Auteur: Henk Tennekes

  • Glyphosat steht zunehmend im Verdacht, die Fortpflanzung und Embryonalentwicklung von Mensch und Tier zu beeinträchtigen

    Glyphosat steht zunehmend im Verdacht, die Fortpflanzung und Embryonalentwicklung von Mensch und Tier zu beeinträchtigen

    Glyphosat, Hauptwirkstoff der meisten handelsüblichen Herbizide, ist ein Pflanzengift. Es vergiftet aber nicht nur Pflanzen, sondern schleichend auch Tiere und Menschen. An einer deutschen Universität wurden Urinproben der städtischen Bevölkerung auf Belastungen mit Glyphosat untersucht. Alle Proben wiesen erhebliche Konzentrationen des Herbizidwirkstoffes auf, sie lagen um das 5- bis 20fache über dem Grenzwert von Trinkwasser.

    Glyphosat, Hauptwirkstoff der meisten handelsüblichen Herbizide, ist ein Pflanzengift. Es vergiftet aber nicht nur Pflanzen, sondern schleichend auch Tiere und Menschen. An einer deutschen Universität wurden Urinproben der städtischen Bevölkerung auf Belastungen mit Glyphosat untersucht. Alle Proben wiesen erhebliche Konzentrationen des Herbizidwirkstoffes auf, sie lagen um das 5- bis 20fache über dem Grenzwert von Trinkwasser.

    Die meisten Herbizide, die in der Landwirtschaft eingesetzt werden, aber auch zum Unterhalt von Gleisanlagen, städtischen Gehwegen, Straßenrändern und Kleingärten dienen, enthalten den Wirkstoff Glyphosat. Die bekanntesten Glyphosat- Herbizide sind die von Monsanto hergestellten Roundup- Produkte, doch seit Ablauf des Patentes werden sie auch von zahlreichen anderen Agrochemie-Konzernen wie Syngenta, Bayer, Nufarm oder DowAgro Science hergestellt und vertrieben. Die Hälfte der rund 800 000 Tonnen Glyphosat, die jedes Jahr weltweit produziert werden, kommen mittlerweile aus China.

    Das 1950 in der Schweiz entwickelte und 1970 von Monsanto synthetisierte Glyphosat greift sehr stark in den Stoffwechsel von Pflanzen ein und verhindert die Bildung lebenswichtiger Aminosäuren. Glyphosat ist ein systemisch wirkendes Breitband- Gift gegen fast alle grünen Pflanzen. In Abhängigkeit von der Stoffwechselintensität sterben behandelte Pflanzen innerhalb weniger Tage vollständig ab.

    Durch gentechnische Veränderungen wurden von Monsanto, Bayer und anderen Firmen Pflanzen entwickelt, die resistent gegen Glyphosat sind. So können Plantagen mit genmodifizierten Mais, Soja oder Raps mit Glyphosat abgespritzt werden, um Unkraut zwischen den Kulturpflanzen zu vernichten. Durch diese Methode bleiben jedoch Glyphosat-Rückstände auf dem Erntegut zurück und gelangen in die Nahrungskette von Tier und Mensch.

    Glyphosat im Urin von Mensch und Tier

    Monsanto wirbt weiterhin mit der hohen Umweltverträglichkeit von Roundup-Produkten und behauptet, dass diese weder für Tier noch Mensch giftig wären. Umweltschützer, Tierärzte, Humanmediziner und Wissenschaftler warnen jedoch zunehmend vor den Gefahren von Glyphosat in der tierischen und menschlichen Nahrungskette sowie in der Umwelt. Äußerst bedenklich ist, dass Glyphosat inzwischen auch im Körper von Tieren und Menschen nachgewiesen wird. Auf der Suche nach den Ursachen für schwere Erkrankungen ganzer Tierbestände in Norddeutschland, insbesondere bei Rindern, wurde wiederholt Glyphosat in Urin, Kot, Milch und Futtermitteln der Tiere festgestellt. Alarmierend war, dass auch bei den betroffenen Landwirten Glyphosat im Urin nachgewiesen wurde.

    Belastungen im menschlichen Urin

    Um abzuklären, ob Glyophosat-Belastungen nur bei Personen mit direktem Kontakt zu kontaminierten Futtermitteln oder Glyphosat-Präparaten nachzuweisen sind, oder ob auch andere Bevölkerungsgruppen einer Gefährdung unterliegen, wurden Angestellte, Journalisten und Anwälte aus Berlin untersucht(*), die keinen Umgang mit Glyphosat-Präparaten hatten. In allen Urinproben dieser Personengruppen wurde im Dezember 2011 Glyphosat nachgewiesen. Die Werte schwankten von 0,5 bis 2 ng Glyphosat pro ml Urin (Trinkwassergrenzwert: 0,1 ng/ml). Keiner von den Untersuchten hatte direkten Kontakt mit der Landwirtschaft.

    Totspritzen vor der Ernte

    Glyphosat gelangte in den letzten 10 Jahren wahrscheinlich zunehmend über die täglichen Nahrungsmittel wie Fleisch, Milchprodukte, Gemüse und Getreideprodukte in unsere Körper. Gentechnisch verändertes Roundup-Soja, dessen Glyphosat- Rückstände in die tierische Nahrungskette gelangen, sind dabei allerdings nur ein Risikofaktor.

    Noch gefährlicher ist momentan, dass in der EU seit einigen Jahren vermehrt Herbizide zur Sikkation von Erntebeständen, insbesondere von Getreide, Kartoffeln, Raps und Hülsenfrüchten, eingesetzt werden. Bei dieser Methode werden Herbizide kurz vor der Ernte direkt auf die zu erntenden Kulturpflanzen gespritzt. Das Totspritzen, wie die Sikkation treffender bezeichnet werden sollte, erleichtert durch gleichmäßig abgestorbene Pflanzen die Ernte. Wenn zum Beispiel in einem nassen Sommer wie 2011 das Getreide nicht mehr richtig ausreift, wird es mit den Herbiziden zur “Totreife” gebracht. Auf diese Weise können die erwünschten Trockengrade des Korns erreicht und zugleich das Unkraut für die nächste Aussaat entfernt werden.

