Auteur: Henk Tennekes

  • A Critical Appraisal of the Threshold of Toxicity Model for Non- Carcinogens

    A Critical Appraisal of the Threshold of Toxicity Model for Non- Carcinogens

    Most regulatory agencies assume that there is no safe level of exposure to carcinogens but that a threshold, or “safe” exposure level exists for non-carcinogens. However, recent discoveries have cast serious doubt on the validity of this concept. Five examples of non-carcinogens without an apparent threshold (neonicotinoids, dioxin, dieldrin, endocrine disruptors, and sulfhydryl-reactive metals) are presented. It is also clear by now that the threshold model for non-carcinogens may seriously underestimate actual risk. Risk assessments can no longer assume thresholds for non-carcinogens when the shape of the dose-response curve is linear at low concentrations. Risk management of such chemicals should be based on the ALARA principle (“as low as reasonably achievable”).

    Citation:
    Tennekes HA (2016) A Critical Appraisal of the Threshold of Toxicity Model for Non-Carcinogens. J Environ Anal Toxicol 6:408. doi: 10.4172/2161- 0525.1000408

  • Dozens of sick and dying magpies at Australia’s Northern beaches as mystery illness strikes

    Dozens of sick and dying magpies at Australia’s Northern beaches as mystery illness strikes

    THEY are best known for swooping and terrorising pedestrians but now it is the predatory magpies (Cracticus tibicen) who are fighting for their lives. A mystery illness has struck down record numbers of the black-and-white birds this year and puzzled wildlife officers are desperately trying to work out what is grounding the winged warriors. Wildlife Information, Rescue and Education Service (WIRES) volunteers have reported seeing dozens of sick and dying magpies on the northern beaches in recent days. While juvenile magpies often suffer from gapeworm, which burrow into the mouth and throat, they can be cured with antibiotics. But the cause of the recent spate of deaths ­remains a mystery. Zoologist Professor Gisela Kaplan said one theory was a bacteria in the soil that has flourished because of weather conditions — but this is yet to be proved. “It seems to be very localised and it does seem to be bad,” Prof Kaplan, a WIRES volunteer, said yesterday. WIRES took one very sick magpie to the Australian Registry of Wildlife Health at Taronga Zoo late last week but it died.

    There were hopes tests would shed some light on the plight of the birds but it emerged the magpie had a pre-existing condition rather than a parasitic infection, leaving WIRES none the wiser as to the cause of the spate of deaths.

    Prof Kaplan said magpie numbers were already in decline before the mystery illness struck. “It’s a real worry because these are the most iconic birds in Australia,” she said.
    Source: Herald Sun, 25 October 2016
    http://www.heraldsun.com.au/news/reports-of-dozens-of-sick-and-dying-magpies-at-northern-beaches-as-mystery-illness-strikes/news-story/9ca9cec38e233bfb38097696bf6822b7

  • Losing Ireland’s Curlew: A Bird on the Brink

    Losing Ireland’s Curlew: A Bird on the Brink

    The Curlew (Numenius arquata) is a bird in crisis. Since 2007 they have been red-listed by the IUCN due to their small and declining breeding population. There has been widespread declines all across Europe but it’s the populations in Ireland that are worst hit. Estimates put the decline of native breeding pairs to 86% over the last 25 years. There are only a few hundred breeding pairs left in the country. The Curlew is the largest of the European wading birds. They nest in damp moorland and grassland habitats feeding on a range of worms, invertebrates, crabs and molluscs using their long curved bills to probe the soft ground for food.

