Auteur: Henk Tennekes

  • Blühstreifen an Äckern, die mit Neonicotinoiden behandelt werden, sind tödlich für die Insekten

    Blühstreifen an Äckern, die mit Neonicotinoiden behandelt werden, sind tödlich für die Insekten

    Seit über einem Jahr machen der BUND und die Umweltbewegung auf das massive Insektensterben und das damit verbundene Vogelsterben aufmerksam. Zwischenzeitlich ist das bedrohliche Thema endlich auch in den Medien und der Öffentlichkeit angekommen. Studien zeigen: “Die Biomasse der Insekten ist in Teilen Deutschlands in den vergangenen 27 Jahren um durchschnittlich 76 Prozent zurückgegangen.” In der erfreulich breiten Debatte wird allerdings ein wichtiger Aspekt, die unerkannte neue Dimension des Insektensterbens, häufig übersehen. Das hat auch damit zu tun, dass alte Gewissheiten der Umweltbewegung jetzt ins Wanken kommen.

    Jahrzehntelang haben wir sinnvollerweise Samentütchen mit den Samen einheimischer Blütenpflanzen verteilt, für naturnahe blühende Gärten und Ackerrandstreifen geworben. Das stimmt alles noch und ist doch, zumindest für die Insekten, falsch… Wer heute das massive Insektensterben mit hübschen “Alibibiotopen” bekämpfen will, hat die Dimension des Problems nicht erkannt und fällt auf die neue, aggressive Krisenkommunikation der Agro-Chemielobby herein.

    Glyphosat tötet die Ackerwildkräuter und entzieht dadurch Insekten auf riesigen Flächen die Nahrungsgrundlage. Die Tiere, die sich in die “Reservate” der Ackerrandstreifen retten können, werden durch Neonicotinoide und andere Agrargifte getötet.

    Die unerkannte neue Dimension des Insektensterbens ist die “Fernvergiftung”. Einige Agrargifte wirken und giften durch den Ferneintrag auch über große Strecken. Beim BUND in Freiburg rufen immer mehr Menschen an und berichten, dass es in ihren schönen, blühenden Gärten immer weniger Schmetterlinge gibt. Das große Sterben der Insekten findet eben auch in naturnahen blühenden Gärten, auf Ackerrandstreifen und in großen Naturschutzgebieten statt.

    Jörg-Uwe Meineke, Schmetterlingsexperte und ehemaliger Leiter des Referats für Naturschutz und Landschaftspflege im Regierungspräsidium Freiburg beschreibt das neue Phänomen: „Ich untersuche die Tag- und Nachtfalter in der Oberrheinebene seit 30 Jahren regelmäßig und sowohl die Artenzahlen als auch die Faltermengen gehen insgesamt stark zurück. Es fällt auf, dass auch Wiesen, die selbst nicht zerstört wurden, aber in der Agrarlandschaft unmittelbar den Randeinflüssen der gespritzten Kulturen ausgesetzt sind, nur noch von wandernden Faltern besucht werden. Wiesen im schützenden Wald sind oft noch nicht so betroffen. Die bunten Wiesen der Hochwasserdämme in der Aue sind vom Wald abgeschirmt und geschützt und darum immer noch Falter-reich. Im Kaiserstuhl haben sich einige Arten nur noch in den windgeschützten Tälern gehalten“

    Der Bioland-Bundesverband beschreibt ein Beispiel für Fernvergiftung: “Eine Studie im Auftrag des Landesamts für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) Brandenburg brachte den Nachweis, dass die Unkrautvernichtungsmittel Pendimethalin und Prosulfocarb sehr weiträumig über thermische Luftbewegungen verbreitet werden. Die Gutachter sprechen von einer “unerwünscht weiträumigen und anhaltenden Verbreitung insbesondere von Pendimethalin”. Die festgestellte Belastung liegt 100- bis 1000-fach höher als die Grundbelastung in unbelasteten Referenzgebieten der Nord- und Ostsee.”

