt in unserer Landschaft liegt natürlich noch ein ganzes Bündel anderer Ursachen zugrunde (z.B. Landschaftsverbrauch, Monotonisierung und “Ausräumung” der Landschaft, Intensivierung der Land- und Forstwirtschaft, großflächiger Einsatz von Herbiziden, Stickstoffeinträge, Klimaveränderung und zunehmende Luft- und Lichtverschmutzung). Dieser Prozess verläuft bereits seit vielen Jahren und ist am deutlichsten am Verschwinden der Vögel der Agrarlandschaft sichtbar (z.B. Kiebitz, Rebhuhn, Feldlerche). Der 2012 abrupt und vielerorts beobachtete starke Rückgang bei nahezu allen bestäubenden und vielen anderen Insektenarten im Südwesten steht aber offensichtlich in direktem Zusammenhang mit der Aussaat von Neonikotinoid-gebeiztem Maissaatgut.

    Von diesem massiven Rückgang der Insekten seit 2012 sind nicht allein die Honigbiene und auch nicht ausschließlich landwirtschaftliche Flächen betroffen, vielmehr sind seither auch in weniger intensiv genutzten Bereichen im Oberrheingebiet, namentlich auch im Kaiserstuhl, zahlreiche Insektenarten weitgehend ausgefallen. Viele bisher häufige Arten sind auf geringere Individuenzahlen reduziert, während die schon immer recht seltenen Besonderheiten der hiesigen Insektenfauna seit 2012 kaum noch auffindbar sind; für einen Teil dieser Arten trägt das Land Baden-Württemberg eine besondere Verantwortung (z. B. 6, 7).

    Obwohl der Einsatz von drei Neonikotinoid-Wirkstoffen seit 2013 einstweilig verboten wurde, hat sich die bedrohliche Situation wegen der Langlebigkeit und des Vordringens der Neonikotinoide über Luft und Wasser in weitere Biotopbereiche sogar noch zugespitzt. Damit einhergehend wird außerdem ein nicht minder drastischer und Besorgnis erregender Rückgang an insektenfressenden Wirbeltieren, insbesondere an bestimmten Vogelarten, wissenschaftlich nachgewiesen und von vielen Menschen beobachtet (8).

    Das Insektensterben findet dennoch von breiten Kreisen der Bevölkerung unbemerkt statt. Vielleicht fällt es Autofahrern mit gutem Gedächtnis auf, wenn nach längerer Autobahnfahrt die Windschutzscheibe – im Gegensatz zu früheren Jahren – fast insektenfrei ist. Für aufmerksame Naturbeobachter wird dies auch am Ausbleiben des früheren Gewimmels und Gesummes von vielen Insekten auf blühenden Sträuchern im Frühjahr offensichtlich. Nicht zuletzt fällt den mit der Kartierung von Insektenarten beauftragten Fachleuten an der Leere ihrer Netze, Klopfschirme und Fallen die Veränderung auf. Die bemerkenswert große Artenvielfalt und Insektenfülle, die wir am südlichen Oberrhein noch vor 15 Jahren dokumentiert haben (9) – u. a. über 2.100 Käferarten – ist augenscheinlich seither stark zurückgegangen.

    Als mittel- bis langfristige Folgen bei einem weitgehenden Ausfall der Blütenbestäuber würden sich für die Landwirtschaft enorme Einbußen ergeben, da in Europa etwa 80 % der Ernte von Bestäubern abhängig sind (10). Darüber hinaus kommt es in der gesamten naturnahen Umwelt zu weiteren schweren Beeinträchtigungen des ohnehin gestörten Gleichgewichts.

    Die Insektenwelt ist schon jetzt so weitgehend dezimiert, dass es wahrscheinlich Jahre, wenn nicht Jahrzehnte brauchen wird, bis ihre Vielfalt wieder einigermaßen hergestellt ist. Wir appellieren deshalb an Sie, Herr Ministerpräsident, Herr Minister Untersteller und Herr Minister Hauk, die folgenden Vorschläge und Forderungen zu unterstützen und im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und Zuständigkeiten umzusetzen:

    Ein vollständiges und dauerhaftes Verbot der Neonikotinoide in der Europäischen Union noch vor Beginn der Vegetationszeit 2017 als eine der am raschesten realisierbaren Maßnahmen, z.B. über die Forderung und Unterstützung einer Bundesratsinitiative.