    Source: Coast Monkey, 24th October, 2016

    Losing Ireland’s Curlew: A Bird on the Brink

  • Newcastle-Ausbruch in Namibia verursacht Geflügelsterben

    Newcastle-Ausbruch in Namibia verursacht Geflügelsterben

    Das Landwirtschaftsministerium hat ein Verbot gegen den Handel mit und Transport von Hühnern aus und in den vier zentralen Regionen im Norden des Landes erlassen, wo seit einem Ausbruch der Newcastle-Krankheit bereits zahlreiche Hühner verendet sind. In der Praxis bedeutet dies, dass bis auf weiteres weder Hühner, Enten, Strauße, Perlhühner oder Tauben, noch ungekochte Eier, Federn oder Hühnerfutter in oder aus den Regionen Omusati, Oshana, Ohangwena, und Oshikoto gebracht werden dürfen. Dasselbe gilt für Gebiete in Angola, die direkt an die vier betroffenen Regionen grenzen. Wie die amtierende Staatssekretärin des Ministeriums, Sophia Kasheeta, in einer Presseerklärung mitteilte, werde die Polizei Patrouillen und Straßenkontrollen durchführen und Zuwiderhandlungen bestrafen.

    Ferner appellierte sie an Farmer in den betroffenen Kommunalgebieten, sich bei der nächstliegenden Veterinärbehörde Impfstoff gegen die Newcastle-Krankheit zu besorgen, die hoch ansteckend sei und sich bei Geflügel unter anderem durch wässrigen Durchfall, Appetitlosigkeit, Fieber, Apathie, Atemnot, Husten, Nießen und einen Rückgang der Legeleistung bemerkbar mache.

    Des Weiteren ermahnte Kasheeta die Öffentlichkeit, unter keinen Umständen Geflügel zu verzehren, das an der Krankheit verendet sei, sondern sämtliche Todesfälle bei der Veterinärbehörde zu melden und die betroffenen Vögel zu verbrennen.

    Kasheeta zufolge sei die Kranheit erstmals im Juli in der Omusati-Region ausgebrochen, und habe sich dann in angrenzende Regionen ausgebreitet. Obwohl dieses Phänomen in Namibia nicht ungewöhnlich sei, und die Newcastle-Krankheit immer wieder „sporadisch“ auftrete, sei der aktuelle Ausbruch besonders heftig.

    Die Inkubationszeit der Newcastle-Krankheit beträgt vier bis sechs Tage. In Ausnahmefällen kann es bei Menschen, die mit erkrankten Tieren in Berührung geraten, zu einer Entzündung der Bindehaut des Auges kommen.
    Quelle: Allgemeine Zeitung (Namibia), 26.10.16
    https://www.az.com.na/nachrichten/newcastle-ausbruch-verursacht-geflgelsterben

  • 31,5 Prozent der Brutvogelarten Hessens sind ausgestorben oder vom Aussterben bedroht

    31,5 Prozent der Brutvogelarten Hessens sind ausgestorben oder vom Aussterben bedroht

    „Mit der neuen Roten Liste der Vögel ist eine umfassende Bestandsaufnahme über den Zustand der hessischen Vogelwelt erfolgt. Das ist wichtige Grundlage, um darauf aufbauend Maßnahmen zu ihrem Schutz ergreifen zu können“, sagte Umweltstaatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser anlässlich der Veröffentlichung der neuen Roten Liste der bestandsgefährdeten Brutvogelarten Hessens, die vom Umweltministerium herausgegeben wird. Die Arbeit ist ein Gemeinschaftswerk der Staatlichen Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). Die letzte Rote Liste stammt aus dem Jahr 2006.

    Die Rote Liste gibt einen Überblick über die aktuellen Zahlen: In Hessen sind darin 217 Brutvogelarten verzeichnet. 12,6 Prozent der regelmäßigen oder ehemals regelmäßigen Brutvogelarten Hessens sind ausgestorben. 18,9 Prozent sind vom Aussterben bedroht, 3,2 Prozent sind stark gefährdet, 8,4 Prozent werden als gefährdet eingestuft. 5,8 Prozent sind von jeher in Hessen selten, für 12,1 Prozent ist eine künftige Gefährdung wahrscheinlich. 38,9 Prozent der Arten gelten als ungefährdet.