    Auch Naturschutzverbänden und Umweltaktiven fällt es schwer, Dinge, die jahrzehntelang zu Recht gesagt wurden, zu ändern, wenn sich neue Sachverhalte ergeben. Im Zusammenhang mit dem Insektensterben gelten manche alten, bewährten Ratschläge nicht mehr. Blühende Ackerrandstreifen an Äckern, die mit Neonicotinoiden behandelt werden, sind gut für die Blühpflanzen und das Bild der Landschaft, gleichzeitig aber tödlich für die Insekten. Es gibt im Bereich der Fernvergiftung noch einen großen Forschungsbedarf, gleichzeitig aber auch einen aktuellen schnellen Handlungsbedarf.

    Mit Neonicotinoiden, Glyphosat (Roundup) und anderen Giften und Herbiziden, die (gemeinsam mit vielen anderen Ursachen) für das große Sterben verantwortlich sind, machen Konzerne wie Bayer, Monsanto und Syngenta satte Gewinne. Die Debatte um das Insektensterben gefährdet diese Gewinne massiv und darum laufen jetzt auch die Desinformationskampagnen an. Das Insektensterben lässt sich nicht mehr leugnen. Die jetzigen Kampagnen (auch für ackernahe Kleinbiotope) versuchen einfach nur, von den tatsächlichen Ursachen und der notwendigen, echten Ursachenbekämpfung abzulenken. Sie dienen der Gefahrzeitverlängerung von Neonicotinoiden, Glyphosat und anderen Giften.

    Die Umweltbewegung muss mit Vehemenz gegen Neonicotinoide und Glyphosat kämpfen, so wie wir das bei DDT schon einmal erfolgreich getan haben. In einer zukünftigen, naturnäheren, ökologischeren Landwirtschaft mit weniger Giften nützen die „alten“ Samentütchen, naturnahen Gärten, Naturschutzgebiete und Ackerrandstreifen, die nicht mehr „fern- und nahvergiftet“ werden, auch wieder den Insekten, Vögeln und letztendlich auch den Menschen. Gemeinsam mit vielen Landwirten, die eine großindustrielle Landwirtschaft ablehnen, müssen wir hier schnelle und giftärmere Lösungen suchen.

    Quelle: Presseinfo: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Regionalverband Südlicher Oberrhein, 14.11.2017

  • Drinkwaterbronnen worden door milieuverontreiniging ongeschikt voor consumptie

    Drinkwaterbronnen worden door milieuverontreiniging ongeschikt voor consumptie

    Het Nederlandse drinkwater is van goede kwaliteit, maar om dat zo te houden, moeten de bronnen beter worden beschermd, zegt Lieve De-clercq, directievoorzitter van waterbedrijf Vitens. In Zutphen en Nijmegen heeft Vitens al bronnen moeten sluiten.

    Lees verder in het artikel van Petra Noordhuis in het Nederlands Dagblad van 18 april 2016:
    https://www.nd.nl/nieuws/nederland/vervuild-nederland-waterbronnen-beschermen.1585879.lynkx?s=c9dk0qKB7nPeJpaXmp_mtg%3D%3D

  • Eiken sterven op de Veluwe

    Eiken sterven op de Veluwe

    Van de eikenbomen op de Veluwe is 30 tot 40 procent dood. Oorzaak is de onbalans in voedingsstoffen in de bodem. Er wordt geëxperimenteerd om met steenmeel, gemalen steen uit de Eifel en Noorwegen, de grond weer in balans te krijgen.