    Die Realisierung und Erweiterung eines breit angelegten Programmes, entsprechend der ambitionierten Zielsetzung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz der Vorgängerregierung (11, 12), als Maßnahme gegen das Verschwinden der Insekten, nämlich die umgehende Veranlassung und großzügige Finanzierung von nachhaltigen Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität wie z.B. die Renaturierung von Ackerrändern (“Ackerrandstreifen”), die konsequente Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerrandstreifen, die möglichst großflächige Neuausweisung bzw. Vergrößerung von Schutzgebieten nach Naturschutz- und Landeswaldgesetz sowie die Förderung des Arten-, Biotop- und Landschaftsschutzes wie auch der Biologischen Landwirtschaft auf allen Ebenen der Planung, der Verwaltung und der Umsetzung vor Ort.

    Die alsbaldige Einführung eines landes- und bundesweiten Langzeit-Monitorings wichtiger Zeigergruppen von Insekten und Insektenfressern. Zu fordern sind auch systematische Rückstandsuntersuchungen auf Neonikotinoide in Böden, Gewässern, Pflanzen und Insekten.

    Unterstützung der Einrichtung eines unabhängigen Forschungszentrums mit der Aufgabe, alle Ursachen für den aktuell zu beobachtenden Rückgang der Insektenpopulationen zu ergründen und Schutzkonzepte zu entwickeln. Dazu gehört auch die Erfassung und Auswertung von entsprechenden Untersuchungen, Beobachtungen und Konsequenzen im In- und Ausland.

    Die längerfristige Förderung von Öffentlichkeitsarbeit zur Stärkung des allgemeinen Problembewusstseins über die weitreichenden Konsequenzen des Insektensterbens.

    Noch ist es nicht zu spät, die Artenvielfalt unserer Insektenwelt und damit die Vielfalt und das Gleichgewicht der naturnahen Umwelt in Deutschland und Europa zu stabilisieren – doch allerhöchste Zeit, wenn es demnächst zur Abstimmung über eine mögliche Wiederzulassung der hochproblematischen Neonikotinoide kommt. Eine falsche Entscheidung hierbei könnte verheerende Folgen haben und wäre unvereinbar mit allen Vorstellungen von Nachhaltigkeit und umweltgerechter Landwirtschaft.

    Das Verschwinden der Insekten und damit eines Teils unserer Lebensqualität wird von vielen Menschen mit Sorge gesehen. Daher erwarten die Bürger von der Landesregierung, dass dieses Thema mit der notwendigen Ernsthaftigkeit behandelt wird. Ergreifen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten und Zuständigkeiten Maßnahmen, die diese dramatische Verarmung unserer Natur in Baden-Württemberg und darüber hinaus aufhalten und baldmöglichst umkehren.

    Dazu gehört aktuell ganz besonders, mit allen Ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln die Wiederzulassung der gefährlichen Neonikotinoide zu verhindern.

    Wir sehen Ihren Antworten mit Interesse entgegen und bedanken uns im Voraus für Ihre Unterstützung.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Freiburger Entomologischer Arbeitskreis

    Der Brief wird von folgenden Verbänden und Organisationen mitgetragen:

    Arbeitsgemeinschaft Feldherpetologie und Artenschutz Baden-Württemberg e.V.
    Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V.
    Badischer Landesverein für Naturkunde und Naturschutz
    Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband
    BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein
    Fachschaft für Ornithologie Südlicher Oberrhein
    Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV)
    Naturfreunde Baden-Württemberg
    Naturfreunde, Ortsgruppe Freiburg
    Naturschutzbund Deutschland (NABU), Landesverband Baden-Württemberg
    Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Kreisverband Freiburg
    Schutzgemeinschaft Libellen in Baden-Württemberg e.V.