    Beim Schutz von Groß- und Greifvogelarten, die häufig auch als „Flaggschiffarten“ des Naturschutzes gelten, konnten in den vergangenen 25 Jahren bei einigen Arten spektakuläre Erfolge gefeiert werden. So zeigt zum Beispiel der Weißstorch eine sehr positive Entwicklung. Mehr als 400 Brutpaare besiedeln jetzt wieder Hessen, nachdem die Art in den 1970er Jahren fast ausgestorben war. Massive Artenschutzbemühungen haben bei Wanderfalke (Falco peregrinus) und Uhu (Bubo bubo) dazu geführt, dass diese zwischenzeitlich ausgestorbenen Arten sogar aus der aktuellen Roten Liste entlassen werden konnten. Beim Fischadler (Pandion haliaetus) kann möglicherweise in den nächsten Jahren wieder mit einer dauerhaften Brutansiedlung gerechnet werden. Der konsequente Schutz der Brutplätze und das Abstellen der direkten Verfolgung durch den Menschen haben bei diesen Arten die positiven Entwicklungen ermöglicht.

    Für viele der heimischen Brutvogelarten ist die Bestandssituation aber weiterhin kritisch. Für die meisten Arten, die bereits bei der letzten Roten Liste in hohe Gefährdungskategorien eingestuft wurden, hat sich die Gefährdungssituation nochmals verschärft. Besonders schlecht geht es den (Nass-) Wiesenvögeln, den Ackervögeln und den Vögeln, die auf natürlicherweise wenig bewachsene, offene und magere Standorte und deren Ersatzlebensräume (z.B. Sandgruben) angewiesen sind. Die hessischen Feldlerchen (Alauda arvensis) haben beispielsweise in den vergangenen 25 Jahren um mehr als 50 Prozent abgenommen. Die Lebensräume sind auf Grund veränderter Bewirtschaftungsbedingungen heute in weiten Landesteilen verschwunden.

    Für den Kiebitz (Vanellus vanellus), der auch das Titelbild der Roten Liste ziert, wurden zwar in den verbliebenen Brutgebieten zusammen mit ehrenamtlich tätigen Vogelschützern massive Schutzmaßnahmen unternommen. Die Bestandssituation ist aber weiterhin kritisch. Von ehemals mehr als 2000 Brutpaaren ist der hessische Bestand auf 250 bis 400 Paare zurückgegangen. Die Bestände von Braunkehlchen (Saxicola rubetra) und Wiesenpieper (Anthus pratensis), die auf extensiv genutzte Wiesen in den Mittelgebirgen angewiesen sind, sinken. „Hier gilt es zu versuchen, die extensive Wiesennutzung aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass diese Flächen verloren gehen“, so die Staatssekretärin. Erstmals auf der Roten Liste befindet sich der Kuckuck (Cuculus canorus) . Auch bei ihm wirkt sich neben der Klimaerwärmung die Intensivierung der Landnutzung negativ aus.
    Quelle: Fulda Info, 26.10.16

    Licht und Schatten in Hessens Vogelwelt

  • Gefährdete Vogelarten – Es droht ein stummer Frühling – 420 Millionen Vögel weniger in Europa als vor 30 Jahren

    Gefährdete Vogelarten – Es droht ein stummer Frühling – 420 Millionen Vögel weniger in Europa als vor 30 Jahren

    Als die amerikanische Biologin Rachel Carson vor mehr als 50 Jahren ihr Buch “Silent Spring” veröffentlichte, löste sie damit eine weltweite Bewegung gegen Pestizide wie das berüchtigte DDT aus. Damals standen viele Vogelarten kurz vor dem Aussterben, weil das Pflanzenschutzmittel ihre Eierschalen so dünnwandig machte, dass sie zerbrachen, wenn sich ein Vogel zum Brüten daraufsetzte. DDT wurde in vielen Ländern verboten, 1972 auch in Deutschland. Gerade noch rechtzeitig für Wanderfalke (Falco peregrinus), Habicht (Accipiter gentilis) und Seeadler (Haliaeetus albicilla), die dadurch vor dem Aus gerettet wurden. Mittlerweile haben sich die Bestände dieser Arten so gut erholt, dass sie ganz von der Roten Liste der bedrohten Vogelarten gestrichen werden konnten.