    Lees verder in het artikel van Sophia Geuze in het Nederlands Dagblad van 6 juni 2016:
    https://www.nd.nl/nieuws/nederland/vervuild-nederland-eiken-sterven-op-de-veluwe.1752195.lynkx?s=2pzkQWYqL4-Nyf30y_1Tsw%3D%3D

  • Naturschutzbund (NABU)-Gruppen Buchholz, Hanstedt-Salzhausen und Winsen (Luhe) laden zu einem Vortrag von Henk Tennekes ein

    Naturschutzbund (NABU)-Gruppen Buchholz, Hanstedt-Salzhausen und Winsen (Luhe) laden zu einem Vortrag von Henk Tennekes ein

    Die Naturschutzbund (NABU)-Gruppen Buchholz, Hanstedt-Salzhausen und Winsen (Luhe) laden alle Interessierten und Betroffenen zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion ein, zu einem Thema, das uns alle angeht. Ganze Landstriche ohne bestäubende Insekten – in China ist das schon heute Wirklichkeit. Dort müssen Pflanzen von Hand bestäubt werden. In wenigen Jahren könnte es auch in Deutschland so weit sein, der Bestand von Wildbienen und anderen Insekten ist bereits drastisch gesunken, warnen Wissenschaftler.

    Einer von ihnen ist Dr. Henk Tennekes, ein unabhängiger niederländische Toxikologe und Autor des Buches „Das Ende der Artenvielfalt – Neuartige Pestizide töten Insekten und Vögel“. In diesem katalogisiert er eine Tragödie von monumentalen Ausmaßen, über den Verlust von Wirbellosen und den Folgeschäden bei den insektenfressenden Vogelpopulationen in den Niederlanden. Zurückzuführen ist dies seinen Ausführungen nach auf die industrielle Landwirtschaft im Allgemeinen und den Einsatz von Insektiziden im Speziellen. Besonders sogenannte Neonikotinoide tragen erwiesenermaßen wesentlich zu den massiven Rückgängen bei, denn sie haben einen entscheidenden und katastrophalen Nachteil: die Schädigung des zentralen Nervensystems von Insekten ist praktisch irreversibel und kumulativ, und dies nicht nur bei Schädlingen wie Blattläusen. Auch blütenbesuchende Insekten wie Wildbienen und Schmetterlinge sind betroffen. Selbst wenn sie nicht sofort sterben sollten sorgen Verhaltensstörungen für eine drastische Abnahme der Populationsgröße. Dadurch fehlen die für die Bestäubung extrem wichtigen Wildbienenarten. Andere parasitische und räuberische Insektenarten sorgen für ein natürliches ökologisches Gleichgewicht, damit Schadorganismen nicht Überhand nehmen. Diese biologischen Abläufe sind in Gefahr, mit allen drastischen Folgen für die Landwirtschaft, das gesamte Ökosystem und damit auch uns Menschen.

    In seinem Vortrag wird Dr. Tennekes auf seine dramatischen Erkenntnisse zu dieser Problematik und den möglichen Umgang damit eingehen, sowie auf neue Wege zur Risikobewertung. Bei einer anschließenden Diskussionsrunde steht Dr. Tennekes außerdem für Fragen der Besucher zur Verfügung.

    Veranstaltungsort ist der Alte Geidenhof, Buchholzer Straße 1 in Hanstedt, am Freitag, dem 24.11.2017 um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei, die drei ausrichtenden NABU-Gruppen erbitten jedoch eine freiwillige Spende von den Besuchern für ihre Naturschutzarbeit.

    Quelle: NABU
    https://www.nabu-winsen-luhe.de/2017/10/26/das-ende-der-artenvielfalt/