    Bei Kartoffeln wird durch die Herbizidspritzung (2,5 l/ha) kurz vor der Ernte die Festigkeit der Schalen verbessert sowie die Anfälligkeit für Knollenfäule und die Keimfähigkeit der Kartoffeln reduziert, was die Lagerfähigkeit verbessert. Ein Teil der Wirkstoffe des Herbizids dringt dabei über den Blattkörper direkt in die Kartoffel ein. Der Abbau des Pflanzengifts findet erst im Körper der Konsumenten statt.

    In der Werbeschrift von Syngenta heißt es zur Sikkation: Die chemische Sikkation gehört heute für professionelle Betriebe zu den Standardmaßnahmen einer qualitativ hochwertigen Produktion […]. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der “ökonomischen Reife”, da durch den Einsatz des Krautabtötungsmittels eine sichere Terminierung des Ernteablaufes möglich ist.

    Vor diesem Hintergrund haben die EU-Behörden den Grenzwert für Glyphosat in Brotgetreide um das 100fache gegenüber dem Grenzwert für Gemüse heraufgesetzt. Im Futtergetreide ist er sogar um das 200fache erhöht worden, wobei dies nicht einmal in relevanten Stichproben überprüft wird. Dabei sind den Pflanzenschutzbehörden die negativen Auswirkungen von Gyphosat durchaus bewusst. So ist Glyphosat nicht zum Totspritzen bei der Saatgutvermehrung und bei Braugerste zugelassen, da dadurch die Keimfähigkeit herabgesetzt wird. Mit totgespritztem Getreide kann kein Bier gebraut werden. Bei Brot- und Futtergetreide wird aber die herabgesetzte Keimfähigkeit in Kauf genommen. Getreidestroh aus totgespritzten Beständen soll gemäß der Behörde im gleichen Jahr nicht zur Fütterung eingesetzt werden, was aber weder kontrolliert noch eingehalten wird (siehe auch den hervorragend recherchierten Artikel: Sikkation – ein Grund zu Fragen). Es ist so unvorstellbar, dass man es sich noch einmal vor Augen führen muss. Kurz bevor Getreide geerntet, gedroschen und an Großbäckereien verkauft wird, spritzen die Bauern es mit Total-Herbiziden noch einmal ab, damit die Getreidepflanzen absterben und eine gleichmäßige Scheinreife aufweisen. Man könnte das Glyphosat genauso gut auch in den Brotteig rühren. Mit eiweißreichen Futtermitteln ist es das gleiche, auch da wird das Herbizid direkt in die Frucht gespritzt, bevor es einige Tage später als Kraftfutter verkauft wird.

    Sikkation ist einer der ungeheuerlichsten Skandale der modernen Landwirtschaftsgeschichte. Grund dafür ist nicht zuletzt eine katastrophale Lücke in der EU-Gesetzgebung. Während bei der Ausbringung von Pestiziden und Insektiziden nachvollziehbare Wartezeiten zwischen Ausbringung des Pestizides und der Ernte eingehalten werden müssen, gilt für Glyphosat [und vergleichbare Wirkstoffe wie Glufosinat-Ammonium (Basta/Liberty Link), Deiquat oder Diquat (Reglone), Carfentzarone (Shark), Cyanamid (Azodef), Cinidon-ethyl (Lotus) und Pyraflufen (Quickdown)], weil sie als Herbizide eingestuft sind, nur eine völlig ungenügende Wartezeit. Während z.B. im Weinbau beim Einsatz von rein mineralischem Netzschwefel eine Wartefrist von 8 Wochen gilt, darf Brotgetreide mit einer Wartefrist von lediglich 7 Tagen mit Glyphosat gespritzt werden.

    Es besteht dringender Handlungsbedarf. Unabhängig aller sonstigen Risiken von Glyphosat muss ein unverzügliches Verbot der Sikkation durchgesetzt werden. Sikkation ist fahrlässige Körperverletzung und auch mit dem gesetzlich verankerten Tierschutz nicht zu vereinbaren. Im Gegensatz zur EU ist die Sikkation mit Herbiziden in der Schweiz verboten, was die Schweizer Konsumenten und den Schweizer Viehbesatz allerdings nur bedingt schützt, da knapp die Hälfte der Lebensmittel und zwei Drittel der Futtermittel aus Ländern importiert werden, in denen Sikkation die übliche landwirtschaftliche Praxis geworden ist.

    Sonstiger Einsatz von Glyphosat

    Glyphosathaltige Präparate werden auf öffentlichen Flächen wie Kindergärten, Schulen oder Parkanlagen zur Unkraut und Gehölzbekämpfung eingesetzt. Gemeinden und Städte halten auf diese Weise Strassen- und Wegränder bewuchsfrei. Das ist zwar gesetzlich sowohl in Deutschland (§ 6 Abs. 2 PflSchG ) als auch in der Schweiz verboten, wird von den Gemeindeverwaltungen aber quasi flächendeckend ignoriert. Die Bundesbahn hält mit Glyphosat ihre Gleisanlagen kahl, wobei es insbesondere in den Bahnsteigsbereichen zu gefährlichen Ausgasungen kommen kann. In Kleingärten wird Roundup gern zur Erneuerung von Rasenflächen und zur Säuberung von Gehwegen eingesetzt. Da Glyphosat-Präparate über die Baumärkte und den Internet-Handel unbegrenzt verfügbar sind, lassen sich unsachgemäße Anwendungen im Wohnumfeld und in Kleingärten nicht ausschließen. In konventionellen Dauerkulturen wie Wein, Himbeeren, Apfel, Kiwi usw. werden mittels Glyphosat die Flächen unterhalb der Kulturpflanzen freigehalten, oft aber sogar die gesamten Plantageflächen. In verschiedenen Kulturen, wie beispielsweise auf Ananasplantagen, werden die Pflanzen nach der Ernte mit enormen Mengen Glyphosat abgespritzt, um anschließend mit geringerem Aufwand die abgestorbenen Pflanzenreste in den Boden unterzupflügen.

    Gesundheitliche Auswirkungen von Glyphosat

    Einige bedenkliche Auswirkungen von Glyphosat sind den Pflanzenschutzmittelbehörden in Deutschland durchaus bekannt (siehe: Anfrage der Grünen im Bundestag oder auch die NABU-Studie). Keine ausreichenden Erkenntnisse liegen jedoch über die Verbreitung der Kontamination von Futter und Lebensmitteln und den daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen vor.