    Doch den Erfolgen beim Schutz weniger Großvögel stehen in den vergangenen Jahren drastische Bestandseinbrüche bei vielen anderen Vogelarten gegenüber. Die kürzlich veröffentlichte Neufassung der Roten Liste zeigt, dass viele bis vor kurzem überall häufige Arten in existenzielle Not geraten sind. Da Vögel sogenannte Indikatoren sind, kann man die von Ornithologenverbänden, den staatlichen Vogelschutzwarten und dem Bundesamt für Naturschutz herausgegebene “Rote Liste der Brutvögel Deutschlands” durchaus als eine Art Fieberkurve zum Zustand der gesamten Natur in Deutschland lesen.

    Die auf 49 Seiten zusammengestellten Daten und Analysen sind das Ergebnis Zehntausender Stunden, in denen Wissenschaftler und ein Heer von Freiwilligen die Tiere beobachtet und kartiert haben. Weil die Liste seit mehr als vier Jahrzehnten im Abstand von einigen Jahren immer wieder aktualisiert wird, erlaubt sie auch Aussagen zu Langzeittrends. Die vielleicht wichtigste Erkenntnis der aktuellen Ausgabe: Es sind nicht mehr allein die ohnehin seltenen oder bei der Wahl ihres Lebensraums besonders anspruchsvollen Arten, denen es immer schlechter geht. Zunehmend geraten auch ehemals häufige Allerweltsvögel in Bedrängnis. Erstmals finden sich Wachtel (Coturnix coturnix), Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus), Rotmilan (Milvus milvus) und Goldammer (Emberiza citrinella) wegen ihres starken Rückgangs auf der Vorwarnliste – allesamt typische Bewohner ländlicher Gebiete. Star (Sturnus vulgaris), Bluthänfling (Carduelis cannabina), Rauchschwalbe (Hirundo rustica) und Mehlschwalbe (Delichon urbicum) wurden sogar als “gefährdet” eingestuft. “Die Zahl gefährdeter Arten war seit Mitte der 1990er-Jahre nicht so hoch wie aktuell”, bilanzieren die Autoren.

    Am härtesten trifft es Vögel, die im landwirtschaftlich besonders intensiv genutzten “Offenland” leben, also auf Feldern und Wiesen. Drei Viertel dieser Arten sind mittlerweile in einer der Kategorien von “ausgestorben” bis “gefährdet” eingestuft. Zählt man die Arten hinzu, die auf der Vorwarnliste stehen, sind es sogar 87 Prozent. Der einstmals häufige Wiesenpieper (Anthus pratensis) beispielsweise hat in den vergangenen Jahren die Hälfte seines Bestandes eingebüßt und steht nun neben Kiebitz (Vanellus vanellus), Braunkehlchen (Saxicola rubetra) und Turteltaube (Streptopelia turtur) in der zweithöchsten Gefährdungsstufe “stark gefährdet”, unmittelbar an der Schwelle zur höchsten Stufe “vom Aussterben bedroht”. Dort sind unter anderen Haubenlerche (Galerida cristata), Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe), Brachpieper (Anthus campestris) und Bekassine (Gallinago gallinago) gelistet.

    “Der Rückgang der Arten der Agrarlandschaft ist so stark wie seit der DDT-Krise in den 1960er Jahren nicht mehr”, sagt Martin Flade, der sich beim “Dachverband Deutscher Avifaunisten” wissenschaftlich mit der Bestandsentwicklung dieser Vogelarten befasst. “Eine dramatische Situation, die energische Schritte erfordert”, warnt der Ornithologe. “Wir haben in den vergangenen vier Jahrzehnten etwa die Hälfte unserer Feldvögel verloren, bei einigen Arten wie Kiebitz, Rebhuhn (Perdix perdix) oder dem Braunkehlchen sieht es noch viel schlechter aus. Dort, wo diese ehemaligen Allerweltsarten verschwunden sind, wird der stumme Frühling langsam zur erschreckenden Realität”, sagt Norbert Schäffer, Vorsitzender des bayerischen Landesbunds für Vogelschutz (LBV).