  • Thiamethoxam alters honey bee activity, motor functions, and movement to light

    Thiamethoxam alters honey bee activity, motor functions, and movement to light

    Honey bees provide key ecosystem services. To pollinate and to sustain the colony, workers must walk, climb, and use phototaxis as they move inside and outside the nest. Phototaxis, orientation to light, is linked to sucrose responsiveness and the transition of work from inside to outside the nest, and is also a key component of division of labour. However, the sublethal effects of pesticides on locomotion and movement to light are relatively poorly understood. Thiamethoxam (TMX) is a common neonicotinoid pesticide that bees can consume in nectar and pollen. We used a vertical arena illuminated from the top to test the effects of acute and chronic sublethal exposures to TMX. Acute consumption (1.34 ng/bee) impaired locomotion, caused hyperactivity (velocity: +109%; time moving: +44%) shortly after exposure (30 min), and impaired motor functions (falls: +83%; time top: −43%; time bottom: +93%; abnormal behaviours: +138%; inability to ascend: +280%) over a longer period (60 min). A 2-day chronic exposure (field-relevant daily intakes of 1.42–3.48 ng/bee/day) impaired bee ability to ascend. TMX increased movement to light after acute and chronic exposure. Thus, TMX could reduce colony health by harming worker locomotion and, potentially, alter division of labour if bees move outside or remain outdoors.

    Source:
    S. Tosi & J. C. Nieh. Scientific Reports 7, Article number: 15132 (2017)
    doi:10.1038/s41598-017-15308-6

  • Imidacloprid and chlorpyrifos insecticides impair migratory ability in a seed-eating songbird

    Imidacloprid and chlorpyrifos insecticides impair migratory ability in a seed-eating songbird

    Birds that travel long distances between their wintering and breeding grounds may be particularly susceptible to neurotoxic insecticides, but the influence of insecticides on migration ability is poorly understood. Following acute exposure to two widely used agricultural insecticides, imidacloprid (neonicotinoid) and chlorpyrifos (organophosphate), we compared effects on body mass, migratory activity and orientation in a seed-eating bird, the white-crowned sparrow (Zonotrichia leucophrys). During spring migration, sparrows were captured, held and dosed by gavage daily for 3 days with either the vehicle control, low (10% LD50) or high (25% LD50) doses of imidacloprid or chlorpyrifos and tested in migratory orientation trials pre-exposure, post-exposure and during recovery. Control birds maintained body mass and a seasonally appropriate northward orientation throughout the experiment. Imidacloprid dosed birds exhibited significant declines in fat stores and body mass (mean loss: −17% low, −25% high dose) and failed to orient correctly. Chlorpyrifos had no overt effects on mass but significantly impaired orientation. These results suggest that wild songbirds consuming the equivalent of just four imidacloprid-treated canola seeds or eight chlorpyrifos granules per day over 3 days could suffer impaired condition, migration delays and improper migratory direction, which could lead to increased risk of mortality or lost breeding opportunity.

    Source: Margaret L. Eng, Bridget J. M. Stutchbury & Christy A. Morrissey. Scientific Reports 7, Article number: 15176 (2017) doi:10.1038/s41598-017-15446-x

  • The Western Ghats have been witnessing an unusual number of frogs with deformities

    The Western Ghats have been witnessing an unusual number of frogs with deformities

    Scientists and public health experts are alarmed by the phenomenon, which they suspect to be symptomatic of underlying toxicity in the environment and the food chain. “Missing eyes, deformed hind legs, missing limbs, extra limbs, partial limbs, limbs that are bent or bony, and abnormally thin or weak limbs are some of the reported frog abnormalities in the Western ghats,” said Dr. S. Muralidharan from the Division of Ecotoxicology at Salim Ali Centre for Ornithology & Natural History.

    Since frogs are very sensitive to changes in their habitats, studying them would yield clues to the state of the environment, says Dr. Karthikeyan Vasudevan of the Centre for Cellular and Molecular Biology (CCMB), Hyderabad. “A few decades ago, the population of the bald eagle came down in the United States due to use of the DDT pesticide. We cannot commit a similar mistake. More studies are needed to fully understand the issue,” he said.

    Independent studies on the excessive use of pesticides and on the impact of pesticides on amphibians in laboratory conditions suggest a strong link between pesticide use and frog deformities.

    Dr. H.P. Gurushankara from the Central University of Kerala and Dr. S.V. Krishnamurthy from Kuvempu University, Karnataka, conducted a survey in the early 2000s and found an increased number of deformities in the frogs inhabiting paddy fields. Not only do many amphibians breed in the shallow waters of paddy fields, pesticide applications also coincide with the breeding periods of frogs.