    Dieser Offene Brief wurde initiiert und formuliert
    vom Freiburger Entomologischen Arbeitskreis (FREAK)

    (Presseinfo: BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein, 21.12.2016)
    Quelle: Regiotrends, 21.12.16
    http://www.regiotrends.de/de/politisches/index.news.329761.insektensterben-offener-brief-an-den-ministerpraesidenten-von-baden-wuerttemberg,-herrn-winfried-kretschmann.html

  • NABU bangt um Weiterführung der Bildungswerkstatt Natur

    NABU bangt um Weiterführung der Bildungswerkstatt Natur

    Eine erschreckende Bilanz hat unlängst NRW-Landesumweltminister Johannes Remmel vorgelegt: Rund 44 Prozent unserer heimischen Tier- und Pflanzenarten sind mittlerweile in ihrem Bestand gefährdet und haben somit einen unrühmlichen Platz auf der Roten Liste ergattert. Und am Niederrhein? Leider ist auch hier das Ergebnis katastrophal. Selbst in den meisten Schutzgebieten geht der Artenschwund signifikant weiter. Insbesondere auf landwirtschaftlich genutzten Flächen ist die Artenvielfalt in den letzten Jahren rapide zurückgegangen. Gülleschwemme und Pestizide machen Wissenschaftler dafür verantwortlich. Aber auch in fast allen anderen Lebensräumen bei uns sind die Arten auf dem Rückzug. Unfreiwillig.

    Dabei wird das heimliche Verschwinden vieler Spezies häufig von der Bevölkerung gar nicht mehr wahrgenommen. Wie denn auch? Allgemein sind heute Artenkenntnisse bei den Menschen nur noch rudimentär vorhanden. Das Naturkunde-Basiswissen, was früher noch in den Familien, Kindergärten und Schulen vermittelt wurde, ist heute dort kaum noch vorhanden. Somit fehlen auch zunehmend sachkundige Mitstreiter für die Belange der Natur. Dagegen anzusteuern hat sich die Kreisgruppe Wesel im Naturschutzbund Deutschland (NABU) schon vor Jahren auf die Fahnen geschrieben. Allein in den letzten zwei Jahren konnten sieben neue NABU-Kindergruppen im Kreis Wesel ins Leben gerufen werden, die allesamt von erfahrenden, ausgebildeten Naturerlebnispädagoginnen geleitet werden. „Es ist beeindruckend mit welcher Begeisterung sich Kinder für alles interessieren was kreucht und fleucht, wenn sie spielerisch-pädagogisch dazu angeleitet werden“, freut sich NABU-Kreisvorsitzender Peter Malzbender.
    Kleine Kinder an die Natur heranführen soll zudem zusätzlich mit dem Projekt NABU-Bildungswerkstatt unterstützt werden. Das Projekt läuft nunmehr seit acht Jahren. Und zunehmend erfolgreich. Zurzeit pflegt der NABU mit über 90 Einrichtungen im Kreis Wesel Kooperationen. Kindergärten, Familienzentren und Grundschulen sind vorgesehen, die davon auch reichlich Gebrauch machen. So konnten in den letzten vier Jahren bei 256 Veranstaltungen insgesamt über 3000 Kinder Naturkunde hautnah erfahren. Die NABU-Bildungswerkstatt wird vom Kreis mit knapp 10.000 € pro Jahr gefördert. Dieses Geld wird benötigt für Sachkosten die anfallen. Baumaterialien für Nistkästen und Insektenhotels sowie Becherlupen, Bestimmungsmaterial und Kinder-Forscherausrüstung. Aber auch das Honorar für Fachkräfte sowie die Bustransfers für die Kinder zu einigen auserwählten Naturerlebnisräumen schlagen zu Buche. Die Ausgaben werden übrigens auf Heller und Cent von der Kreisbehörde Wesel geprüft. Ehrenamtlich leistet der NABU für dieses Projekt 400 Stunden pro Jahr.