    Der Nachweis von Glyphosat ist nicht ganz einfach und kann bisher nur in wenigen Speziallabors durchgeführt werden. Im Boden wird Glyphosat stark an Bodenpartikel angelagert. Es beeinträchtigt nützliche Bakterien und tötet Algen ab. Dadurch können sich verstärkt pflanzenschädigende Schimmelpilze vermehren, und es kann zur Festlegung von Mikronährstoffen, insbesondere Mangan, und damit zu Mangelerkrankungen kommen. Ein ähnlicher Effekt wird im Verdauungstrakt von Tieren und Menschen vermutet. Ob und in welchem Ausmaß sich daraus gesundheitliche Auswirkungen ergeben, ist bislang nicht ausreichend geklärt. Glyphosat kann unter Umständen auch die Mikroorganismenflora im Magen-Darm-Trakt von Mensch und Tier beeinträchtigen. Die schleichenden negativen Veränderungen der Darmflora haben mit großer Wahrscheinlichkeit auch langfristig gesundheitliche Folgen, wie erste Studien befürchten lassen.

    Glyphosat steht zunehmend im Verdacht, die Fortpflanzung und Embryonalentwicklung von Mensch und Tier zu beeinträchtigen. Beispielsweise wurden bereits Fruchtbarkeitsstörungen bei Rindern beobachtet. Glyphosat steht darüber hinaus im Verdacht, bei Menschen bestimmte Krebserkrankungen des lymphatischen Systems zu fördern und die Entstehung von Hauttumoren zu begünstigen. In die Verdauungstrakte von Tier und Mensch gelangt mit dem Glyphosat eine Zeitbombe, die durch weitere Störungen, wie schlechte oder einseitige Nahrung sowie durch Stress, zur Zündung gebracht werden kann (siehe: Resümee wissenschaftlicher Studien zu gesundheitlichen Risiken durch Glyphosat, siehe auch die ARD-Reportage “Monsanto-Gift im Acker”).

    Anfang 2009 konnte Prof. Gilles Seralini und sein Team von der Universität Caen nachweisen, dass bereits geringe Mengen von Roundup zum Absterben menschlicher Zellkulturen führen. Seralini kam zu dem Schluss, dass Belastungen, wie sie typischerweise als Rückstand in mit Roundup sikkatiertem Getreide und somit in der menschlichen oder tierischen Ernährung zu erwarten sind, zu Zellschädigungen führen. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts galt das Insektengift DDT als segensreich und unverzichtbar. Es war für die Hersteller ein großes Geschäft. Doch DDT reicherte sich aufgrund seiner chemischen Stabilität weltweit im Fettgewebe von Tieren und Menschen an. Es geriet in den Verdacht, krebserregend zu sein. Daraufhin wurde DDT nach langjährigen Auseinandersetzungen in den meisten westlichen Ländern in den 70er Jahren verboten. Das aufrüttelnde Buch “Der stille Frühling” von Rachel Carson, das 1962 erschien, hatte daran einen wesentlichen Anteil.

    Wir sollten uns fragen, was uns unsere Gesundheit wert ist, und ob wir und unsere Kinder zukünftig immer mehr Glyphosat täglich aufnehmen wollen. Es gab zu DDT und es gibt zu Roundup bessere Alternativen. Es liegt an uns Verbrauchern, den Landwirten und den verantwortlichen Stellen in den Regierungen und Gemeinden, ob sich Glyphosat weiter in der Umwelt und unserer Nahrungskette anreichern soll.

    (*) Die Adresse des untersuchenden Universitätslabors, die Analysewerte und die Evaluation der Analysemethode liegen der Redaktion vor. Aufgrund von nicht unerheblichem Druck durch Vertreter der Agrochemie und der Befürchtung, dass die Arbeit des Labors zu stark beeinträchtig werden könnte, werden die kompletten Analysereihen erst im Laufe des Jahres veröffentlicht. Es wird derzeit die Glyphosat-Analytik in mehreren Labors Deutschlands, der Schweiz und Österreichs aufgebaut, um standardmäßig und in repräsentativen Größenordnungen die Belastung von Tieren, Menschen, Lebens- und Futtermitteln ermitteln zu können. Denn bisher ist es nicht einmal möglich, die eigene Belastung oder die des eigenen Viehbestandes nach geeichtem Standard analysieren zu lassen.

    Quelle: Greenpeace Aachen, im Mai 2014
    http://www.greenpeace-aachen.de/gentechnik/herbizide_im_urin.php

  • Jäger warnen in Heede: Es gibt immer weniger Vögel

    Jäger warnen in Heede: Es gibt immer weniger Vögel

    Ein Einbruch aller vorkommenden Vogelarten beklagte der Vorsitzende des Hegering Heede, Aloys Bruns, während der jüngsten Generalversammlung. Dieses zeige sich nicht nur in den Abschusszahlen der jagdbaren Vogelarten wie dem Fasan, sondern auch bei den Garten-, Wald- und Wiesenvögeln wie Tauben, Enten und Rabenvögel. So erreichten die Fasane seit Jahrzehnten den niedrigsten Stand. Einige Reviere verzichteten aus diesem Grunde auf ihre Treibjagd, um eine Mindestpopulation für das nächste Jahr zu erhalten. Des weiteren seien nur noch 447 Tauben (im Jahr zuvor 1450 Tauben) erlegt worden. Auch bei den Enten und Rabenvögeln konnte circa die Hälfte der Anzahl zur Strecke gebracht werden. Bemerkenswert zeige sich auch der deutliche Rückgang der nicht bejagdbaren Wildvögel wie Kiebitz, Brachvogel, Austernfischer und sogar der Singvögel in den heimischen Gärten. Die Ursachen seien laut der Landesjägerschaft immer noch nicht eindeutig geklärt. Man vermute jedoch mehrere Ursachen, wie Intensivlandwirtschaft, Einstellung des Flächenstilllegungsprogramms seit 2007, Biogasanlagen, Witterungsverhältnisse und vermehrtem Einsatz von Insektiziden/Herbiziden.