    “Considering the scenario of global amphibian population decline, we analysed the impact of pesticides on the amphibians in laboratory conditions and concluded that pesticides could act as a major factor behind the depletion of larval and adult population,” Dr. Gurushankara said.

    The cardamom plantations of Kattapana, which reportedly use a large number of illegal pesticides, are also suspect. “These pesticides are banned in Kerala. But they are illegally brought in from Tamil Nadu,” said Dr. Muthuswamy Murugan from Kerala Agricultural University.

    “Pesticides mainly affect the reproductive health of frogs. But the deformities are only 10% of the actual problem. These chemicals ultimately reach the soil and move into the water system where the larval stage (tadpoles) of the frog develops. We are studying the causes of these deformities though ‘in vitro’ conditions, and trying to assess the environmental health of the region,” said Dr. S.D. Biju from Delhi University.

    Source: The Hindu, 11 Nov 2017
    http://www.thehindu.com/sci-tech/energy-and-environment/frogs-in-western-ghats-with-missing-eyes-extra-limbs-alarm-scientists/article20226775.ece

  • Radboud Universität wertete Daten aus, die seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld auf dem Grundstück von Paul Nothers gesammelt worden waren

    Radboud Universität wertete Daten aus, die seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld auf dem Grundstück von Paul Nothers gesammelt worden waren

    Die Insekten-Population ist in den vergangenen 27 Jahren um knapp 80 Prozent zurückgegangen. Paul Nothers, diplomierter Landwirt, passionierter Jäger und Bundesverdienstkreuzträger, hat schon vor drei Jahren lautstark vor dem Insektensterben und den Folgen für ganze Ökosysteme durch den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden, allen voran Neonikotinoide und Glyphosat, gewarnt. Seit vielen Jahren beobachtet der 84-jährige Orbroicher mit großer Sorge die Abnahme der Insekten. Sie sind nicht nur Bestäuber im Obst- und Gemüseanbau, sondern sie beseitigten auch Schädlinge, zersetzten Aas, Totholz oder Kot.

    Eine brisante Veröffentlichung im Fachmagazin „Plos One“ von Wissenschaftlern aus Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden liefert jetzt den Beleg, dass der von Nothers beobachtete Schwund nicht nur einzelne Standorte wie in Orbroich in Hüls betrifft, sondern ein größerflächiges Problem in Deutschland ist. Bislang waren verlässliche Daten rar. Das ist nun anders.

    Caspar Hallmann von der Radboud University in Nijmegen (Niederlande) und seine Mitarbeiter haben über Jahre nun Daten ausgewertet, die seit 1989 vom Entomologischen Verein Krefeld unter anderem auf dem Grundstück von Paul Nothers gesammelt worden waren. Die ehrenamtlichen Insektenkundler hatten in insgesamt 63 Gebieten mit unterschiedlichem Schutzstatus in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und in Brandenburg sogenannte Malaise-Fallen aufgestellt. Das sind zeltartig aufgestellte Netze, in denen Fluginsekten in einen Sammelbehälter geleitet und getötet werden.

    Die meisten Standorte wurden nur in einem Jahr des Studienzeitraums untersucht, einige in zwei, drei oder vier Jahren. Die Fallen wurden innerhalb einer Saison in regelmäßigen Abständen geleert. Für die Analyse wurde jeweils die Gesamtmasse darin gefangener Insekten bestimmt. Dann verglichen die Forscher, wie sich in einzelnen Lebensräumen – etwa in Heidelandschaften, Graslandschaften oder auf Brachflächen – die Biomasse über die Zeit verändert hatte.

    Insgesamt landeten 53,5 Kilogramm wirbellose Tiere in den Fallen – Millionen Insekten. Die Auswertung hat gezeigt, dass im Verlauf der vergangenen 27 Jahre die jährliche Gesamtmasse im Mittel um etwa 76 Prozent abgenommen hat. Am stärksten war der Verlust im Hochsommer, wenn eigentlich die meisten Insekten herumfliegen. Er betrug knapp 82 Prozent. „Ein Schwund wurde bereits lange vermutet, aber er ist noch größer als bisher angenommen“, sagte Erstautor Caspar Hallmann.