    Der Naturschutzverband möchte die Bildungswerkstatt auch für die nächsten vier Jahre unbedingt weiterführen. Die weitere Förderung muss aber im Kreistag entschieden werden. Der Umwelt- und Planungsausschuss im Kreis Wesel hat dazu mehrheitlich bei seiner Sitzung am 30.11.2016 grünes Licht gegeben. NABU-Chef Malzbender appelliert: „Auch unsere Kooperationspartner hoffen doch sehr, dass diese nachhaltigen Naturerlebnisprogramme für die Kleinsten weitergeführt werden können.“

    Das hat der NABU für die Bildungswerkstatt Natur 2017-2020 vorgesehen:
    • Zukünftig sollen alle Veranstaltungen nach dem Konzept „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ ausgerichtet werden
    • 64 Veranstaltungen pro Jahr stehen weiter auf dem Programm
    • Nach wie vor ist das Angebot für die Kooperationspartner kostenlos
    • Themenschwerpunkte wurden aus den Erfahrungen der letzten 8 Jahre entwickelt
    • Dabei wurden Naturerlebnisse herausgesucht, die sich insbesondere bzgl. der Natur- und Umweltpädagogik für Kinder bewährt haben
    • Die Kinder sollen in verschiedenen heimischen Lebensräumen, die hier lebenden Tiere und Pflanzen hautnah kennenlernen
    Quelle: Lokal Kompass, 21.12.16
    http://www.lokalkompass.de/wesel/natur/nabu-bangt-um-weiterfuehrung-der-bildungswerkstatt-natur-d723109.html

  • The occurrence and distribution of neonicotinoid insecticides in surface waters of southern Ontario

    The occurrence and distribution of neonicotinoid insecticides in surface waters of southern Ontario

    This study presents a wide-scale investigation of neonicotinoid insecticides used across the range of agricultural activities from fifteen surface water sites in southern Ontario. Using statistical analysis, the correlation of individual compounds with land use was investigated, and the relationship between neonicotinoid occurrence and hydrologic parameters in calibrated water courses was also assessed. Of the five neonicotinoids studied, imidacloprid, clothianidin and thiamethoxam exhibited detection rates above 90% at over half the sites sampled over a three year period (2012–2014). At two sites in southwestern Ontario, the Canadian Federal freshwater guideline value for imidacloprid (230 ng/L) was exceeded in roughly 75% of the samples collected. For some watersheds, there were correlations between the occurrence of neonicotinoids and precipitation and/or stream discharge. Some watersheds exhibited seasonal maxima in concentrations of neonicotinoids in spring and fall, particularly for those areas where row crop agriculture is predominant; these seasonal patterns were absent in some areas characterized by a broad range of agricultural activities.
    Source:
    John Struger, Josey Grabuski, Steve Cagampan, Ed Sverko, Daryl McGoldrick, Christopher H. Marvin. Chemosphere Volume 169, February 2017, Pages 516–523

  • Die Futterstellen in den Gärten bleiben seit einigen Monaten weitgehend leer

    Die Futterstellen in den Gärten bleiben seit einigen Monaten weitgehend leer

    Wenn es um Vögel geht, sind Wolfgang Sprick und Dieter Blomenkamp Experten. Seitdem sie denken können, füttern die beiden Versmolder in ihren benachbarten Gärten Vögel und können mühelos sämtliche Arten wie Erlenzeisige, Schwanzmeisen oder Kleiber identifizieren. Doch seit einigen Monaten blicken sie eher mit sorgenvollen Mienen zu den Futterstellen – denn die Vögel bleiben aus. Es sei kein schleichender Rückgang, sondern wirklich ganz plötzlich, sagt Wolfgang Sprick. Und er kann es belegen, denn der Rentner führt genau Buch über die Futtermengen, die er übers Jahr anschafft und an die Vögel verteilt. Von Juli 2015 bis Juni 2016 hat er 329 Kilogramm geschälte Sonnenblumenkerne, Weizen, Haferflocken und Pflanzenfett verfüttert. „In den vergangenen sechs Monaten waren es alles in allem erst 23 Kilo”, erzählt er. Auch Dieter Blomenkamp berichtet ähnliches. Kamen die Meisen bisher immer in großen Gruppen, verirren sich nun maximal zwei Amseln und ein paar Meisen an seine Futterstellen. Und das, obwohl sich in seinem Garten nichts verändert hat. „Wir haben eigentlich einen relativ naturnahen Garten”, sagt er. Und auch Wolfgang Sprick berichtet von Igeln, Eichhörnchen und Fledermäusen, die sich auf seinem Grundstück wohlfühlen und offenbar auch ausreichend Nahrung finden.