    “Es wirken offensichtlich großflächig bestandsgefährdende Faktoren auf viele Arten und Individuen ein”, bilanzieren die Autoren der Roten Liste mit Blick auf eine in großen Teilen industriell betriebene Landnutzung auch in den vermeintlich grünen ländlichen Regionen. Immer stärker werde die Artenvielfalt auf dem Land etwa durch den Rückgang von Insekten wegen des starken Chemikalieneinsatzes bedroht. “Der Mangel an Nahrung ist der wichtigste Faktor, der zum Verschwinden zahlreicher Vogelarten führt”, sagt auch LBV-Chef Schäffer. “Dazu kommen eine zu hohe und zu dichte Vegetation durch zu starke Düngung oder der Verlust von Brutplätzen durch die Beseitigung lebendiger Lebensraumstrukturen wie Kleingewässer, Hecken oder wildpflanzenreicher Wegränder.”

    Untersuchungen belegen dies. Vögel finden in der maschinengerechten modernen Agrarsteppe häufig schlicht nicht mehr genügend Nahrung, um ihre Jungen vor dem Verhungern und die Art vor dem Bestandseinbruch zu bewahren. “Das Problem ist, dass der größte Teil der Agrarlandschaft zur ökologischen Wüste wird – oder schon geworden ist”, bilanziert Flade, der früher das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin vor den Toren Berlins leitete. Dort ließen Wissenschaftler von Menschen aufgezogene junge Rebhühner in unterschiedlichen Pflanzen-Kulturen nach Nahrung suchen und verglichen die Ergebnisse: Danach hätten die Vögel in Maisfeldern theoretisch 32 Stunden täglich ununterbrochen nach Futter suchen müssen um ihren täglichen Nahrungsbedarf zu decken. Sie können dort also unmöglich überleben.

    Verschärft wird die Lage für viele Vogelarten nach Einschätzung der Wissenschaftler auch durch die Energiewende. Denn die Nachfrage nach großen Flächen zum Anbau von Mais und Raps zur Energiegewinnung oder zum Aufstellen von Windrädern heize den Wettbewerb um die verbliebenen Flächen und den Preisdruck weiter an. Kaum ein Acker bleibe deshalb länger als Brache oder Stilllegungsfläche wirtschaftlich zeitweise ungenutzt. Solche “Naturparadiese auf Zeit” sind mittlerweile fast ganz aus der Agrarlandschaft verschwunden. Es ist paradox, aber der Boom des Ökostroms verschärft die ökologische Krise auf dem Land weiter.

    Deutschland ist in der negativen Öko-Bilanz für seine gefiederten Bewohner keine Ausnahme. Europaweit kommen Wissenschaftler zu ähnlichen Ergebnissen, etwa in einer vor zwei Jahren im Fachblatt Ecology Letters veröffentlichten Studie der Universität von Exeter und der britischen Vogelschutzorganisation RSPB. Analysiert wurde die Entwicklung von 144 Vogelarten in 25 europäischen Ländern während der vergangenen drei Jahrzehnte. Demnach gibt es heute in Europa etwa 420 Millionen Vögel weniger als vor 30 Jahren. 90 Prozent des Verlustes betreffen die häufigsten Vogelarten, darunter Haussperling, Feldlerche und Star. “Die Zahl der Vögel in Europa nimmt in einem alarmierenden Tempo ab und ein großer Teil betrifft Vögel, die unter der Intensivierung der Landwirtschaft leiden”, erklärt Studienleiter Gregory Inger. “Es ist klar, dass die Art und Weise, wie wir mit unserer Umwelt umgehen, selbst für die häufigsten Arten nicht dauerhaft tragfähig ist”, bilanziert der Leiter der RSPB-Forschungsabteilung Richard Gregory.

    Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in Nordamerika. Das aus Vogelschützern und Regierungsstellen in den USA und Kanada bestehende Bündnis “Partners in Flight” kommt in einem Forschungsbericht zu dem Ergebnis, dass dort heute eine Milliarde Vögel weniger leben als vor 40 Jahren. Auch hier werden die intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Chemikalien als zwei der Hauptursachen für den Rückgang der Vogelpopulationen genannt. Wie in Europa verzeichnen auch in Nordamerika einstmals sehr häufige Vogelarten die größten Einbußen und wie hier trifft es Arten der “Offenlandschaft” und insektenfressende Vögel besonders hart. “Häufige Vögel in ihrem Bestand zu erhalten, solange wir es noch können, ist genauso wichtig, wie seltene Arten vor dem Aussterben zu bewahren”, lautet das Fazit der Forscher.

    Für eine Trendwende müsste der Ökolandbau einen Anteil von mindestens 50 Prozent haben. Trotz der kritischen Lage warnen Vogelschützer wie Schäffer vor Fatalismus. Entscheidend sei, jetzt umzusteuern. “Wir wissen bei Feldvögeln recht genau, was wir tun müssen: den Einsatz von Agrochemikalien verringern, Lebensräume wiederherstellen und den Anteil der Ökolandwirtschaft ohne Dünger und Pestizide vergrößern. Die Bestände unserer Feldvögel würden sich dann relativ schnell wieder erholen.” Auch Agrarvogelexperte Flade sieht in einem Ausbau der Bio-Landwirtschaft einen Ausweg aus der Öko-Krise für Vögel. Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin als größte zusammenhängende Ökolandbauregion Deutschlands zeige, dass Naturschutz und Landwirtschaft kein Widerspruch sein müssten, sagt Flade, der dort seit mehr als 20 Jahren Vogelbestände erhebt. “Die Daten zeigen, dass in dem Bereich, der seit Anfang der 1990er Jahre vom Ökolandbau dominiert ist, die Bestandsrückgänge größtenteils aufgehalten wurden.” Und auch die Menschen hätten etwas davon. “Diese Region ist wirtschaftlich prosperierend, der Agrartourismus boomt und es gibt praktisch keine Arbeitslosigkeit.” Für eine Trendwende sei aber ein Anteil von mindestens 50 Prozent nötig. Gegenwärtig sind es bundesweit gerade einmal gut sechs Prozent.
    Quelle: Süddeutsche Zeitung, 25.10.16
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/gefaehrdete-vogelarten-es-droht-ein-stummer-fruehling-1.3221444

  • Ziekteverwekker heeft sinds de jaren negentig een enorme slachting bij amfibieën aangericht

    Ziekteverwekker heeft sinds de jaren negentig een enorme slachting bij amfibieën aangericht

    Juist omdat de meeste amfibieën een vocht- en luchtdoorlatende (en dus kwetsbare) huid hebben die ook een rol speelt bij de ademhaling, zijn de dieren uitstekende indicatoren voor de ecologische gezondheidstoestand van een leefmilieu. Een spectaculaire afname van het aantal amfibieën in een gebied is doorgaans dan ook een teken dat er op natuurlijk vlak iets goed mis is. Hoewel habitatdestructie op mondiaal niveau de belangrijkste bedreiging blijft voor amfibieën, is het oprukken van ziektes tegenwoordig eveneens een belangrijke factor die bijdraagt aan de achteruitgang en het uitsterven van soorten. Zo heeft de beruchte aandoening chytridiomycose, die wordt veroorzaakt door de gistachtige schimmels Batrachochytrium dendrobatidis en Batrachochytrium salamandrivorans, zich inmiddels opgeworpen als de meest destructieve infectieziekte die ooit onder gewervelde dieren heeft huisgehouden. Bd infecteert kikkers, padden en salamanders (de schimmel is al bij honderden soorten aangetroffen) en komt inmiddels voor op alle continenten buiten het amfibieloze Antarctica. De ziekteverwekker heeft sinds de jaren negentig van de vorige eeuw met name in Midden- en Zuid-Amerika een enorme slachting aangericht. Vooral veel kleurrijke soorten die behoren tot het geslacht van de klompvoetkikkers (bijvoorbeeld de oogstrelend mooie harlekijnkikker) zijn zwaar getroffen door de aandoening.
    Bron: Dieren.blog, 7 maart 2016
    http://dieren.blog.nl/natuur-in-nederland/2016/03/07/opmars-van-de-amfibieendoders