    Vermutlich spiele die intensivierte Landwirtschaft samt Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln sowie der ganzjährigen Bewirtschaftung eine Rolle, erklären die Forscher. Der BUND hat 2010 ein Buch des niederländischen Toxikologen Henk Tennekes veröffentlicht. Es trägt den Titel „Das Ende der Artenvielfalt: Neuartige Pestizide töten Insekten und Vögel.“ Darin beschreibt er die Verwendung von Neonikotinoiden und deren Folgen. Fast alle Untersuchungsstandorte (94 Prozent) waren von landwirtschaftlich genutzten Flächen umgeben. Es sei denkbar, dass Insekten in den Schutzgebieten zwar zunächst gediehen, die Insekten dann aber auf den angrenzenden Ackerflächen verschwänden, heißt es.

    Nothers appelliert, nicht den Landwirten alleinig dafür die Schuld zu geben: „Für die ist es schwierig, ohne neue Produkte der großen Chemiefirmen den Einsatz von Pestiziden und Herbizden zu reduzieren. Deren frühere Monopolstellung, wie beispielsweise bei Glyphosat, ist eine große Geldeinnahmequelle.“

    Ein weiteres Problem sei, dass es für die neuen Chemikalien noch keine Grenzwerte gebe. „Dabei werden sie schon in ganz geringen Mengen wirksam.“ Die geringste Dosis sorge bereits dafür, dass Bienen ihren eigenen Stock nicht mehr finden und langsam, aber sicher deshalb sterben. Neben entsprechenden neuen Grenzwerten und Verboten werde deshalb das Greening in der Landwirtschaft umso notwendiger. Bei Thomas Vennekel in Hüls und bei Nothers in Orbroich sind viele neue Blühstreifen an Acker- und Straßenrändern angesetzt worden. Die helfen zumindest dabei, dass Insekten den kahlen Winter überleben.

    Quelle: Westdeutsche Zeitung, 19.10.17
    http://www.wz.de/lokales/krefeld/krefelder-beweisen-dramatisches-insektensterben-1.2539453

  • Steelhead stocks are rock-bottom in British Columbia

    Steelhead stocks are rock-bottom in British Columbia

    Steelhead anglers may have to start looking for another fish to catch. Four groups have released a joint statement sounding the alarm about the decline of steelhead numbers returning to B.C. rivers. The focal point of that concern is the Thompson River, a major tributary of the Fraser River. Where it once supported a thriving recreational steelhead fishery of 4,000 spawners in the mid-1980s, today the Thompson River has about 250 spawners projected for 2018.

    The four groups—B.C. Wildlife Federation, Steelhead Society of B.C., B.C. Federation of Fly Fishers and B.C. Federation of Drift Fishers—are calling on Fisheries and Oceans Canada and the provincial government, which is directly responsible for steelhead stocks management, to recognize the crisis and develop an action plan in response. “If we don’t take strong action over the next couple of years, we will lose it forever,” said Brian Braidwood, president of the Steelhead Society of B.C.

    Source: Salmon Arm Observer, 9 Nov 2017
    http://www.saobserver.net/news/b-c-steelhead-fishery-faces-extinction/

  • Canadian fish stocks are at risk of collapse

    Canadian fish stocks are at risk of collapse

    Some fish stocks in Canada are at risk of collapse. Some estimates put the overall decline of marine populations at 50 per cent of levels in the 1970s, although the numbers vary depending on the species and its location. Oceana Canada, a scientific research and lobby group, just released its first audit of 159 separate marine fish stocks and found 26 in critical condition, 22 of those in Atlantic Canada.

    Source: Herald News, October 2017
    http://thechronicleherald.ca/novascotia/1516318-many-fish-stocks-critical-%E2%80%94-study