    Nur wenn es darum geht, Gründe für das Ausbleiben der Vögel zu finden, sind die beiden Männer ratlos. „Wir haben nicht mehr Katzen hier als früher auch und die haben sowieso fast nie Vögel gefangen. Und auch der Vogelnachwuchs im Sommer hat sich wie gewohnt eingestellt. Von vier Brutkästen waren drei besetzt”, sagt Wolfgang Sprick. Lediglich eine größere Zahl von Raubvögeln wie Sperber und Elstern sei ihm aufgefallen.

    Mit ihren Beobachtungen sind Dieter Blomenkamp und Wolfgang Sprick nicht alleine. Auch von Bekannten aus Peckeloh oder Bielefeld hören sie ähnliche Geschichten. Nur eine Erklärung dafür finden sie nirgends.

    Die hat auch Bernhard Walter nicht. Der Leiter der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld bekommt in den letzten Wochen viele Anrufe von besorgten Hobbyornithologen aus Halle, Steinhagen oder Bielefeld. Alle berichten vom Ausbleiben der Vögel. Um deshalb in Panik zu verfallen sei es aber noch zu früh, beschwichtigt er. „Wir haben keine belastbaren Daten dazu”, sagt er, als das Haller Kreisblatt ihn nach einer Erklärung fragt. Es könne tatsächlich sein, dass die Vögel nicht da seien – oder sie fressen einfach woanders. „Vögel sind flexibler als man denkt”, sagt er. Wenn sich in den Wäldern zum Beispiel große Mengen an Bucheckern oder Eicheln finden lassen, dann könne es durchaus sein, dass sie ihre gewohnten Futterstellen von einem Tag zum nächsten nicht mehr aufsuchen. „Erst wenn eine Schneedecke liegt und sie trotzdem nicht zu den Futterstellen kommen, dann kann man schon sicherer sagen, dass es wirklich weniger sind”, sagt er.

    Was allerdings jetzt schon feststeht, ist dass der Bruterfolg in diesem Jahr „der schlechteste war, den wir je hatten”, so Walter. Die extremen Witterungsschwankungen, die Wechsel zwischen starker Nässe und heftiger Trockenheit, hätten den Vögeln zugesetzt. Besonders kleine Arten wie Meisen seien darauf angewiesen, dass jedes Jahr viele Jungvögel schlüpften, damit sich die Population über den Winter halten könne, erklärt der Vogelexperte. In guten Jahren könnten die Kleinvögel ein Absinken der Population wieder aufholen. Wenn im Sommer allerdings viele Nistkästen leer bleiben sollten, wäre das ein deutliches Alarmsignal. Das zu dem Rückgang durch Flächenfraß und die veränderte Landschaft obendrauf käme.

    Eines kann Bernhard Walter aber mit Sicherheit ausschließen: „Von einem Massensterben oder davon, dass viele tote Vögel gefunden werden, hat man bisher noch nichts gehört.”

    Quelle: Haller Kreisblatt, 20.12.16
    http://www.haller-kreisblatt.de/lokal/versmold/21518421_Wo-sind-all-die-Voegel-hin.html

  • Reciprocal effects of pesticides and pathogens on amphibian hosts

    Reciprocal effects of pesticides and pathogens on amphibian hosts

    Ecological communities are increasingly exposed to natural and anthropogenic stressors. While the effects of individual stressors have been broadly investigated, there is growing evidence that multiple stressors are frequently encountered underscoring the need to examine interactive effects. Pesticides and infectious diseases are two common stressors that regularly occur together in nature. Given the documented lethal and sublethal effects of each stressor on individuals, there is the potential for interactive effects that alter disease outcomes and pesticide toxicity. Using larval wood frogs (Lithobates sylvaticus), we examined the reciprocal interaction between insecticides (carbaryl and thiamethoxam) and the viral pathogen ranavirus by testing whether: (1) prior ranavirus infection influences pesticide toxicity and (2) sublethal pesticide exposure increases susceptibility to and transmission of ranavirus. We found that prior infection with ranavirus increased pesticide toxicity; median lethal concentration (LC50) estimates were reduced by 72 and 55% for carbaryl and thiamethoxam, respectively. Importantly, LC50 estimates were reduced to concentrations found in natural systems. This is the first demonstration that an infection can alter pesticide toxicity. We also found that prior pesticide exposure exacerbated disease-induced mortality by increasing mortality rates, but effects on infection prevalence and transmission of the pathogen were minimal. Collectively, our results underscore the importance of incorporating complexity (i.e. order and timing of exposures) into research examining the interactions between natural and anthropogenic stressors. Given the environmental heterogeneity present in nature, such research will provide a more comprehensive understanding of how stressors affect wildlife.
    Source: Katherine M. Pochini, Jason T. Hoverman. Environmental Pollution xxx (2016) 1e8