    Ein Einbruch aller vorkommenden Vogelarten beklagte der Vorsitzende des Hegering Heede, Aloys Bruns, während der jüngsten Generalversammlung. Dieses zeige sich nicht nur in den Abschusszahlen der jagdbaren Vogelarten wie dem Fasan, sondern auch bei den Garten-, Wald- und Wiesenvögeln wie Tauben, Enten und Rabenvögel. So erreichten die Fasane seit Jahrzehnten den niedrigsten Stand. Einige Reviere verzichteten aus diesem Grunde auf ihre Treibjagd, um eine Mindestpopulation für das nächste Jahr zu erhalten. Des weiteren seien nur noch 447 Tauben (im Jahr zuvor 1450 Tauben) erlegt worden. Auch bei den Enten und Rabenvögeln konnte circa die Hälfte der Anzahl zur Strecke gebracht werden. Bemerkenswert zeige sich auch der deutliche Rückgang der nicht bejagdbaren Wildvögel wie Kiebitz, Brachvogel, Austernfischer und sogar der Singvögel in den heimischen Gärten. Die Ursachen seien laut der Landesjägerschaft immer noch nicht eindeutig geklärt. Man vermute jedoch mehrere Ursachen, wie Intensivlandwirtschaft, Einstellung des Flächenstilllegungsprogramms seit 2007, Biogasanlagen, Witterungsverhältnisse und vermehrtem Einsatz von Insektiziden/Herbiziden.

    Da die Aufzucht von Jungtieren in erster Linie von Insekten und Unkrautsamen abhängig ist, sind diese lebensnotwendig in den ersten Tagen.
    Der Hegeringleiter Aloys Bruns forderte die Jäger auf, alle Vögel, deren Todesursachen nicht geklärt seien, zur Untersuchung zur Landesjägerschaft Hannover zu schicken. Aber nicht nur bei den Wildvögeln sei ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen, sondern auch bei den anderen Niederwildarten.
    Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung, 21.04.14
    http://www.noz.de/lokales/doerpen/artikel/468848/jager-warnen-in-heede-es-gibt-immer-weniger-vogel

  • Pestizide gehören zu den wichtigsten  Gründen für die Bestandsabnahmen bei Vögeln der Agrarlandschaft

    Pestizide gehören zu den wichtigsten Gründen für die Bestandsabnahmen bei Vögeln der Agrarlandschaft

    Pestizide wirken auf Vögel und Säugetiere entweder direkt durch Vergiftung oder indirekt durch Reduktion der Nahrung und der Deckung. In diesem Bericht behandeln wir vor allem die indirekten Effekte und das dafür erforderliche Risikomanagement. Nach einer jahrzehntelangen Intensivierung der Landwirtschaft in Deutschland befinden sich viele Populationen von Vögeln und Säugetieren der Agrarlandschaft in einem schlechten Erhaltungszustand. Für 27 Vogel- und 22 Säugerarten der Agrarlandschaft stellen wir Daten zu Trend, Habitatwahl (Wahl der Feldfrucht), Bedrohungen und Risiko-Managementmaßnahmen zusammmen. Die indirekte Wirkung von Pestiziden auf Populationsniveau ist für vier europäische Agrarvogelarten und einige Säugerarten außerhalb Europas nachgewiesen.

    Pestizide wirken auf Vögel und Säugetiere entweder direkt durch Vergiftung oder indirekt durch Reduktion der Nahrung und der Deckung. In diesem Bericht behandeln wir vor allem die indirekten Effekte und das dafür erforderliche Risikomanagement. Nach einer jahrzehntelangen Intensivierung der Landwirtschaft in Deutschland befinden sich viele Populationen von Vögeln und Säugetieren der Agrarlandschaft in einem schlechten Erhaltungszustand. Für 27 Vogel- und 22 Säugerarten der Agrarlandschaft stellen wir Daten zu Trend, Habitatwahl (Wahl der Feldfrucht), Bedrohungen und Risiko-Managementmaßnahmen zusammmen. Die indirekte Wirkung von Pestiziden auf Populationsniveau ist für vier europäische Agrarvogelarten und einige Säugerarten außerhalb Europas nachgewiesen.

    Daten zur Nahrungs- und Habitatwahl lassen jedoch vermuten, dass zahlreiche weitere Arten
    betroffen sind. Wir stellen einen Index zu Sensivität gegenüber indirekten Effekten von
    Pestiziden in Deutschland vor. Nach Expertenmeinung gehören Pestizide zu den wichtigsten
    Gründen für die Bestandsabnahmen bei Vögeln der Agrarlandschaft. Diese Sichtweise wird
    durch weitere in diesem Bericht zusammengestellte Indizien unterstützt.
    Wir untersuchen Risikomanagementmaßnahmen bezüglich ihrer Effizienz und ihrer Akzeptanz
    bei Landwirten und Behörden. Derzeit umfassen Vertragsnaturschutzmaßnahmen, die negative
    Auswirkungen der modernen Landwirtschaft kompensieren sollen, nur etwa 0.5% der
    Ackerfläche Deutschlands, eine offensichtlich unzureichende Fläche. Wir schlagen ein
    Zielartenkonzept vor um die Umsetzung des Risikomanagements zu erleichtern. Wir skizzieren
    verschiedene Strategien zur Implementierung eines wirkungsvollen Risikomanagements und vergleichen die Kosten. Eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel zur Finanzierung eines
    regionalen Risikomanagements erscheint als die günstigste Lösung.

    Quelle: Umweltbundsamt, im Mai 2014

  • Umweltbundesamt (German Federal Environment Agency) Report: Pesticides Disrupt the Food Web

    Umweltbundesamt (German Federal Environment Agency) Report: Pesticides Disrupt the Food Web

    The extensive use of plant protection products in agriculture is causing increasing harm to farmland birds. This is the conclusion reached in a study done on behalf of the Federal Environment Agency The partridge and skylark in particular are finding less food because, besides killing pests, the chemicals used also kill prey such as butterflies, caterpillars and other insects. In addition, herbicides eliminate wild arable plants on which insects depend on farmland. The result is permanent disruption of the food web. It is possible however to protect biodiversity on fields and grassland. “We need a certain land area where no plant protection agents are spread. Farmland birds, butterflies and bees would then find enough nutrition on such flowering strips and fallow land.”

    The extensive use of plant protection products in agriculture is causing increasing harm to farmland birds. This is the conclusion reached in a study done on behalf of the Federal Environment Agency The partridge and skylark in particular are finding less food because, besides killing pests, the chemicals used also kill prey such as butterflies, caterpillars and other insects. In addition, herbicides eliminate wild arable plants on which insects depend on farmland. The result is permanent disruption of the food web. It is possible however to protect biodiversity on fields and grassland. “We need a certain land area where no plant protection agents are spread. Farmland birds, butterflies and bees would then find enough nutrition on such flowering strips and fallow land.”