  • Deadly bird disease trichomonosis ‘spreads to Europe’

    Deadly bird disease trichomonosis ‘spreads to Europe’

    A disease that is killing greenfinches (Carduelis chloris) and chaffinches (Fringilla coelebs) in the UK has now spread to Europe, scientists report. A paper in the journal Ecohealth confirms that the disease has been found in Finland, Norway and Sweden and is at risk of moving further afield. The disease, called trichomonosis, is caused by a parasite and was first seen in finches in the UK in 2005. Since then, the country’s greenfinches have declined by 35% and chaffinch populations have fallen by 7%. Becki Lawson, a wildlife veterinarian at the Zoological Society for London (ZSL) and lead author of the paper, said: “Trichomonosis has emerged as a very serious threat to these birds, so it is very important that vets and ornithologists collaborate to determine whether we might see further spread and to monitor the impact of the parasite on wild bird populations across Europe.”

    The parasite that causes the disease, Trichomonas gallinae, has long been known in pigeons and doves, and scientists believe it somehow spread from these birds into finch populations.
    The study charts how the disease then moved from central and western counties in England and Wales towards eastern England in 2007, and then into Finland, Norway and Sweden (Fennoscandia) in 2008, as well as spreading further around the UK.

    Researchers believe chaffinches may have spread the disease from Britain to Europe
    Molecular analysis has revealed that the same strain of the parasite was present in UK and European finches, and researchers now believe that migrating chaffinches were responsible for the spread.
    Dr Lawson explained: “It looks like chaffinches left the east of England in 2008, and that spring they went to the breeding ground in Fennoscandia and took the parasite with them, which is where the outbreak occurred.”
    While greenfinches and chaffinches have been most badly hit, the disease has also been diagnosed in a number of other bird species, including the house sparrow and yellowhammer, both of which are already endangered.

    The research team says it is now key to try to understand trichomonosis and to monitor its spread.
    Mike Toms, head of garden ecology from the British Trust for Ornithology and an author of the paper, explains: “We are concerned whenever you see something like this: a sudden drop in a population. “But the fact we have been able to pick this one up and understand why it has happened is a positive thing.”
    They are asking for sightings of any birds displaying symptoms of the disease to be reported to the RSPB online or to the British Trust for Ornithology’s online survey.
    Mr Toms said: “We are looking out for birds that are fluffed up, lethargic and sitting around the bird feeders and not really going anywhere, and maybe looking a bit wet around the bill.
    “Those are the typical signs of disease and if birds are coming into people’s gardens, and people are seeing a number of birds with those symptoms, you should report them.”
    Outbreaks tend to be most severe and most frequent from August to October, he added.
    While it is difficult to treat wild birds suffering from the disease, researchers say there are things that people can do to help limit the spread such as regularly cleaning all feeders, bird baths and feeding surfaces.
    Source: BBC, 22 September 2011
    http://www.bbc.com/news/science-environment-14974236