  • De knoflookpad wordt sterk bedreigd door milieuverontreiniging met imidacloprid

    De knoflookpad wordt sterk bedreigd door milieuverontreiniging met imidacloprid

    De knoflookpad (Pelobates fuscus) is een plompe pad met opvallend uitpuilende ogen met verticale pupillen. Zijn leefgebied bestaat uit rivierduinen en kleinschalig agrarisch landschap met bos in de nabijheid. De knoflookpad is gebonden aan de stroomdalen van beken en rivieren in het oosten en zuidoosten van Nederland. De knoflookpad is op dit moment één van de meest bedreigde amfibieën in Nederland. Sinds 1990 zijn er in Nederland nog maar 38 leefgebieden van de knoflookpad bekend, daarvoor was hij bekend van meer dan 100 leefgebieden. Tegenwoordig is het belangrijkste leefgebied van de knoflookpad in Overijssel het stroomgebied van de Overijsselse Vecht. Dit is het grootste bolwerk van de soort in Nederland. Twente was vroeger ook een belangrijke regio. Helaas zijn de meeste leefgebieden hier verdwenen. Een aantal leefgebieden liggen nog langs weerszijden van de IJssel. In Limburg resteren nog slechts drie leefgebieden. De Knoflookpad wordt in al deze gebieden in haar voortbestaan bedreigd. Vooral in Midden-Limburg is de situatie uiterst alarmerend. Van de meer dan 25 wateren waar de soort hier in het verleden is waargenomen resteert er tegenwoordig nog één. Deze populatie in Nationaal Park De Meinweg verkeert op de rand van uitsterven. Hiermee zouden de laatste Knoflookpadden van Midden-Limburg verloren gaan.

    De knoflookpad is een insectivoor (insecteneter). Insecten worden in het verspreidingsgebied van de knoflookpad bedreigd door verontreiniging van het oppervlaktewater met het insecticide imidacloprid. Tijdens de voortplanting in het water pakt het knoflookpadmannetje het vrouwtje in de liezen vast en hangt als het ware achter aan het vrouwtje. De voortplantingswateren bevinden zich vooral bij of op hogere zandgronden in de directe omgeving van geschikte leefomgeving op het land. De knoflookpad gebruikt verschillende type wateren bij voorkeur matig voedselrijk tot voedselrijk om zich voort te planten zoals:vennen, kolken, geïsoleerde rivierarmen, poelen, en (tuin-)vijvers. Belangrijk voor de knoflookpad is dat er in het water hoog opgaande planten (riet, lisdodde) of takken aanwezig zijn waaraan de eisnoeren kunnen worden opgehangen. Omdat de knoflookpad zich vanaf april voortplant is het belangrijk dat het gebruikte water tot eind augustus water houdt, wanneer de jonge padden het land op gaan.

    Gebruikte bron: RAVON
    http://www.ravon.nl/Infotheek/Soortinformatie/Amfibie%C3%ABn/Knoflookpad/tabid/1367/Default.aspx

  • Eurocommissaris Hogan maakt biologische boeren verantwoordelijk voor vervuiling van de gangbare landbouw

    Eurocommissaris Hogan maakt biologische boeren verantwoordelijk voor vervuiling van de gangbare landbouw

    Op 12 december sprak de EU raadsvergadering over de nieuwe biologische wetgeving. Na tweeënhalf jaar vergaderen blijken de tegenstellingen over het voorstel uit 2014 groter dan ooit. Grootste struikelblok is het voorstel over de afkeuringsgrens op residuen. Biologische producten waar aantoonbaar residuen opzitten, dienen te worden afgekeurd. 25 van de 28 landbouwministers, waaronder Staatssecretaris van Dam, leverden maandagmiddag ongezouten kritiek hierop. Zij willen geen afkeuringsgrens op residuen voor biologische producten. Eurocommissaris voor Landbouw, Phil Hogan, houdt echter vast aan zijn plannen.