    The researchers for the UBA study evaluated a great deal of existing research on the vulnerability of the populations of 27 bird and 22 mammalian species. They wanted to determine the causes of the biodiversity loss observed in many areas. The use of an insecticide often means death
    by starvation for the young and endangerment of the species of farmland birds in particular, which depend on the insects found on fields to rear their young. In the cases of the partridge, the goldhammer and skylark, these indirect effects of plant protection products have largely been
    scientifically proven. All species of ground nesting birds also suffer as a result of the use of fungicides which allow crops to be planted ever more closely together, leaving too little room and food for birds to raise their young.

    Compensatory measures are needed since a complete ban on chemical plant protection agents is incompatible with intensive agriculture. “Flowering strips, fallow land and low density seeding can also do their bit to protect biodiversity on fields in the age of modern, intensive agriculture. Many of these practices are already part of the agri-environmental programmes of the German Federal States, and therefore we have gained good experience with them in terms of practicability and effectiveness. The negative effects of plant protection products can thus be reduced considerably, without jeopardising crop yields,” said Thomas Holzmann. In any case efforts for the long term must work to reduce the dependency of the agricultural sector on the use of pesticides. This is
    also the clearly defined aim of the EU Framework Directive on the Sustainable Use of Pesticides which Member States must achieve. Organic farming practices are already proving that it is possible to do largely without chemical plant protection products. Organic farming in Germany
    has had a land area of only 6 per cent up to now – thereby failing to meet the target of the national sustainability strategy of at least 20 per cent for organic farming. “We can and must make a greater effort in this regard,” said Mr Holzmann.

    Source: Umweltbundesamt (Federal Environment Agency), May 2014, Press release

  • Veel van de planten die te koop zijn bij het tuincentrum zitten boordevol pesticiden, blijkt uit onderzoek van Greenpeace

    Veel van de planten die te koop zijn bij het tuincentrum zitten boordevol pesticiden, blijkt uit onderzoek van Greenpeace

    Lavendelplanten, klokjesbloem of de sneeuwbal. Allemaal prachtig bloeiende tuinplanten en zeer aantrekkelijk voor bijen en hommels. De tuinder is blij met zijn bloeiende tuin en bijen vinden veel stuifmeel op de bloeiende planten. Een win- winsituatie. Veel mensen doen graag hun best voor de bijen en vlinders in de tuin. Ze zetten de tuin vol met bloeiende planten en hopen zo een steentje te kunnen bijdragen tegen de toenemende bijensterfte. Helaas blijken de meeste planten niet zo bij-vriendelijk. Veel van de planten die te koop zijn bij het tuincentrum zitten boordevol pesticiden, blijkt uit onderzoek van Greenpeace. Greenpeace liet 69 planten onderzoeken op 400 verschillende soorten pesticiden en de resultaten zijn schokkend. Slechts één monster bevatte geen enkel bestrijdingsmiddel; op alle andere monsters trof Greenpeace schadelijke bestrijdingsmiddelen aan. Ook zijn pesticiden gevonden die in Nederland verboden zijn.

    Lavendelplanten, klokjesbloem of de sneeuwbal. Allemaal prachtig bloeiende tuinplanten en zeer aantrekkelijk voor bijen en hommels. De tuinder is blij met zijn bloeiende tuin en bijen vinden veel stuifmeel op de bloeiende planten. Een win- winsituatie. Veel mensen doen graag hun best voor de bijen en vlinders in de tuin. Ze zetten de tuin vol met bloeiende planten en hopen zo een steentje te kunnen bijdragen tegen de toenemende bijensterfte. Helaas blijken de meeste planten niet zo bij-vriendelijk. Veel van de planten die te koop zijn bij het tuincentrum zitten boordevol pesticiden, blijkt uit onderzoek van Greenpeace. Greenpeace liet 69 planten onderzoeken op 400 verschillende soorten pesticiden en de resultaten zijn schokkend. Slechts één monster bevatte geen enkel bestrijdingsmiddel; op alle andere monsters trof Greenpeace schadelijke bestrijdingsmiddelen aan. Ook zijn pesticiden gevonden die in Nederland verboden zijn.

    Giftige luizenverdelgers en mierenlokdozen
    Een jaar geleden liet Radar al zien dat de tuincentra vol liggen met luizenverdelgers en mierlokdozen die zeer schadelijk zijn voor honingbijen. In deze insectenverdelgers zitten hoge doses van zogenaamde neonicotinoïden, die zeer giftig zijn voor honingbijen.

    Gifplanten
    Greenpeace heeft onderzoek gedaan naar pesticiden op sierplanten. Een dergelijk onderzoek is niet eerder gedaan in Nederland. De geteste planten blijken in totaal 57 keer behandeld met één van de 22 in Nederland illegale bestrijdingsmiddelen dus.

    Acuut giftig voor bijen
    Gemiddeld werden 7 verschillende soorten pesticiden op de monsters gevonden. De meest besmette plant bleek een skimmia met maar liefst 14 verschillende soorten bestrijdingsmiddelen. Naast de verboden bestrijdingsmiddelen werden ook bestrijdingsmiddelen gevonden die acuut giftig zijn voor bijen.

    Een deel van de bestrijdingsmiddelen valt onder de noemer neonicotinoïden, een insectenbestrijdingsmiddel dat systemisch werkt. Dit houdt in dat het middel in de hele plant zit. Zaden worden in deze insecticide gedoopt, wat tijdens de groei door de hele plant verspreid wordt.

    Bijensterfte door neonicotinoïden
    Deze insecticiden zijn zeer schadelijk voor bijen. In Duitsland werden bijen uitgerust met een zendertje. Zo konden ze goed worden gevolgd. Hieruit bleek dat bijen die blootgesteld waren aan thiacloprid (een neonicotinoïde) de weg naar de korf niet meer weten. Zo kunnen ze het verzamelde voedsel niet naar de korf brengen en sterven de bijen uiteindelijk.

    Volgens Kees Kodde , campagneleider bij Greenpeace, zijn neonicotinoïden voor bijen 7000 keer giftiger dan DDT, een inmiddels berucht en verboden bestrijdingsmiddel. Bijen krijgen deze stoffen niet alleen binnen via nectar en stuifmeel, maar ook via vervuild oppervlaktewater en vocht dat planten uitscheiden.