  • Gelbknopf-Krankheit bedroht Grünfinken

    Gelbknopf-Krankheit bedroht Grünfinken

    Eine Meldung aus dem Landkreis bereitet den Ornithologen Sorge. Eine Gronauerin meldete den Vogelkundlern vor wenigen Tagen, dass sie zahlreiche tote Grünfinken (Carduelis chloris) in ihrem Garten gefunden habe. Sind die Vögel möglicherweise Opfer des Usutu-Virus geworden, vor dem der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) derzeit warnt? „Oder sie hatten die Gelbknopf-Krankheit“, mutmaßt Dieter Goy, Ornithologe aus Sarstedt. Ein Hinweis darauf, so Goy, sei Schleim am Schnabel. Der Gronauer Storchenexperte Manfred Weinhold, nimmt sich des Grünfinken-Falles an. Nach einem Gespräch mit der besorgten Vogelfreundin hat er erfahren, dass den Fundtieren tatsächlich Schleim und Körner am Schnabel klebten. Die Erreger der Gelbknopf-Krankheit sind Einzeller, die Wucherungen im Rachen des Vogels begünstigen, so dass der keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann und verhungert. Im Gegensatz zu Usutu, ist diese Krankheit auf andere Vögel übertragbar. Weinhold rät daher, Wasser- und Futterstellen gründlich zu säubern.
    Quelle: Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 04.10.16
    http://www.hildesheimer-allgemeine.de/news/article/vorsicht-an-der-futterstelle.html

  • An urgent effort to rescue a tiny sparrow from extinction

    An urgent effort to rescue a tiny sparrow from extinction

    Among the most endangered birds in North America is the Florida grasshopper sparrow (Ammodramus savannarum floridanus). The prairie is home to the last wild population of the Florida grasshopper sparrow. Fewer than 150 are believed to remain of the tiny sparrow, which is found only on the prairie of central Florida. The Florida grasshopper sparrow would be the first confirmed bird extinction in the continental United States since the Dusky seaside sparrow, also found in Florida, died out in 1987. The Florida grasshopper sparrow is considered a flagship species representative of the central Florida prairie, a habitat that even few Floridians have seen. “This might be the last gasp genetically to save the Florida grasshopper sparrow,” says Paul Reillo of the Rare Species Conservatory Foundation’s captive breeding center outside of West Palm Beach. He points toward a row of cages where fledglings perch on slender branches. Recordings of wild Florida grasshopper sparrows help them learn to sing. The fledglings are among 21 Florida grasshopper sparrows housed here in shipping containers in the shade of cypress and palm trees. Reillo says they were rescued from failing or flooded nests on the prairie after years of deliberation among researchers and government agencies over whether taking sparrows for captive breeding might negatively impact their wild population.
    “Captive breeding I think is universally recognized in the conservation community as one of the last intervention efforts that you undertake. We want to keep species in the wild. We want endangered species to recover in the wild.” The debate was settled last year when a mother was found dead outside of a nest of chicks. Then this spring a series of heavy rains inundated the prairie, leaving eggs floating and threatening to wipe out a generation of the critically endangered sparrow.
    Reillo and his staff raised the orphaned chicks and incubated the eggs, feeding the hatchlings on an exhausting schedule of every 40 minutes for nearly 24 hours a day. “We started with a rather motley misfit group of founders, and yet we saw amazing reproductive effort. That’s a hopeful sign.”
    The goal is to re-introduce the captive-bred Florida grasshopper sparrows back to the wild, but Reillo says that still is at least a few years away. “The next step in my opinion is can we produce in captivity a fully parent-reared offspring. Fully parent-reared. That means both parents contributing to the care and nurturing of the chicks all the way through to independence.”
    Florida grasshopper sparrows are omnivores, with most of their diet consisting of insects, such as grasshoppers, crickets, beetles, and moths. Most of the vegetation in the sparrow’s diet is made up of sedge seeds and star grass seeds. Florida grasshopper sparrows forage near the ground, and thus, frequent fires are essential to maintain areas of bare ground for foraging.
    Sources: WMFE, 25 October 2016
    http://www.wmfe.org/an-urgent-effort-to-rescue-a-tiny-sparrow-from-extinction/65676
    Wikipedia
    https://en.wikipedia.org/wiki/Florida_grasshopper_sparrow