    IFOAM EU, de biologische brancheorganisatie in Europa, heeft de partijen opgeroepen om dit wetgevingsproces te staken en zo snel mogelijk zekerheid te geven aan de biologische sector. Investeringsplannen liggen stil en bedrijfsovernames worden uitgesteld door de onduidelijkheid over de toekomstige wetgeving. Bionext roept EU-Commissaris Timmermans op om alsnog in te grijpen. Timmermans plaatste in december 2014 de biologische wetgeving op de lijst van onnodige wetgeving met de kanttekening ‘indien niet klaar binnen 6 maanden’. Inmiddels zijn 24 maanden verstreken. Bionext wil dan ook dat Timmermans zijn belofte gestand doet.

    Bionext vindt de afkeuringsgrens op residuen de omgekeerde wereld: biologische boeren worden hierdoor verantwoordelijk voor de vervuiling van de gangbare landbouw. Biologisch staat voor een integrale werkwijze waarbij de kringloop centraal staat, niet om residuevrij product alleen. Bavo van den Idsert, directeur Bionext: “De biologische landbouw gebruikt geen chemisch-synthetische middelen. Daarom wordt ook in meer dan 80% van de biologische producten geen residuen aangetroffen. In een kleine 20% van de biologische grondstoffen worden minieme resten van chemisch-synthetische middelen aangetroffen door achtergrondvervuiling. En die druk neemt toe, bijvoorbeeld door het excessief gebruik van glyfosaat in de gangbare landbouw.

    Het is terecht dat de overgrote meerderheid hier een rode streep heeft getrokken ten gunste van de biologische boer, die niet verantwoordelijk gesteld mag worden voor vervuiling die hij zelf niet veroorzaakt.”

    Een ander belangrijk kritiekpunt op de laatste voorstellen van Hogan is het loslaten van een heldere definitie van grondgebondenheid en de wens tot inperken van de bedrijfsomvang van biologische boerderijen. Dit werd fel bekritiseerd, onder meer door staatssecretaris Martijn van Dam.

    De harde kritiek lijkt voorbij te gaan aan Hogan. Als enige gelooft hij nog in de mogelijkheid van een snelle afronding, zonder het grootste kritiekpunt van de afkeuringsgrens ook maar ter discussie te willen stellen. Omdat geen enkel land een motie heeft ingebracht om het vernieuwingsproces van de wetgeving te stoppen, gaat het proces nu gewoon verder. Malta mag nu als commissievoorzitter in de eerste helft van 2017 proberen het probleem op te lossen.

    Na het eerste Commissie voorstel in het vroege voorjaar van 2014 is 30 maanden overlegd over de biologische wetgeving. Eerst hebben het Parlement en de Raad hun stellingen betrokken en na de zomer van 2014 zijn de onderhandelingen gestart. Voorjaar 2016 dacht Nederland als voorzitter van de EU het proces te kunnen afronden. Ondanks heel veel inzet is dat niet gelukt. Onder Slowaaks voorzitterschap is er opnieuw veel tijd geïnvesteerd, maar zijn de onderhandelingen de verkeerde kant opgegaan. De Commissie drukt teveel haar zin door in dit proces.

    Martin Haüsling, onderhandelaar van het Europees Parlement, liet vorige week in een persbericht weten dat de onderhandelingen op een doodlopende weg zijn beland. Die constatering is ook door veel ministers in de Raad geuit. Maar niemand durft het aan om het wetgevingstraject nu stop te zetten. Bavo van den Idsert: “De grote verliezer nu is de biologische sector. De onzekerheid voor de nabije toekomst blijft groot. Dit remt de groei van de omschakeling, terwijl de vraag naar biologisch in heel Europa fors blijft stijgen.”