    Meest giftige monsters bij Intratuin
    Intratuin heeft de twijfelachtige eer koploper te zijn als het gaat om de gevonden pesticiden. Hier vond Greenpeace de meeste monsters die acuut giftig zijn voor bijen, hier gaan bijen meteen dood aan en de meeste pesticiden die niet gebruikt mogen worden in de Nederlandse sierteelt. Daarnaast komen 7 van de top tien giftigste planten bij Intratuin vandaan.

    Bij de andere geteste tuincentra is het niet veel beter. Ook bij BoerenBond-Welkoop en Groenrijk worden veel en illegale bestrijdingsmiddelen aangetroffen.

    Bee Happy niet vrij van bestrijdingsmiddelen
    Zelfs de bollenmix “Bee Happy”, speciaal geselecteerde bollen voor bijen en vlinders blijkt niet vrij van bestrijdingsmiddelen. Er valt dus nog een wereld te winnen voor een blije bij.

    Meer informatie: www.reddebijen.nl

    Bron: Tros Radar, 21-04-14
    http://www.trosradar.nl/uitzending/archief/detail/aflevering/21-04-2014/pesticiden-op-tuinplanten/

  • Ségolène Royal roept burgemeesters op om te stoppen met het gebruik van gewasbeschermingsmiddelen in hun gemeentes

    Ségolène Royal roept burgemeesters op om te stoppen met het gebruik van gewasbeschermingsmiddelen in hun gemeentes

    Royal, Franse minister van ecologie en energie, doet dat uit naam van de publieke gezondheid en biodiversiteit. “Gewasbeschermingsmiddelen vormen een gezondheidsrisico en vandaag de dag zijn er manieren die het mogelijk maken om te stoppen met beschermingsmiddelen en het terugwinnen van de biodiversiteit, zoals vlinders die soms volledig uit bepaalde gebieden zijn verdwenen.” Een meerderheid in het Franse parlement stemde voor een wetsvoorstel om vanaf januari 2020 gewasbeschermingsmiddelen te weren uit publieke groenruimtes en bloemenbedden. Wegonderhoud, sportvelden en begraafplaatsen vallen buiten deze wet. Inmiddels hebben 450 steden en gemeentes zich bij de ‘zero pesticide’-beweging aangesloten, waaronder Lyon, Grenoble, Dijon en vele provinciale gemeentes.

    Royal, Franse minister van ecologie en energie, doet dat uit naam van de publieke gezondheid en biodiversiteit. “Gewasbeschermingsmiddelen vormen een gezondheidsrisico en vandaag de dag zijn er manieren die het mogelijk maken om te stoppen met beschermingsmiddelen en het terugwinnen van de biodiversiteit, zoals vlinders die soms volledig uit bepaalde gebieden zijn verdwenen.” Een meerderheid in het Franse parlement stemde voor een wetsvoorstel om vanaf januari 2020 gewasbeschermingsmiddelen te weren uit publieke groenruimtes en bloemenbedden. Wegonderhoud, sportvelden en begraafplaatsen vallen buiten deze wet. Inmiddels hebben 450 steden en gemeentes zich bij de ‘zero pesticide’-beweging aangesloten, waaronder Lyon, Grenoble, Dijon en vele provinciale gemeentes.

    Gemeentes die voor 2020 ‘middelenvrij’ werken, ontvangen financiële steun (vijftig procent) van waterbedrijf Rhône Méditerranée Corse bij het trainen van personeel, investeringen in mechanische of thermale wiedmaterialen en communicatie. Het waterbedrijf verwacht een belangrijke vooruitgang van de waterkwaliteit. Veertig procent van de onkruidverdelgers, die in steden wordt gebruikt op ondoordringbare oppervlaktes belandt nu direct in waterlopen of grondwater.
    Bron: AGF, 6 mei 2014
    http://www.agf.nl/artikel/110917/Franse-zero-pesticide-wet-in-2020-van-kracht

  • Het nieuwste rookgordijn in de bestrijdingsmiddelenatlas: correlaties met landgebruik

    Het nieuwste rookgordijn in de bestrijdingsmiddelenatlas: correlaties met landgebruik

    In de nieuwste versie van de bestrijdingsmiddelenatlas kunnen correlaties worden opgevraagd tussen gemeten concentraties van een gekozen stof in het oppervlaktewater en oppervlakte landgebruik in de gekozen periode in geheel Nederland. In de kolom significantie wordt in klassen weergegeven hoe sterk de aanwijzing is van een mogelijke bijdrage van een type landgebruik aan het voorkomen van bestrijdingsmiddel in het oppervlaktewater. Deze aanwijzing loopt van niet aanwezig (geen tekst) tot zeer sterk (rood). Bij de concentraties van imidacloprid (periode 2010 – 2012;aantal waarnemingen: 137 – 427) is de correlatie zeer sterk met kasteelten (rood), aanwezig bij bloemisterij en boomteelten (geel), net niet aanwezig bij bloembollen en aardappels (grijs), en niet aanwezig bij suikerbieten, mais , koolsoorten, grasland en fruitteelt. Bij de normoverschrijdingen van imidacloprid is de correlatie zeer sterk met kasteelten (rood), sterk bij de bloemisterij (oranje), en niet aanwezig bij bloembollen, boomkwekerij, aardappels, suikerbieten, mais , koolsoorten, grasland en fruitteelt. In een reactie schrijft de toxicoloog Henk Tennekes dat de ontkenning van een verband tussen de bollenteelt en de milieuverontreiniging met imidacloprid grenst aan volksverlakkerij.

    In de nieuwste versie van de bestrijdingsmiddelenatlas kunnen correlaties worden opgevraagd tussen gemeten concentraties van een gekozen stof in het oppervlaktewater en oppervlakte landgebruik in de gekozen periode in geheel Nederland. In de kolom significantie wordt in klassen weergegeven hoe sterk de aanwijzing is van een mogelijke bijdrage van een type landgebruik aan het voorkomen van bestrijdingsmiddel in het oppervlaktewater. Deze aanwijzing loopt van niet aanwezig (geen tekst) tot zeer sterk (rood). Bij de concentraties van imidacloprid (periode 2010 – 2012;aantal waarnemingen: 137 – 427) is de correlatie zeer sterk met kasteelten (rood), aanwezig bij bloemisterij en boomteelten (geel), net niet aanwezig bij bloembollen en aardappels (grijs), en niet aanwezig bij suikerbieten, mais , koolsoorten, grasland en fruitteelt. Bij de normoverschrijdingen van imidacloprid is de correlatie zeer sterk met kasteelten (rood), sterk bij de bloemisterij (oranje), en niet aanwezig bij bloembollen, boomkwekerij, aardappels, suikerbieten, mais , koolsoorten, grasland en fruitteelt. In een reactie schrijft de toxicoloog Henk Tennekes dat de ontkenning van een verband tussen de bollenteelt en de milieuverontreiniging met imidacloprid grenst aan volksverlakkerij.

    Bron: Bestrijdingsmiddelenatlas
    http://www.bestrijdingsmiddelenatlas.nl/atlas/koppeling-met-landgebruik/correlatie-concentratie-per-stof-en-oppervlakte-landgebruik.aspx#

  • Het gesjoemel met milieukwaliteitsnormen voor imidacloprid heeft een enorme onderschatting van de risico’s voor niet-doelorganismen tot gevolg gehad

    Het gesjoemel met milieukwaliteitsnormen voor imidacloprid heeft een enorme onderschatting van de risico’s voor niet-doelorganismen tot gevolg gehad

    Met de komst van de KaderRichtlijnWater wordt het nationale normsysteem van de MTR vervangen door een nieuw, internationaal normsysteem. Dit normsysteem hanteert twee soorten Milieu Kwaliteits Normen (MKN’s, ofwel Environmental Quality Standards EQS), namelijk een chronische lange termijn norm en een acute korte termijn norm. Deze normen worden respectievelijk de Jaarlijks Gemiddelde MKN (AA-EQS) en de Maximaal Aanvaardbare Concentratie MKN (MAC-EQS) genoemd. De AA-EQS voor imidacloprid is 67 nanogram (ng) per liter. De MAC-EQS voor imidacloprid is 600 ng per liter. Volgens de laatste norm zijn er volgens de bestrijdingsmiddelenatlas in 2012 enkel in de provincie Zuid-Holland enkele normoverschrijdingen met imidacloprid. Wordt het toelatingscriterium voor imidacloprid van 1200 ng per liter van het Ctgb toegepast is er volgens de bestrijdingsmiddelenatlas in 2012 geen enkel gebied met normoverschrijdingen met imidacloprid. Het RIVM heeft na analyse van nieuwere gegevens geconcludeerd dat de norm voor lange-termijn blootstelling moet worden verlaagd van 67 naar 8,3 nanogram per liter oppervlaktewater. Wordt deze norm gehanteerd zijn er volgens de bestrijdingsmiddelenatlas in 2012 bijna overal in het land normoverschrijdingen met imidacloprid. In een reactie schrijft de toxicoloog Henk Tennekes dat door het verwarrende gesjoemel met de milieukwaliteitsnormen voor imidacloprid gevreesd moet worden dat insecten (en daarmee ook alle soorten die van insecten afhankelijk zijn) in Nederland zullen worden uitgeroeid.

    Met de komst van de KaderRichtlijnWater wordt het nationale normsysteem van de MTR vervangen door een nieuw, internationaal normsysteem. Dit normsysteem hanteert twee soorten Milieu Kwaliteits Normen (MKN’s, ofwel Environmental Quality Standards EQS), namelijk een chronische lange termijn norm en een acute korte termijn norm. Deze normen worden respectievelijk de Jaarlijks Gemiddelde MKN (AA-EQS) en de Maximaal Aanvaardbare Concentratie MKN (MAC-EQS) genoemd. De AA-EQS voor imidacloprid is 67 nanogram (ng) per liter. De MAC-EQS voor imidacloprid is 600 ng per liter. Volgens de laatste norm zijn er volgens de bestrijdingsmiddelenatlas in 2012 enkel in de provincie Zuid-Holland enkele normoverschrijdingen met imidacloprid. Wordt het toelatingscriterium voor imidacloprid van 1200 ng per liter van het Ctgb toegepast is er volgens de bestrijdingsmiddelenatlas in 2012 geen enkel gebied met normoverschrijdingen met imidacloprid. Het RIVM heeft na analyse van nieuwere gegevens geconcludeerd dat de norm voor lange-termijn blootstelling moet worden verlaagd van 67 naar 8,3 nanogram per liter oppervlaktewater. Wordt deze norm gehanteerd zijn er volgens de bestrijdingsmiddelenatlas in 2012 bijna overal in het land normoverschrijdingen met imidacloprid. In een reactie schrijft de toxicoloog Henk Tennekes dat door het verwarrende gesjoemel met de milieukwaliteitsnormen voor imidacloprid gevreesd moet worden dat insecten (en daarmee ook alle soorten die van insecten afhankelijk zijn) in Nederland zullen worden uitgeroeid.

    Bronnen: Bestrijdingsmiddelenatlas & RIVM & CLM Leiden
    http://www.bestrijdingsmiddelenatlas.nl/atlas/normoverschrijdingen.aspx
    http://www.boerenlandvogels.nl/content/rivm-stelt-voor-om-de-waterkwaliteitsnorm-voor-het-bestrijdingsmiddel-imidacloprid-te-verlag
    Technische rapportage van project: Bestrijdingsmiddelenatlas Kader Richtlijn Water (KRW) proof
    file:///C:/Users/Henk%20Tennekes/Downloads/cml%20report%20181_technische_rapportage_BMA_krw_proof.pdf

  • De catastrofale vervuiling van het Noord-Hollandse oppervlaktewater met bestrijdingsmiddelen

    De catastrofale vervuiling van het Noord-Hollandse oppervlaktewater met bestrijdingsmiddelen

    Nog steeds worden op grote schaal bestrijdingsmiddelen aangetroffen in de Noord-Hollandse oppervlaktewateren boven het Noordzeekanaal, veelal wordt daarbij de norm overschreden. Dit blijkt uit de resultaten van het Gewasbeschermingsonderzoek 2011-2013 dat Hoogheemraadschap Hollands Noorderkwartier (HHNK) heeft gepubliceerd. De meeste bestrijdingsmiddelen werden aangetroffen in bollengebieden in de Noordkop en in polder de Vier Noorder Koggen in West-Friesland. Het water is op 100 verschillende stoffen onderzocht. En 21 van de onderzochte stoffen overschreden de geldende norm. De meeste overschrijdingen (5-8 stoffen) vonden plaats in bollengebieden in de Noordkop, in grote delen van West-Friesland en in het stedelijk gebied van Beverwijk. De top probleemstoffen zijn carbendazim, pirimifos-methyl, pyraclostrobine en imidacloprid. Daarbij is in 2013 dinoterb als probleemstof bijgekomen. Dat laatste is vreemd aangezien dinoterb al sinds 10 jaar niet meer toegelaten is, maar desondanks door het hele beheersgebied norm overschrijdend wordt aangetroffen.