    Bron: Duurzaam Nieuws, 14-12-16
    http://www.duurzaamnieuws.nl/eu-blijft-wetgeving-biologische-voeding-frustreren/

  • Staatssecretaris van Dam vertrouwt voor weidevogel bescherming op oordeel Ctgb ten aanzien van imidacloprid

    Staatssecretaris van Dam vertrouwt voor weidevogel bescherming op oordeel Ctgb ten aanzien van imidacloprid

    De vaste commissie voor Economische Zaken heeft op 9 november 2016 overleg gevoerd met de heer Van Dam, Staatssecretaris van Economische Zaken, over de initiatiefnota van het Tweede Kamerlid Grashoff (GL) over «Vogels de weide wereld in». Het Tweede Kamerlid Mevrouw Gesthuizen (SP) verklaarde: “Ik ben blij dat ik deze ochtend afgeleid word door een mooi onderwerp. Ik werd vanochtend wakker uit een nachtmerrie en toen bleek die nachtmerrie werkelijkheid te zijn geworden. De heer Grashoff heeft met zijn initiatiefnota «Vogels de weide wereld in» de goede toon te pakken. Grutto’s, scholeksters, kieviten en veldleeuweriken, weidevogels dus, horen immers bij Nederland. Helaas gaat het slecht met veel van die weidevogels. Ook de SP zet zich graag in voor het behoud van weidevogels. Daarom geven wij een groot compliment aan de heer Grashoff voor zijn initiatiefnota. Om een lang verhaal kort te maken, want we hebben maar twee minuten: we zijn het voor het overgrote deel eens met de voorstellen, maar onze fractie twijfelt over één punt, namelijk de mogelijkheid om boeren en grondeigenaren te verplichten om beschermende maatregelen te treffen. Dat lijkt mij een ultiem middel. Daarom vraag ik de heer Grashoff wat dit precies inhoudt en hoe dit zich verhoudt tot de wettelijke soortbescherming. Een belangrijk punt dat ik mis, zijn de bestrijdingsmiddelen. Al jaren geleden luidde Tennekes de noodklok. Nature volgde in 2014 met een publicatie. Ik citeer onderzoeker Hans de Kroon: «We hebben zeer grondig gekeken naar andere mogelijke factoren die kunnen samenhangen met de lokale achteruitgang van deze vogels. Maar de hoeveelheid imidacloprid in het oppervlaktewater komt naar voor als veruit de belangrijkste verklaring voor de ruimtelijke verschillen in trends.» De SP pleit al jaren voor een verbod. Neonicotinoïden zijn gevaarlijk voor bijen en andere insecten. Veel vogels eten insecten. Dus, Staatssecretaris, bij dezen mijn oproep aan u: graag een verbod.”

    Staatssecretaris van Dam antwoordde: “Het gaat niet om een verbod. Er is gewoon Europese regelgeving voor de wijze waarop we omgaan met gewasbeschermingsmiddelen. Dit jaar is er veel discussie in de Kamer geweest over imidacloprid, dat veel te veel in het oppervlaktewater terechtkwam. Ik heb het Ctgb toen gevraagd om opnieuw te beoordelen of de bestaande gebruiksvoorschriften wel voldoende voorkwamen dat dit bestrijdingsmiddel in het oppervlaktewater terechtkwam. Ik heb toen aangekondigd dat ik, als het Ctgb hierin geen stap zou kunnen zetten, die zelf zou zetten. Voor delen van de Kamer was dat een brug te ver; niet voor een meerderheid, maar wel voor een substantieel deel van de Kamer. Ik heb die stap zelf niet hoeven zetten, omdat het Ctgb die stap heeft gezet. Het Ctgb heeft het gebruik van imidacloprid aan banden gelegd om ervoor te zorgen dat het niet in deze concentratie in het oppervlaktewater terecht zou komen. Er wordt dus iets gedaan aan het probleem dat mevrouw Gesthuizen schetst. ”

    De toxicoloog Henk Tennekes heeft onlangs aangetoond dat belangrijke broedgebieden van de grutto verontreinigd zijn met imidacloprid.