    Nog steeds worden op grote schaal bestrijdingsmiddelen aangetroffen in de Noord-Hollandse oppervlaktewateren boven het Noordzeekanaal, veelal wordt daarbij de norm overschreden. Dit blijkt uit de resultaten van het Gewasbeschermingsonderzoek 2011-2013 dat Hoogheemraadschap Hollands Noorderkwartier (HHNK) heeft gepubliceerd. De meeste bestrijdingsmiddelen werden aangetroffen in bollengebieden in de Noordkop en in polder de Vier Noorder Koggen in West-Friesland. Het water is op 100 verschillende stoffen onderzocht. En 21 van de onderzochte stoffen overschreden de geldende norm. De meeste overschrijdingen (5-8 stoffen) vonden plaats in bollengebieden in de Noordkop, in grote delen van West-Friesland en in het stedelijk gebied van Beverwijk. De top probleemstoffen zijn carbendazim, pirimifos-methyl, pyraclostrobine en imidacloprid. Daarbij is in 2013 dinoterb als probleemstof bijgekomen. Dat laatste is vreemd aangezien dinoterb al sinds 10 jaar niet meer toegelaten is, maar desondanks door het hele beheersgebied norm overschrijdend wordt aangetroffen.

    Voor imidacloprid heeft het RIVM zeer recentelijk geadviseerd om de norm nog verder te verlagen. De norm voor de lange termijn blootstelling zou met een factor 8 verlaagd moeten worden. Uit nieuwe onderzoeken blijkt dat de schadelijke effecten van imidacloprid op waterorganismen zich al bij lagere concentraties voordoen dan verwacht. De situatie met betrekking tot imidacloprid is dus nog erger dan waar nu al vanuit gegaan wordt.

    Conclusie

    Bestrijdingsmiddelen worden nog steeds op grote schaal in het oppervlaktewater aangetroffen en dan met name in de bollengebieden, in West-Friesland en rondom Beverwijk, met alle schadelijke gevolgen voor de ecologische waterkwaliteit van dien. De laatste dertien jaar is er geen wezenlijke verbetering opgetreden voor de 5 probleemstoffen. Sterker nog, dinoterb dat al 10 jaar niet meer toegelaten is, wordt de laatste jaren steeds vaker normoverschrijdend aangetroffen. Wil men op tijd voldoen aan de KRW-doelstellingen (het behalen van een goede ecologische waterkwaliteit) dan zal men voor de probleemgebieden niet meer op dezelfde manier kunnen doorgaan maar voor een andere aanpak moeten kiezen.

    Bron: De Milieufederatie in Noord-Holland, 30 april 2014
    http://www.mnh.nl/nieuws/bestrijdingsmiddelen-nog-steeds-oppervlaktewater/

  • This year’s National Insect Week is being hailed a huge success

    This year’s National Insect Week is being hailed a huge success

    This year’s National Insect Week is being hailed a huge success with thousands of people taking part in more than 300 events across the country. The Royal Entomological Society’s (RES) biennial initiative proved more popular than ever before, breaking previous event numbers and scoring a coup with HRH Prince Charles holding a bioblitz in his Clarence House garden. Children and adults took part in bug hunts, mini-beast safaris, moth-trapping and glow-worm hunting to learn more about the wonderful world of insects and their role in nature. A series of competitions and teaching resources have also opened up the insect world to the younger generation.

    This year’s National Insect Week is being hailed a huge success with thousands of people taking part in more than 300 events across the country. The Royal Entomological Society’s (RES) biennial initiative proved more popular than ever before, breaking previous event numbers and scoring a coup with HRH Prince Charles holding a bioblitz in his Clarence House garden. Children and adults took part in bug hunts, mini-beast safaris, moth-trapping and glow-worm hunting to learn more about the wonderful world of insects and their role in nature. A series of competitions and teaching resources have also opened up the insect world to the younger generation.

    Among the highlights of National Insect Week were:

    The bioblitz at Clarence House – featured HRH Prince Charles ‘sweeping’ for insects in his organic garden with children, led by a team of entomologists who will provide a detailed survey of the garden’s invertebrate diversity.
    The launch at the RES’s headquarters in St Albans – children from Killigrew School sang songs from composer Carl Davis’ Creeply Crawly Songbook and listened to insect stories from author Sonia Copeland-Bloom.
    Edible insects at historic Fountains Abbey, North Yorkshire – schoolchildren tasted dishes featuring mealworms and crickets cooked by a local chef before taking part in a bug hunt in the grounds of the National Trust property.
    Summer-long activity at the Yorkshire Air Museum which includes an art competition in which winners’ designs will be displayed on the nose of a Nimrod jet.
    RAF Museum London – 300 children of all ages were shown the delights of the insect world. Secondary schoolchildren were taught about ‘insects as flying machines’ by Prof Robin Wootton (leading UK researcher on insect flight). Primary schoolchildren were shown how to make their own entomological equipment and, more importantly, how to use it on a bug hunt.
    March of the Bees, Plymouth – a community project to raise awareness about bees culminating in the colourful ‘March of the Bees’ parade and ‘Bee Tea Party’.
    Photography competition – a hugely popular contest with young and old alike, sponsored by Olympus. The deadline for entries is 31 October 2012 and the winners will be announced in November.

    National Insect Week co-ordinator Luke Tilley said: “It’s been a fantastic National Insect Week this year. So many people have held events and taken part and really helped bring the insect world to life for lots of children as well as adults.

    “National Insect Week is an important initiative – it demonstrates the role of insects in nature and highlights the brilliant biodiversity we have on our shores.”

    The next National Insect Week is scheduled to take place in 2014.

    This year’s theme – Celebrating Great British Insects – drew upon the celebrations around the London Olympics and the Diamond Jubilee of the RES’s Patron, Her Majesty The Queen.

    National Insect Week’s main sponsor is Lafarge Aggregates & Concrete UK. The week is also supported by more than 60 partners, including the National Trust, National History Museum, the RSPB, Wildlife Trust and the Royal Horticultural Society to name but a few.

    Source:
    http://www.nationalinsectweek.co.uk/news/2012_a_huge_success.htm